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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Werther Heide und Napoleonsweg (ACK-003)

Objektbezeichnung:

NSG Werther Heide und Napoleonsweg

Kennung:

ACK-003

Ort: Stolberg
Kreis: Aachen
Bezirksregierung: Köln
Digitalisierte Fläche: 22,75 ha
Offizielle Fläche: 13,10 ha
Flächenanzahl: 3
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1974
Inkraft: 2004
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Festsetzung als Naturschutzgebiet erfolgt gemaess Paragraph 20 a), b) und c) LG,
sowie Paragraph 20 Satz 2 LG wegen der besonderen Bedeutung des Gebietes in
Ausfuehrung des Paragraph 48 c LG in Verbindung mit der Richtlinie 92/43/EWG des
Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natuerlichen Lebensraeume sowie der
wildlebenden Tiere und Pflan-zen (FFH-Richtlinie) und der Richtlinie 79/409/ EWG
des Rates vom 2. April 1979 ueber die Erhaltung der wildleben-den Vogelarten
(Vogelschutzrichtlinie), in der jeweils gueltigen Fassung.

Leitziele :

- Erhaltung und Entwicklung folgender natuerlicher Lebensraeume gemaess Anhang I FFH-Richtlinie:

- Schwermetallrasen (6130)

- Erhaltung des Lebensraumes fuer nach der Roten Liste in NRW gefaehrdete Pflanzen- und Tierarten,
- Verbesserung des Biotopverbundes durch die Optimierung von Magerrasen und Heiden.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-5203-913
  • BK-5203-914
  • BK-5203-930
Kennung:

BK-5203-913

Objektbezeichnung:

NSG Galmeiflur Napoleonsweg

Link zur Karte: BK-5203-913
Objektbeschreibung: Dieses Gebiet liegt an einem nach NW leicht abfallenden Hang. Im oberen Bereich finden sich aeltere, zum groessten Teil gepflanzte Birken-, Kiefern- und Erlenbestaende. Die Krautschichten sind hier in der Regel gut ausgebildet. Gut ausgebildete Strauchschichten sind vor allem an lichteren Stellen anzutreffen. Die Kiefernbebestaende sind allerdings artenarm. Im unteren Bereich des Hanges leiten mehrere Gebuesche von den bewaldeten zu den offenen Heide- flaechen mit Besenheide ueber. Grossenteils ist dieser Bereich durch Arten der Galmeifluren (Galmei-Veilchen und Grasnelke) durchsetzt, was auf schwermetallhaltigen Untergrund schliessen laesst. Um die Restflaechen mit Schwermetallvegetation zu erhalten sollten umgehend geeignete Pflegemassnahmen (Biotopmanagement- plan) erarbeitet und durchgefuehrt werden.
Kennung:

BK-5203-914

Objektbezeichnung:

NSG Werther Heide

Link zur Karte: BK-5203-914
Objektbeschreibung: Dieses ehemalige Kalksteinbruchgelaende (Kohlenkalk) liegt auf einer leicht nach SO geneigten Hangflaeche. Nach Beendigung des Abbaus wurde der Kalksteinbruch teilweise mit schwermetallhaltigem Abraum aufgefuellt. Daraus ist eine wellige Landschaft mit kleinen Plateaus, Kuppen, Boeschungen und einzelnen vernaessten Mulden entstanden. Das Gebiet wird von einer Strasse durchquert. Neben Magertriften sind insbesondere artenreiche Galmeifluren, die z.T. beweidet werden, vorzufinden. Bereichsweise hat sich ein lockerer Aufwuchs aus Weiden, Kiefern, Weissdorn, Birken etc. angesiedelt. Der noerdliche Bereich dieser Flaeche ist u.a. mit Buchen aufgeforstet worden. Hier sind auf zahlreichen Ameisenhaufen ausgedehnte Thymus-Bestaende und die Orchideen-Vorkommen dieses NSG anzutreffen. Die westliche Flaeche (oberhalb der Strasse) weist stark degenerierte Magertriften und eine Galmerflur auf. Randlich und im unteren Bereich sind Ruderalfluren eingewandert. In einer Senke findet sich ein Erlenbestand, und am angrenzenden NW-Hang breiten sich Robinien aus. Das obere Plateau wurde mit Fichten aufgeforstet. Um die Schutzwuerdigkeit der westlichen Flaeche zu erhalten, sollten hier unverzueglich Biotoppflegemassnahmen wie Mahd (Abtransport des Maehgutes), Entfernen von Gehoelzen (Robinien, Fichten) etc. durchgefuehrt werden.
Kennung:

BK-5203-930

Objektbezeichnung:

NSG Werther Heide (siehe unter Bemerkungen)

Link zur Karte: BK-5203-930
Objektbeschreibung: Dieses ehemalige Kalksteinbruchgelaende (Kohlenkalk) liegt auf einer leicht nach SO geneigten Hangflaeche. Nach Beendigung des Ab- baus wurde der Kalksteinbruch teilweise mit schwermetallhaltigem Abraum aufgefuellt. Daraus ist eine wellige Landschaft mit kleinen Plateaus, Kuppen, Boeschungen und einzelnen vernaessten Mulden ent- standen. Das Gebiet wird von einer Strasse in zwei Haelften zerteilt. Auf der oestlichen Flaeche finden sich neben gut ausgebil- deten Kalkhalbtrockenrasen auch artenreiche Galmeifluren, die z.T. beweidet werden. Stellenweise hat sich ein lockerer Aufwuchs aus Weiden, Kiefern, Weissdorn, Birken etc. angesiedelt. Der noerdliche Bereich dieser Flaeche ist u.a. mit Buchen aufgeforstet worden. Hier sind auf zahlreichen Ameisenhaufen ausgedehnte Thymus-Bestaende und die Orchideen-Vorkommen dieses NSG anzutreffen. Die westliche Flaeche (oberhalb der Strasse) weist stark degenerierte Halbtrockenrasen auf. Randlich und im unteren Bereich sind Ruderalfluren eingewandert. In einer Senke findet sich ein Erlenbestand, und am angrenzenden NW-Hang breiten sich Robinien aus. Das obere Plateau wurde mit Fichten aufgeforstet. Um die Schutzwuerdigkeit der westlichen Flaeche zu erhalten, sollten hier unverzueglich Biotoppflegemassnahmen wie Mahd (Abtransport des Maehgutes), Entfernen von Gehoelzen (Robinien, Fichten) etc. durchgefuehrt werden.
Lebensraumtypen:
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Erlenwald <AC0> (1,26 ha)
  • Eichen-Birkenmischwald <AD1> (8,32 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (0,50 ha)
  • Kiefernwald <AK0> (0,78 ha)
  • Gebuesch, Strauchgruppe <BB0> (0,78 ha)
  • Calluna-Heide <DA1> (0,05 ha)
  • Kalkhalbtrockenrasen, Kalkmagerrasen <DD0> (0,34 ha)
  • Schwermetallrasen <DE0> (0,26 ha)
  • Magergruenland <ED0> (0,66 ha)
  • Gruenlandbrache <EE0> (0,12 ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
  • Schwermetallrasen <zDE0> (4,97 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Adlerfarn (Pteridium aquilinum (subsp. aquilinum))
  • Arznei-Thymian (Thymus pulegioides)
  • Aufgeblasenes Leimkraut (Silene vulgaris)
  • Bergfenchel (Seseli libanotis (subsp. libanotis))
  • Besenginster (Cytisus scoparius)
  • Besenheide (Calluna vulgaris)
  • Blutwurz (Potentilla erecta (subsp. erecta))
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Brombeere unbestimmt (Rubus spec.)
  • Cladonia spec. (Cladonia spec.)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Echtes Labkraut (Galium verum (subsp. verum))
  • Englischer Ginster (Genista anglica)
  • Faerber-Ginster (Genista tinctoria)
  • Faulbaum (Frangula alnus (subsp. alnus))
  • Feld-Hainsimse (Luzula campestris (subsp. campestris))
  • Fichte (Picea abies)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Galmei-Fruehlingsmiere (Minuartia caespitosa)
  • Galmei-Hellerkraut (Noccaea caerulescens subsp. sylvestris)
  • Galmei-Veilchen (Viola calaminaria)
  • Garten-Apfel (Malus domestica)
  • Gebirgs-Hellerkraut Sa. (Thlaspi caerulescens agg.)
  • Gemeiner Beifuss (Artemisia vulgaris)
  • Gemeiner Schneeball (Viburnum opulus)
  • Gemeiner Wundklee (Anthyllis vulneraria)
  • Gemeines Hornkraut (Cerastium holosteoides)
  • Gemeines Kreuzbluemchen (Polygala vulgaris)
  • Gemeines Zittergras (Briza media (subsp. media))
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Gewoehnlicher Hornklee (Lotus corniculatus)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Gewoehnliches Ruchgras (Anthoxanthum odoratum)
  • Gewoehnliches Taubenkropf-Leimkraut (Silene vulgaris subsp. vulgaris)
  • Golddistel (Carlina vulgaris (subsp. vulgaris))
  • Grosser Klappertopf (Rhinanthus serotinus)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Hallers Galmei-Grasnelke (Armeria maritima subsp. halleri)
  • Harter Schafschwingel (Festuca guestfalica)
  • Heide-Labkraut (Galium pumilum)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Himbeere (Rubus idaeus)
  • Hunds-Rose (Rosa canina)
  • Kleine Bibernelle (Pimpinella saxifraga)
  • Kleiner Sauerampfer (Rumex acetosella subsp. acetosella)
  • Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor)
  • Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella)
  • Knolliger Hahnenfuss (Ranunculus bulbosus (subsp. bulbosus))
  • Laerche unbestimmt (Larix spec.)
  • Pfeifengras (Molinia caerulea)
  • Purgier-Lein (Linum catharticum)
  • Quendel-Seide (Cuscuta epithymum (subsp. epithymum))
  • Rainfarn (Tanacetum vulgare)
  • Robinie (Robinia pseudoacacia)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Rotes Straussgras (Agrostis capillaris)
  • Rotschwingel (Festuca rubra)
  • Rundblaettrige Glockenblume (Campanula rotundifolia)
  • Salbei-Gamander (Teucrium scorodonia)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schafschwingel Sa. (Festuca ovina agg.)
  • Schlehe (Prunus spinosa agg.)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Silbergras (Corynephorus canescens)
  • Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa)
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Steifer Augentrost (Euphrasia stricta)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Teufelsabbiss (Succisa pratensis)
  • Wald-Kiefer (Pinus sylvestris)
  • Wasserdost (Eupatorium cannabinum (subsp. cannabinum))
  • Weide unbestimmt (Salix spec.)
  • Weissdorn unbestimmt (Crataegus spec.)
  • Weisse Waldhyazinthe (Platanthera bifolia)
  • Wiesen Knaeuelgras (Dactylis glomerata)
  • Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium)
  • Wilde Moehre (Daucus carota (subsp. carota))
  • Zierliches Schillergras (Koeleria macrantha (subsp. macrantha))
  • Zitter-Pappel (Populus tremula)
Tierarten:
Schutzziele: Schutz und Erhaltung von Schwermetallrasen und HeideflaechenErhalt und Optimierung gut ausgebildeter Galmeifluren und
Magertriften von sehr hoher floristischer Bedeutung und
grossem Insektenreichtum.Erhalt und Optimierung gut ausgebildeter Galmeifluren und
Halbtrockenrasen von sehr hoher floristischer Bedeutung und
grossem Insektenreichtum
Gefährdungen:
  • Aufforstung
  • Aufschuettung
  • Eutrophierung
  • Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung zu intensiv (LW)
  • Muellablagerung
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • Rekultivierung, unsachgemaess
  • Siedlung
  • Strassenbau
  • unerwuenschte Sukzession
  • Verbuschung als unerwuenschte Sukzession
  • Verfuellung
Maßnahmen:
  • Beseitigung von Gehoelzen
  • Beseitigung von Muell
  • der Sukzession ueberlassen
  • Einstellung der Bewirtschaftung
  • Erhaltung des Kleinreliefs
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Mahd
  • keine Aufforstung
  • keine Beweidung
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
  • Vegetationskontrolle
  • Vermeidung Eutrophierung
  • Wiederherstellung von Biotopen
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