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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Im Korkus (ACK-029)

Objektbezeichnung:

NSG Im Korkus

Kennung:

ACK-029

Ort: Eschweiler
Kreis: Aachen
Bezirksregierung: Köln
Digitalisierte Fläche: 5,34 ha
Offizielle Fläche: 5,20 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1990
Inkraft: 2004
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Festsetzung als Naturschutzgebiet erfolgt gemaess Paragraph 20 a), b) und c) LG.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-5203-924
Kennung:

BK-5203-924

Objektbezeichnung:

NSG Im Korkus

Link zur Karte: BK-5203-924
Objektbeschreibung: Ehemaliges, offengelassenes, sehr altes Kalkabbaugebiet mit zwei tieferen (10-15m) Bruechen. Das Gebiet ist mittlerweile vollstaendig von einem dichten Eichen-Buchenwald bedeckt. Der Steinbruchcharakter ist nahezu verschwunden, lediglich das sehr energiereiche Relief weist noch auf die Entstehung des Gebietes hin. Viele der Baeume sind mehrstaemmig, vermutlich aus ehemaliger Niederwaldnutzung hervorgegangen. Die Baumschicht ist artenreich, neben ueberwiegend starkem Baumholz auch zahlreiche Althoelzer. Besonders Die Vogelkirsche ist mit mehreren bemerkenswerten Baeumen im Gebiet vertreten. Viele der Baeume sind von Lianen besetzt. Die Strauchschicht ist gutentwickelt, die Krautschicht ist artenreich und weist hohe Deckungen auf. Eine forstliche Nutzung des Waldes scheint nicht stattzufinden. Mehrere Baeume sind umgestuerzt. Die Sohlen der ehemaligen Brueche sind lichter als der angrenzende Wald und ueberwiegend mit Gebueschen und Hochstauden bewachsen. Es faellt auf, das zahlreiche Buchen und Eichen chlorotische Blaetter aufweisen. Moeglicherweise ein Mangelsymptons eines Minerals bzw. Spurenelements im Untergrund. Das NSG besitzt einen sehr naturnahen Charakter und ist landschaftlich besonders schoen ausgebildet ("Maerchenwald"). Die vorhandenen Motorradspuren deuten auf eine Nutzung als Moto-Cross- Gelaende hin. Dieses sollte in Zukunft unterbunden werden. Ansonsten sollte das Gebiet einfach der natuerlichen Sukzession ueberlassen bleiben.
Lebensraumtypen:
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (5,27 ha)
  • Gebuesch, Strauchgruppe <BB0> (0,16 ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense)
  • Aronstab (Arum maculatum)
  • Bittersuesser Nachtschatten (Solanum dulcamara)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Echte Nelkenwurz (Geum urbanum)
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Einbluetiges Perlgras (Melica uniflora)
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Gemeine Waldrebe (Clematis vitalba)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosse Sternmiere (Stellaria holostea)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Hain-Rispengras (Poa nemoralis)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Kletten-Labkraut (Galium aparine)
  • Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata)
  • Kratzbeere (Rubus caesius)
  • Maigloeckchen (Convallaria majalis)
  • Mauerlattich (Mycelis muralis)
  • Nesselblaettrige Glockenblume (Campanula trachelium (subsp. trachelium))
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Rote Lichtnelke (Silene dioica)
  • Ruprechtskraut (Geranium robertianum)
  • Sanikel (Sanicula europaea)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Stachelbeere (Ribes uva-crispa)
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Tollkirsche (Atropa bella-donna)
  • Veilchen unbestimmt (Viola spec.)
  • Vielbluetige Weisswurz (Polygonatum multiflorum)
  • Wald-Bingelkraut (Mercurialis perennis)
  • Wald-Habichtskraut (Hieracium murorum)
  • Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
  • Wald-Zwenke (Brachypodium sylvaticum (subsp. sylvaticum))
  • Weisse Pestwurz (Petasites albus)
  • Zaun-Wicke (Vicia sepium)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt niederwaldartiger Feldgehoelze in ehemaligen Kalkabbaugebieten
Gefährdungen:
  • Freizeitaktivitaeten
Maßnahmen:
  • Beschraenkung der Freizeitaktivitaeten
  • der Sukzession ueberlassen
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