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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Tatternsteine mit Talaue (ACK-032)

Objektbezeichnung:

NSG Tatternsteine mit Talaue

Kennung:

ACK-032

Ort: Stolberg
Kreis: Aachen
Bezirksregierung: Köln
Digitalisierte Fläche: 3,43 ha
Offizielle Fläche: 4,20 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1990
Inkraft: 2004
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Der Schutzzweck ergibt sich aus Paragraph 20 a) und b) LG.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-5203-0050
Kennung:

BK-5203-0050

Objektbezeichnung:

NSG Tatternsteine mit Talaue

Link zur Karte: BK-5203-0050
Objektbeschreibung: Das NSG Tatternsteine mit Talaue liegt im Indetal nordwestlich Stolberg-Büsbach unmittelbar nördlich "Gedau". Mit rund 3,4 ha Fläche ist es ausgesprochen klein. Wertgebend in dem Durchbruchstal-Bereich ist die natürliche kleine Felsformation der Tatternsteine westlich der Inde. Sie wurden erst kürzlich von Gehölzaufwuchs freigestellt. Unterhalb eine kleine Freifläche (magere, aber ruderalisierte Feuchtgrünlandbrache), oberhalb eine alt- und totholzreicher Eichenmischwald. Die eingeschlossene, hier schmale Talaue beinhaltet einen rund 200 m langen naturnahen Abschnitt der Inde mit dem begleitenden Bachauenwald. Die eingeschlossenen Laubmischwälder an den Talhängen sind noch recht jung, teils mit niederwaldartigem Charakter, sehr heterogen mit kleinräumig wechselnden Baumartendominanzen. Entwicklungsziele für das Gebiet sind die Offenhaltung der Tatternsteine sowie die Erhaltung und die Entwicklung der naturnahen, hier bewaldeten Bachaue inkl. Erhalt und Förderung von Alt- und Totholz. Mit dem natürlichen Felsbiotop sowie dem naturnahen Bachabschnitt mit begleitendem Bachauenwald kommt dem NSG Tatternsteine mit Talaue eine lokale Bedeutung zu; darüber hinaus hat es eine Bedeutung als Trittsteinbiotop innerhalb des lokalen Biotopverbundes.
Lebensraumtypen:
  • Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation <8210> (0,02 ha)
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) <91E0> (0,63 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (0,20 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • Auwaelder (0,63 ha)
  • Fliessgewaesserbereiche (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (0,20 ha)
  • natuerl. Felsen, offene natuerl. Block-, Schutt-, Geroellhalden (0,02 ha)
Biotoptypen:
  • Eichenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AB3> (0,86 ha)
  • Sonstiger Laubmischwald einheimischer Arten (ohne dominante Art) <AG2> (1,54 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <EE3> (0,14 ha)
  • Mittelgebirgsbach <yFM6> (0,20 ha)
  • Bachbegleitender Erlenwald <zAC5> (0,63 ha)
  • natuerlicher Kalkfels <zGA1> (0,02 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Bachbunge (Veronica beccabunga (subsp. beccabunga))
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Bitteres Schaumkraut (Cardamine amara)
  • Braunstieliger Streifenfarn (Asplenium trichomanes)
  • Bruch-Weide Sa. (Salix fragilis agg.)
  • Druesiges Springkraut (Impatiens glandulifera)
  • Echte Nelkenwurz (Geum urbanum)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Feld-Ahorn (Acer campestre)
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Gemeine Pestwurz (Petasites hybridus (subsp. hybridus))
  • Gemeines Brunnenmoos (Fontinalis antipyretica)
  • Giersch (Aegopodium podagraria)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Hain-Rispengras (Poa nemoralis)
  • Hain-Sternmiere (Stellaria nemorum)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata)
  • Pfeifengras Sa. (Molinia caerulea agg.)
  • Riesen-Schwingel (Festuca gigantea)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Rote Lichtnelke (Silene dioica)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Sumpf-Segge (Carex acutiformis)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht Sa. (Myosotis scorpioides agg.)
  • Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
  • Wald-Zwenke (Brachypodium sylvaticum (subsp. sylvaticum))
  • Wasserdost (Eupatorium cannabinum (subsp. cannabinum))
  • Zweigriffliger Weissdorn (Crataegus laevigata)
Tierarten:
Schutzziele: Schutz und Entwicklung naturnaher Bachauenwälder,
Förderung von Alt- und Totholz,
Schutz eines naturnahen Fließgewässerabschnittes der Inde,
Schutz naturnaher Felsbiotope,
Gefährdungen:
  • Bewirtschaftung, unzureichend
  • Freizeitaktivitaeten
  • Muellablagerung, Hausmuell
  • Verbuschung als unerwuenschte Sukzession
Maßnahmen:
  • Beseitigung von Muell
  • Felsen freistellen
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