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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Sprungbach Oberlauf (BI-014)

Objektbezeichnung:

NSG Sprungbach Oberlauf

Kennung:

BI-014

Ort: Bielefeld
Kreis: Bielefeld
Bezirksregierung: Detmold
Digitalisierte Fläche: 7,45 ha
Offizielle Fläche: 7,27 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1990
Inkraft: 2005
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Gemaess Paragraph 20 Buchstaben a), b) und c) LG insbesondere ist die Festsetzung
erforderlich

- Zur Erhaltung und Wiederherstellung eines morphologisch besonders ausgepraegten Kastentales
mit naturnahem Bachlauf und Quellfluren, Erlen-, Bach-Erlen-Eschen-Waeldern und ihren seltenen
Tier- und Pflanzenarten, zur Erhaltung eines Fledermauslebensraumes und zur Wiederherstellung
von naturnahen Waldbereichen, zur Erhaltung nasser mesotropher Standortbedingungen der Gewaesser
und Talsohle sowie zur Entwicklung der natuerlichen Maeanderbildung des Bachlaufes.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4017-401
Kennung:

BK-4017-401

Objektbezeichnung:

NSG Sprungbach Oberlauf

Link zur Karte: BK-4017-401
Objektbeschreibung: Eingeschnittener, von Wald umgebener Oberlauf des Sprungbaches südlich von Bielefeld-Sennestadt. Der Sickerquellbereich ist stark schüttend, besitzt jedoch keine typische Quellvegetation. Unterhalb wird der Bach in drei von schmalen Dämmen unterteilte naturnahe Teiche aufgestaut, randlich findet sich stellenweise Schilfvegetation. Im weiteren Verlauf schließt sich auf tiefgründigen Nassstandort ein junger bachbegleitender Erlenwald an. Anschließend erstreckt sich auf der Talsohle eine artenreiche Feuchtbrache, die südlich in eine Grauerlen-Aufforstung übergeht. Auf Höhe des Forsthauses befindet sich ein intensiv genutzte Fischteichanlage, die von einer Wiese und westlich von einer Erlen-Aufforstung umschlossen wird. Innerhalb der anschließenden Brache liegt ein weiteres periodisch trocken fallendes Kleingewässer. Der untere Talbereich wird von einer artenreichen Grünlandbrache eingenommen. Der Sprungbach wurde vermutlich vor vielen Jahren an den nördlichen Talrand verlegt. Heute zeigt sich der Sandbach mit seinem begleitenden Ufergehölz naturnah. Der Oberlauf ist zusammen mit dem südlich anschließendem Mittellauf eine bedeutende Ost-West-Vernetzungsachse im Naturraum Senne. Der Talraum ist aufgrund der Ausweisung als Wasserschutzgebiet zum Teil eingezäunt und wird deshalb nur selten betreten.
Lebensraumtypen:
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) <91E0> (0,41 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (2,95 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Moor- und Bruchwaelder (nicht FFH-LRT) <NAC0> (0,25 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes mesophiles Wirtschaftsgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NE00> (2,24 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Stillgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFD0> (0,99 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Quellbereiche (nicht FFH-LRT) <NFK0> (0,01 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (0,43 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Eichen-Buchenmischwald <AA1> (2,67 ha)
  • Erlenwald <AC0> (0,25 ha)
  • Aufforstung <AU0> (0,29 ha)
  • Fettwiese <EA0> (1,93 ha)
  • Gruenlandbrache <EE0> (0,16 ha)
  • stehendes Kleingewaesser <FD0> (0,05 ha)
  • Fischteich <FF2> (0,13 ha)
  • Quelle, Quellbereich <FK0> (0,01 ha)
  • Bach <FM0> (0,43 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <yEE3> (0,15 ha)
  • Teich <yFF0> (0,93 ha)
  • Bachbegleitender Erlenwald <zAC5> (0,41 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense)
  • Adlerfarn (Pteridium aquilinum (subsp. aquilinum))
  • Bittersuesser Nachtschatten (Solanum dulcamara)
  • Braune Segge (Carex nigra)
  • Druesiges Springkraut (Impatiens glandulifera)
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Gelbe Schwertlilie (Iris pseudacorus)
  • Gemeine Sumpfsimse (Eleocharis palustris)
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gemeiner Blutweiderich (Lythrum salicaria)
  • Gemeiner Froschloeffel (Alisma plantago-aquatica)
  • Gemeiner Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)
  • Gewoehnlicher Hohlzahn (Galeopsis tetrahit)
  • Grau-Erle (Alnus incana (subsp. incana))
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Rippenfarn (Blechnum spicant)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Schilf (Phragmites australis (subsp. australis))
  • Schmalblaettriger Merk (Berula erecta)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwimmendes Laichkraut (Potamogeton natans)
  • Segge unbestimmt (Carex spec.)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris)
  • Sumpf-Helmkraut (Scutellaria galericulata)
  • Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica)
  • Sumpf-Segge (Carex acutiformis)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides)
  • Wasser-Minze (Mentha aquatica)
  • Wasserdost (Eupatorium cannabinum (subsp. cannabinum))
  • Wassernabel (Hydrocotyle vulgaris)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
Tierarten:
  • Hohltaube (Columba oenas)
  • Schwarzspecht (Dryocopus martius)
Schutzziele: Erhalt eines strukturreichen Talraumbiotopkomplexes mit Stillgewässer, Fließgewässer, Feuchtbrachen und Erlen-Feuchtwälder.
Gefährdungen:
  • Grundwasserabsenkung
  • Wasserentnahme aus naturnahem Fliessgewaesser
Maßnahmen:
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
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