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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Wolfsbachtal (BN-008)

Objektbezeichnung:

NSG Wolfsbachtal

Kennung:

BN-008

Ort: Bonn
Kreis: Bonn
Bezirksregierung: Köln
Digitalisierte Fläche: 15,27 ha
Offizielle Fläche: 13,00 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2004
Inkraft: 2004
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Gemaess LG Paragraph 20,

- Zur Erhaltung folgender Lebensgemeinschaften und Lebensstaetten
bestimmter wildwachsender Pflanzen und wildlebender Tierarten

- natuerlicher Auwald mit typischer Krautschicht und Riesenschachtelhalm),
- Erlen- Eschenwaelder mit ihrer typischen Vegetation und Fauna in ihren
verschiedenen Entwicklungsstufen/Altersphasen und in ihrer standoertlichen
typischen Variationsbreite, inklusive ihrer Vorwaelder, Gebuesch und
Staudenfluren,
- Aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, landeskundlichen oder erdgeschichtlichen
Gruenden,
- Wegen der Seltenheit und besonderen Eigenart des Gebietes (Muldental mit steilen
Talkanten und Sickerquellsuempfen, kraut- und strauchreichen Eichen-Hainbuchen-
waeldern, Birken-, Eichen- und Eichen-Buchenwaeldern, durchgewachsenen
Niederwaeldern).
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-5209-0007
Kennung:

BK-5209-0007

Objektbezeichnung:

Wolfbachtal zwischen Gielgen und Kohlkaul

Link zur Karte: BK-5209-0007
Objektbeschreibung: Das NSG "Wolfsbachtal" liegt östlich des Ortsteils Holzlar. Bei dem ca. 13 ha großen Gebiet handelt es sich im überwiegenden Teil um ein Bachtal mit einem naturnahen Fließgewässer sowie Wäldern und Grünlandbereichen. Das Gebiet grenzt in weiten Teilen v. a. im Westen und Süden unmittelbar an Bebauung bzw. Gärten und Sportstätten, hier konnten zahlreiche Entsorgun-gen von Gartenabfällen festgestellt werden (siehe Photos Anhang). Problematisch ist auch die teilweise Ausdehnung von Gartenflächen über die Schutzgebietsgrenze hinaus. Durch das gesamte Gebiet führen zahlreiche Trampelpfade und ein offizieller Wanderweg. Trotz der Trampelpfade zählt das Gebiet zu den wenigen vergleichsweise ungestörten Schutzgebieten in Bonn. Besonders wertgebend sind der naturnahe Bachlauf mit dem ihn begleitenden Auenwald. Darüber hinaus bestehen große Teile des NSG aus relativ jungen Beständen des Waldmeister-Buchenwaldes. Kennzeichnend ist hier eine relativ hohe Beimischung mit Stieleiche. Das Gebiet hat eine herausragende Bedeutung im regionalen Biotopverbund als Vernetzungsbiotop. Zur Optimierung des Naturschutzgebietes sollte die bisherige sehr geringe Holznutzung fortgeführt werden. Der bachbegleitende Erlen-Eschenwald ist von einer forstlichen Nutzung auszunehmen. Die Störstellen (u.a. Gartenabfälle, Gartenerweiterungen) und Trampelpfade sollten beseitigt werden. Auch die bisherige Darstellung eines Wanderwegs durch das Gerbiet sollte zukünftig unterbleiben.
Lebensraumtypen:
  • Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum) <9130> (7,93 ha)
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) <91E0> (1,91 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes mesophiles Wirtschaftsgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NE00> (2,79 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (0,00 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • Auwaelder (1,91 ha)
  • Fliessgewaesserbereiche (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (0,00 ha)
Biotoptypen:
  • Vorwald, Pionierwald <AU2> (0,35 ha)
  • Fettwiese <EA0> (2,19 ha)
  • Fettweide <EB0> (0,81 ha)
  • Brachgefallene Fettwiese <EE1> (0,61 ha)
  • Parkteich, Zierteich, Gartenteich <FF1> (0,03 ha)
  • Garten, Baumschule <HJ0> (1,45 ha)
  • Eichen-Buchenmischwald <xAA1> (7,93 ha)
  • Bach <yFM0> (0,00 ha)
  • Bachbegleitender Erlenwald <zAC5> (1,91 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Adlerfarn (Pteridium aquilinum (subsp. aquilinum))
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Busch-Windroeschen (Anemone nemorosa)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Flattergras (Milium effusum)
  • Gemeines Rispengras (Poa trivialis (subsp. trivialis))
  • Gewoehnliche Goldnessel (Gartenform) (Lamium galeobdolon var. variegatum)
  • Gewoehnliches Ruchgras (Anthoxanthum odoratum)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Hain-Rispengras (Poa nemoralis)
  • Riesen-Schachtelhalm (Equisetum telmateia)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Stumpfblaettriger Ampfer (Rumex obtusifolius)
  • Sumpf-Baldrian (Valeriana dioica)
  • Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wasserstern unbestimmt (Callitriche spec.)
  • Wiesen Knaeuelgras (Dactylis glomerata)
  • Wiesen Knaeuelgras Sa. (Dactylis glomerata agg.)
  • Wiesen-Fuchsschwanzgras (Alopecurus pratensis)
  • Wiesen-Kerbel (Anthriscus sylvestris)
  • Wiesen-Rispengras (Poa pratensis)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt und Optimierung eines naturnahen Bachtales mit Auenwäldern und naturnahen Eichen-Buchenwäldern
Gefährdungen:
  • Duengung
  • Freizeitaktivitaeten
  • Muellablagerung
  • Siedlung
  • unerwuenschte Sukzession
Maßnahmen:
  • Beschraenkung der Freizeitaktivitaeten
  • Beseitigung von Muell
  • Einziehen, Entsiegeln oder Sperren von Wegen usw.
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Mahd
  • Gruenlandnutzung beibehalten
  • keine Biozidanwendung
  • keine Duengung
  • keine Entwaesserung
  • keine wegebaulichen Massnahmen
  • Wiederherstellung von Biotopen
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