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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Dinkeltalung (BOR-006)

Objektbezeichnung:

NSG Dinkeltalung

Kennung:

BOR-006

Ort: Heek
Kreis: Borken
Bezirksregierung: Münster
Digitalisierte Fläche: 42,10 ha
Offizielle Fläche: 42,00 ha
Flächenanzahl: 2
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: VO rechtskraeftig
Inkraft seit: 1987
Inkraft: 2011
Außerkraft: 2031
Schutzziel: (1) Das in § 1 näher bezeichnete Gebiet wird als Naturschutzgebiet gemäß § 23 BNatSchG
ausgewiesen.
(2) Die UnterschutzsteIlung erfolgt
a) - zur Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung von Biotopen, Lebensgemeinschaften
und Lebensstätten, insbesondere von seltenen, zum Teil stark gefährdeten Wat- und Wiesen-
vögeln und von seltenen, zum Teil gefährdeten Pflanzengesellschaften des offenen Wassers
und des feuchten bis nassen Grünlandes;

b) - zur Erhaltung und Entwicklung eines großflächigen Feuchtwiesenbereiches als landesweit
bedeutsames Brut-, Rast- und Überwinterungsquartier für zahlreiche, zum Teil stark gefährdete
Vogelarten;

c) - zur Erhaltung und Wiederherstellung eines naturnahen und durchgängigen Fließgewässer-
abschnittes der Dinkel als Lebensraum für seltene, zum Teil stark gefährdete Tiere und Pflanzen
der Fließgewässer des Tieflandes, insbesondere von Wasservögeln, Amphibien, Fischen,
Libellen und sonstigen Wasserorganismen;

d) zum Erhalt schutzwürdiger Böden wie durch Staunässe/Grundwasser geprägte Boden, Moor-
böden und Plaggenesche als natürlicher Lebensraum und Archiv der Natur- und Kulturgeschichte;

e) - aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, landeskundlichen und erdgeschichtlichen Gründen
und wegen der biogeographischen Bedeutung;

f) - wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart und der hervorragenden Schönheit des Gebietes;

g) - zur Sicherung des Naturhaushalts und zur Abwehr schädlicher Einwirkungen und negativer
Veränderungen ökologischer Zusammenhänge in der Talaue und zum Schutz der Fließgewässer;

h) - als Bestandteil eines Biotopverbundes von landesweiter Bedeutung.

Die über die Verordnungsdauer hinausgehende langfristige Zielsetzung für das Gebiet ist die
Erhaltung, Sicherung und Optimierung einer charakteristischen, weitgehend offenen, von
zusammenhängendem Grünland geprägten Niederungslandschaft mit einem stabilen,
landschaftstypischen Wasser- und Nährstoffhaushalt. Dabei ist die weitgehende Extensi-
vierung des Feuchtgrünlandes mit entsprechender Vermeidung von Eutrophierung und dem
weitgehenden Verzicht auf Düngung anzustreben. Als langfristiges Ziel für die Dinkel ist die
Erhaltung bzw. Entwicklung einer naturnahen Morphologie sowie einer natürlichen Gewässer-
und Überflutungsdynamik anzustreben. Weiterhin soll die Dinkel als ein überregional bedeut-
sames Biotopverbundsystem zwischen dem Kreis Coesfeld sowie verschiedenen Biotopen
bis zum Grenzübertritt in die Provinz Overijssel nördlich von Gronau ökologisch und wasser-
wirtschaftlich optimiert werden.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-3808-0012
  • BK-3808-0013
  • BK-3808-0059
  • BK-3808-904
Kennung:

BK-3808-904

Objektbezeichnung:

NSG Dinkeltalung

Link zur Karte: BK-3808-904
Objektbeschreibung: Das NSG Dinkeltalung liegt nordwestlich von Nienborg in der periodisch ueberfluteten Aue der Dinkel. Im Norden herrscht offenes, teilweise feuchtes Gruenland vor, entlang der entwaessernden Dinkel zieht sich ein durchgaengiger Ackerschlag. Eine wertvolle Feuchtwiese wurde erst in juengerer Zeit in Acker umgewandelt. Entlang der Dinkel und auf der Niederterrassenkante Hecken und Baumreihen.
Lebensraumtypen:
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Strauchhecke, ebenerdig <BD2> (0,14 ha)
  • Baumgruppe, Baumreihe <BF0> (0,14 ha)
  • Fettwiese <EA0> (6,40 ha)
  • Nass- und Feuchtwiese <EC1> (2,13 ha)
  • Nass- und Feuchtweide <EC2> (0,85 ha)
  • Graben <FN0> (0,14 ha)
  • Fluss <FO0> (0,14 ha)
  • Acker <HA0> (4,27 ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Knick-Fuchsschwanz (Alopecurus geniculatus)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi (subsp. flos-cuculi))
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Sauerampfer (Rumex acetosa (subsp. acetosa))
  • Scharfer Hahnenfuss (Ranunculus acris)
  • Schlank-Segge (Carex acuta)
  • Spitzbluetige Binse (Juncus acutiflorus (subsp. acutiflorus))
  • Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris)
  • Sumpf-Segge (Carex acutiformis)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides)
  • Trauben-Trespe (Bromus racemosus)
  • Wasser-Greiskraut (Senecio aquaticus)
  • Wasser-Schwaden (Glyceria maxima)
  • Wiesen-Fuchsschwanzgras (Alopecurus pratensis)
  • Wiesen-Loewenzahn Sa. (Taraxacum sect. Ruderalia)
  • Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis var. pratensis)
  • Zweizeilige Segge (Carex disticha)
Tierarten:
  • Bachstelze (Motacilla alba)
  • Baumfalke (Falco subbuteo)
  • Bekassine (Gallinago gallinago)
  • Blaesshuhn (Fulica atra)
  • Braunkehlchen (Saxicola rubetra)
  • Breitfluegelfledermaus (Eptesicus serotinus)
  • Erdmaus (Microtus agrestis)
  • Feldlerche (Alauda arvensis)
  • Goldammer (Emberiza citrinella)
  • Graugans (Anser anser)
  • Graureiher (Ardea cinerea)
  • Hoeckerschwan (Cygnus olor)
  • Igel (Erinaceus europaeus)
  • Jagdfasan (Phasianus colchicus)
  • Kiebitz (Vanellus vanellus)
  • Knaekente (Anas querquedula)
  • Maulwurf (Talpa europaea)
  • Mauswiesel (Mustela nivalis)
  • Rotmilan (Milvus milvus)
  • Rotschenkel (Tringa totanus)
  • Stockente (Anas platyrhynchos)
  • Sumpfohreule (Asio flammeus)
  • Sumpfrohrsaenger (Acrocephalus palustris)
  • Teichhuhn (Gallinula chloropus)
  • Uferschnepfe (Limosa limosa)
  • Wasserfledermaus (Myotis daubentonii)
  • Wiesenschafstelze (Motacilla flava)
  • Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus)
Schutzziele: Erhalt und Wiederentwicklung von Feuchtgruenland als Lebensraum u.a.
fuer gefaehrdete Pflanzen- und Wiesenvogelarten
Gefährdungen:
  • Abbau Sand und Kies
  • Duengung
  • Entwaesserung, Wasserentnahme, Wasserregime
  • Entwaesserungsgraeben
  • Gewaesserbegradigung (WA)
  • Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung zu intensiv (LW)
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • Strassenbau
  • Umbruch, Umwandlung von Gruenland in Acker
Maßnahmen:
  • Anlegung von Gewaessern
  • Erhaltung der Ueberschwemmungsdynamik
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Mahd
  • Gruenland anlegen, wiederherstellen
  • Gruenlandnutzung beibehalten
  • keine Duengung
  • keine Entwaesserung
  • naturnahe Gewaessergestaltung
  • Wiedervernaessung
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