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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Mastbruch (DO-003)

Objektbezeichnung:

NSG Mastbruch

Kennung:

DO-003

Ort: Dortmund
Kreis: Dortmund
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 38,32 ha
Offizielle Fläche: 38,20 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1986
Inkraft: 2005
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Gemaess LG Paragraph 20
- Zur Erhaltung und Entwicklung von Lebensstaetten und -gemein-
schaften von gefaehrdeten und seltenen wildlebenden Tierarten
und wildwachsenden Pflanzenarten und -gesellschaften,
- Zur Erhaltung der vorhandenen Landschaftsstruktur wegen ihrer
Seltenheit und ihrer besonderen Eigenart.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4410-0115
Kennung:

BK-4410-0115

Objektbezeichnung:

NSG Mastbruch

Link zur Karte: BK-4410-0115
Objektbeschreibung: Das NSG Mastbruch ist ein langgestrecktes, durch Bergsenkungen entstandenes Feuchtgebiet, an dessen tiefster Stelle sich ein offenes Gewässer entwickelt hat. Es liegt im Dortmunder Nordwesten südlich Dortmund-Westerfilde. Der Bergsenkungssee liegt im Westen des Schutzgebietes. Er wird von Weidengebüschen gesäumt, an die sich ein weiterer Gebüschgürtel anschließt, der jedoch, trotz stellenweise hoher Bodenfeuchte, bereits Arten frischer Standorte umfasst. Nach Osten hin schließen verschieden Hochwaldtypen an, stellenweise feucht-nasse Erlenwälder, vor allem aber Eichenmischwälder. Auch in diesem Teil des Schutzgebietes sind kleinflächige Vernässungszonen und Teiche zu finden. Vor allem zwischen Mailohsiepen und Mastbruchsiepen sind Feuchtbiotope ausgeprägt. Das NSG Mastbruch hat eine besondere Bedeutung als Biotopinsel und Trittsteinbiotop für Wasservögel innerhalb des Ballungsraumes Ruhrgebiet. Die alt- und totholzreichen Laubmischwälder sind Bruthabitat für die gefährdeten Spechtarten Kleinspecht und Grünspecht. Gefährdungen für das Gebiet ergeben sich aus der relativ hohen Besucherdichte am Ostufer des Sees und Fütterung der Wasservögel. Hauptschutzziele sind Erhaltung und Entwicklung eines Biotopkomplexes aus Gewässer-, Gebüsch- und Waldlebensräumen und Organisation einer naturverträglichen Erholung.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete waermeliebende Waelder (nicht FFH-LRT) <NAB0> (12,29 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete flaechige Gebuesche und Baumgruppen <NBB0> (12,32 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Suempfe, Riede und Roehrichte (nicht FFH-LRT) <NCC0> (0,35 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Stillgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFD0> (3,11 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (0,06 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • stehende Binnengewaesser (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (3,11 ha)
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (4,18 ha)
  • Buchen-Eichenmischwald <AB1> (12,29 ha)
  • Erlen-Sumpfwald <AC6> (0,97 ha)
  • Vorwald, Pionierwald <AU2> (0,81 ha)
  • Gebuesch, Strauchgruppe <BB0> (12,32 ha)
  • Roehrichtbestand hochwuechsiger Arten <CF2> (0,35 ha)
  • Gruenlandbrache <EE0> (1,10 ha)
  • Teich <FF0> (0,06 ha)
  • Tieflandbach <FM5> (0,00 ha)
  • Graben <FN0> (0,14 ha)
  • Acker <HA0> (1,20 ha)
  • Streuobstgartenbrache <HK7> (0,66 ha)
  • Bergsenkungsgewaesser <yFR0> (3,11 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Asch-Weide Sa. (Salix cinerea)
  • Bachbunge (Veronica beccabunga (subsp. beccabunga))
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Breitblaettriger Rohrkolben (Typha latifolia)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Bruch-Weide (Salix fragilis)
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Garten-Apfel (Malus domestica)
  • Gelbe Schwertlilie (Iris pseudacorus)
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gemeiner Schneeball (Viburnum opulus)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Grau-Erle (Alnus incana (subsp. incana))
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Korb-Weide (Salix viminalis)
  • Ohr-Weide (Salix aurita)
  • Pappel unbestimmt (Populus spec.)
  • Platane unbestimmt (Platanus spec.)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Robinie (Robinia pseudoacacia)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schilf (Phragmites australis (subsp. australis))
  • Schlank-Segge (Carex acuta)
  • Schnabel-Segge (Carex rostrata (subsp. rostrata))
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides)
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Wasser-Minze (Mentha aquatica)
  • Wasser-Schwaden (Glyceria maxima)
  • Weiden-Bastard (Salix x multinervis (S. aurita x cinerea))
  • Weisses Straussgras Sa. (Agrostis stolonifera agg.)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
Tierarten:
Schutzziele: Erhaltung und Entwicklung eines Bergsenkungsgewässers mit angrenzenden Gebüsch- und Waldlebensräume als Brut- und Rastbiotop insbesondere für Wasservögel und Spechtarten
Gefährdungen:
  • Angelsport, Fischerei
  • Einwanderung, Ausbreitung Neophyten
  • Eutrophierung
  • freilaufende Hunde (SP)
  • Gewaesserverunreinigung (SP)
  • Hochspannungsleitung
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • Trittschaden an Vegetation
  • Verlandung als unerwuenschte Sukzession
Maßnahmen:
  • Beschraenkung der Freizeitaktivitaeten
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • keine Fischteichanlage
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
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