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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet An der Panne (DO-004)

Objektbezeichnung:

NSG An der Panne

Kennung:

DO-004

Ort: Dortmund
Kreis: Dortmund
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 20,75 ha
Offizielle Fläche: 21,10 ha
Flächenanzahl: 2
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1986
Inkraft: 2005
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Festsetzung als NSG erfolgt gemaess Paragraph 20a) und c) LG NW
- Zur Erhaltung der Lebensstaetten wildlebender seltener Pflanzen und Pflanzengemeinschaften
und wildlebender Tiere.
Als Lebensstaetten gelten insbesondere
- die Rohrkolbenroehrichte, die Quellfluren und die Hochstaudenfluren,
- die naturnahen und bodenstaendigen Laubholzgesellschaften,
- die feuchten Wiesenbrachen

- Wegen der Seltenheit und besonderen Eigenart des Gebietes.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4510-903
Kennung:

BK-4510-903

Objektbezeichnung:

NSG An der Panne

Link zur Karte: BK-4510-903
Objektbeschreibung: Das NSG An der Panne besteht aus Grünland und Ackerbrachen, die von kleinen, teilweise dichten Gehölzen und Gebüschformationen unterbrochen und gegliedert werden. Das Gebiet hat umfasst zwei Teilflächen nördlich und südlich der Stockumer Straße, westlich des ausgebauten, Abwasser führenden Rüpingsbaches. Die nördliche Teilfläche besteht überwiegend aus Brachflächen, ein kleines Eichengehölz liegt im Südwesten. Große Teile der Brachen sind von dichten Strauch- und Buschgruppen bedeckt, die örtlich undurchdringliche Dickichte bilden. Die standörtliche Vielfalt des Nordteils wird durch versumpfte Zonen und einen kleinen Bachlauf am Nordrand erhöht, wo sich Initialstadien von Seggenriedern und Röhrichten gebildet haben. Südlich der Stockumer Straße besteht das Naturschutzgebiet aus einem schmalen Talzug in Form eines niedrigen Sohlentälchens. In seiner Mitte liegt eine Aufforstungsfläche aus Lärche, Erle und Birke, die den Talraum gewissermaßen teilt. Südlich dieses Forstes befinden sich Ackerflächen, nördlich Brachflächen. Besonders hervorzuheben innerhalb der Brachflächen des Südteils ist eine kleine Röhrichtzone aus Rohrkolben, die den Aufforstungen unmittelbar nördlich vorgelagert ist. Ebenfalls hier, vom Röhricht aber durch einen schmalen Gürtel aus Weiden getrennt, wurden flache Kleingewässer angelegt. Der nördliche Bereich des NSG ist als Brut- und Refugiallebensraum für Tierarten besondere geeignet, da er vor menschlichem Zutritt weitgehend geschützt ist. Der Südteil beherbergt mit Röhricht und Amphibientümpeln besondere Feuchthabitate, die jedoch einer aktuellen Gefährdung durch Abtrocknung, Eutrophierung, Versaumung und Verlandung unterliegen. Mit seinen Lebensraumausprägungen ist das Gebiet ein wertvoller Refugiallebensraum z. B. für Amphibien und Kleinvögel, der innerhalb der Freiraumflächen des industriellen Ballungsraumes eine wichtige Stellung für den Biotopverbund einnimmt.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Suempfe, Riede und Roehrichte (nicht FFH-LRT) <NCC0> (0,10 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Feldgehoelz <BA0> (5,00 ha)
  • Gebuesch, Strauchgruppe <BB0> (6,30 ha)
  • Baumreihe <BF1> (1,00 ha)
  • Gruenlandbrache <EE0> (6,30 ha)
  • Bach <FM0> (0,10 ha)
  • Graben <FN0> (0,10 ha)
  • Acker <HA0> (1,00 ha)
  • Boeschung <HH0> (0,60 ha)
  • Roehrichtbestand <yCF0> (0,10 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Gaensedistel (Sonchus arvensis)
  • Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense)
  • Acker-Schachtelhalm (Equisetum arvense (subsp. arvense))
  • Acker-Witwenblume (Knautia arvensis)
  • Bachbunge (Veronica beccabunga (subsp. beccabunga))
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Blauroter Hartriegel (Cornus sanguinea)
  • Breitblaettriger Rohrkolben (Typha latifolia)
  • Echte Zaunwinde (Calystegia sepium)
  • Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum)
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Gelbe Schwertlilie (Iris pseudacorus)
  • Gemeiner Blutweiderich (Lythrum salicaria)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnliche Kratzdistel (Cirsium vulgare (subsp. vulgare))
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosse Sternmiere (Stellaria holostea)
  • Gruene Teichbinse (Schoenoplectus lacustris)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Kletten-Labkraut (Galium aparine)
  • Krauser Ampfer (Rumex crispus (subsp. crispus))
  • Pappel unbestimmt (Populus spec.)
  • Purpur-Fetthenne (Hylotelephium telephium)
  • Reihhardts Weide (Salix x reichardtii (S. caprea x S. cinerea))
  • Riesen-Goldrute (Solidago gigantea)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schlank-Segge (Carex acuta)
  • Schmalblaettriger Merk (Berula erecta)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Silber-Weide (Salix alba (subsp. alba))
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Sumpf-Hornklee (Lotus pedunculatus)
  • Sumpf-Schachtelhalm (Equisetum palustre)
  • Traubenkirsche (Prunus padus)
  • Wasserdost (Eupatorium cannabinum (subsp. cannabinum))
  • Wiesen-Baerenklau (Heracleum sphondylium)
  • Wiesen-Fuchsschwanzgras (Alopecurus pratensis)
  • Wiesen-Labkraut (Galium mollugo)
  • Wiesen-Platterbse (Lathyrus pratensis)
  • Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium)
  • Winter-Linde (Tilia cordata)
  • Zottiges Weidenroeschen (Epilobium hirsutum)
  • Zweizeilige Segge (Carex disticha)
Tierarten:
  • Buntspecht (Dendrocopos major)
  • Erdkroete (Bufo bufo)
  • Rotkehlchen (Erithacus rubecula)
  • Zaunkoenig (Troglodytes troglodytes)
Schutzziele: Die Festsetzung erfolgt als NSG gemäß Paragraph 20a) und c) LG NW
- zur Erhaltung der Lebensstätten wildlebender seltener Pflanzen und Pflanzengemeinschaften
und wildlebender Tiere.
Als Lebensstätten gelten insbesondere
- die Rohrkolbenröhrichte, die Quellfluren und die Hochstaudenfluren,
- die naturnahen und bodenständigen Laubholzgemeinschaften,
- die feuchten Wiesenbrachen
-Wegen der Seltenheit und Eigenart des Gebietes
Gefährdungen:
  • Aufforstung
  • Duengerdrift (LW)
  • Entwaesserung, Wasserentnahme, Wasserregime
  • Eutrophierung
  • Muellablagerung
  • nicht einheimische Gehoelze (FW)
  • Strassenbau
  • Veraenderung Vegetation
  • Verlandung
Maßnahmen:
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Gruenland anlegen, wiederherstellen
  • keine Entwaesserung
  • Pufferzone anlegen
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
  • Vegetationskontrolle
  • Vermeidung Eutrophierung
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