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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Oelbachtal (DO-009)

Objektbezeichnung:

NSG Oelbachtal

Kennung:

DO-009

Ort: Dortmund
Kreis: Dortmund
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 20,02 ha
Offizielle Fläche: 21,80 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1986
Inkraft: 2005
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Gemaess LG Paragraph 20
- Zur Erhaltung von Lebensgemeinschaften oder Lebensstaetten
bestimmter wildlebender Pflanzen und wildlebender Tierarten,
- Wegen der Seltenheit der vorhandenen Landschaftsstruktur.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4409-0051
Kennung:

BK-4409-0051

Objektbezeichnung:

NSG Oelbachtal

Link zur Karte: BK-4409-0051
Objektbeschreibung: Westliche Talaue des Bövinghauser - Harpener Baches mit Röhricht- und Gehölzstrukturen. In der Talaue des Bachtales, der auf Dortmunder Seite als Bövinghauser , auf Bochumer Seite als Harpener Bach bezeichnet wird, wachsen langgestreckte, schmale Schilfröhrichte, vereinzelt auch Seggenrieder. Zusätzlich kommen hochstaudenreiche, verbuschende Brachflächen vor. Eine starke Gliederung erfährt das Gebiet durch die zahlreichen Gebüschstrukturen entlang des Baches, der Böschungskanten und der alten Nutzungsgrenzen. Sie werden zu hohen Anteilen aus verschiedenen Weidenarten aufgebaut und dringen allmählich in die Freiflächen vor. Das Gebiet umfasst auch zwei von Osten einmündende Nebentälchen, die mit naturnahem Laubwald bestockt sind und die von kleinen Quellbächen durchzogen werden. Aufgrund der eng benachbarten Lebensraumtypen aus Hochstauden, Röhrichten, Gebüsch und Laubwald ist das Gebiet wertvoller Brut- und Ganzjahreslebensraum für zahlreiche gefährdete Vogelarten. Das NSG Oelbach erhält dadurch eine besondere biotische Bedeutung für das gesamte Ruhrgebiet. Ganz am Südrand des Naturschutzgebietes liegt ein offenbar genutzter Fischteich. Dessen Böschungen sind schmal, steil und mit Erlen bepflanzt, zeigen insgesamt eingeschränkte Biotopqualitäten. Entweder sollte der Teich vollständig beseitigt oder naturnäher umgestaltet werden. Das Gebiet, insbesondere der Talgrund, scheint allmählich abzutrocknen, da sehr große Teile der Rörhicht- und Riedflächen auch im nassen Sommer 2007 gut begehbar waren, eine Tendenz, die schon von den Vorkartierern angemerkt wurde und vermutlich auf künstliche Veränderungen des Grundwasserhaushaltes zurückzuführen ist. Das Gebiet wird trotz seiner schmalen Ausdehnung und seiner vor allem im unmittlebaren Bachumfeld noch vorhandenen Versumpfungen stark von Spaziergängern mit Hunden aufgesucht. Das auf Dortmunder Stadtgebiet gelegene Schutzgebiet ist die kleinere Teilfläche eines ausgedehnten, verzweigten Naturschutzgebietes, das sich westlich auf Bochumer Gebiet fortsetzt. Die differenzierten Gewässer-, Offenland- und Gehölz-Lebensräume des Bochumer und Dortmunder NSG Ölbachtal sind bedeutende Refugial- und Vernetzungsbiotope im zentralen Ruhrgebiet. Sie sind Kernbiotope eines im wesentlichen in Nord-Süd-Richtung ausgerichteten Freiflächensystems zwischen dem Emschertal im Norden und dem Ruhrtal im Süden, das insbesondere durch Verkehrswege und Siedlungsflächen bedrängt und separiert wird. Zentrales Entwicklungsziel ist die Erhaltung der Biotopqualität des Talsystems und seiner randlichen Kontakt-Lebensräume. Durch Maßnahmen der Besucherlenkung sollten Störungen insbesondere durch Spaziergänger mit Hunden minimiert werden.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Feldgehoelze (nicht FFH-LRT) <NBA0> (5,47 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Suempfe, Riede und Roehrichte (nicht FFH-LRT) <NCC0> (3,41 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Nass- und Feuchtgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NEC0> (0,31 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (0,47 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • Roehrichte (2,89 ha)
  • Seggen- und binsenreiche Nasswiesen (0,31 ha)
  • Suempfe (0,52 ha)
Biotoptypen:
  • Feldgehoelz aus einheimischen Baumarten <BA1> (5,47 ha)
  • Gebuesch, Strauchgruppe <BB0> (3,42 ha)
  • Fettwiese <EA0> (1,30 ha)
  • Fettweide <EB0> (1,14 ha)
  • Gruenlandbrache <EE0> (2,94 ha)
  • Fischteich <FF2> (0,32 ha)
  • Bach <FM0> (1,04 ha)
  • Quellbach <FM4> (0,47 ha)
  • Acker <HA0> (0,25 ha)
  • Rasen-Grossseggenried <yCD1> (0,52 ha)
  • Roehrichtbestand hochwuechsiger Arten <yCF2> (2,89 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <yEE3> (0,31 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Adlerfarn (Pteridium aquilinum (subsp. aquilinum))
  • Asch-Weide Sa. (Salix cinerea)
  • Bachbunge (Veronica beccabunga (subsp. beccabunga))
  • Breitblaettrige Stendelwurz Sa. (Epipactis helleborine agg.)
  • Brennender Hahnenfuss (Ranunculus flammula (subsp. flammula))
  • Bruch-Weide (Salix fragilis)
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Einbluetiges Perlgras (Melica uniflora)
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flattergras (Milium effusum)
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Fruehlings-Hainsimse (Luzula pilosa)
  • Gegenblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium)
  • Gemeiner Blutweiderich (Lythrum salicaria)
  • Gemeiner Schneeball (Viburnum opulus)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnliche Goldnessel Sa. (Galeobdolon luteum agg.)
  • Gewoehnliche Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Gewoehnliches Pfaffenhuetchen (Euonymus europaeus)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosse Klette (Arctium lappa)
  • Grosse Sternmiere (Stellaria holostea)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Hain-Rispengras (Poa nemoralis)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Kleinbluetiges Weidenroeschen (Epilobium parviflorum)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Korb-Weide (Salix viminalis)
  • Kroeten-Binse (Juncus bufonius)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Riesen-Goldrute (Solidago gigantea)
  • Rosenrotes Weidenroeschen (Epilobium roseum (subsp. roseum))
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Roter Fingerhut (Digitalis purpurea (subsp. purpurea))
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schilf (Phragmites australis (subsp. australis))
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Segge unbestimmt (Carex spec.)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Schachtelhalm (Equisetum palustre)
  • Trauben-Eiche (Quercus petraea (subsp. petraea))
  • Traubenkirsche (Prunus padus)
  • Vielbluetige Hainsimse (Luzula multiflora (subsp. multiflora))
  • Wald-Geissblatt (Lonicera periclymenum)
  • Wald-Segge (Carex sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Wasserdost (Eupatorium cannabinum (subsp. cannabinum))
  • Weide unbestimmt (Salix spec.)
  • Weisses Straussgras (Agrostis stolonifera)
  • Wiesen-Baerenklau (Heracleum sphondylium)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Zottiges Weidenroeschen (Epilobium hirsutum)
  • Zweigriffliger Weissdorn (Crataegus laevigata)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt eines Talsystems mit differenzierten Gewässern-, Offenland- und Gehölz-Lebensräumen als Refugial- und Vernetzungsbiotop im Ballungsraum an der Ruhr zwischen Dortmund und Bochum
Gefährdungen:
  • Einwanderung, Ausbreitung Neophyten
  • Freizeitaktivitaeten
  • Grundwasserabsenkung
  • Isolationseffekt
Maßnahmen:
  • Beschraenkung der Fischereiausuebung
  • Beschraenkung der Freizeitaktivitaeten
  • Erhaltung der Landschaftsstrukturen
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