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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Beerenbruch (DO-012)

Objektbezeichnung:

NSG Beerenbruch

Kennung:

DO-012

Ort: Dortmund
Kreis: Dortmund
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 22,78 ha
Offizielle Fläche: 22,70 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1987
Inkraft: 2005
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Gemaess LG Paragraph 20
- Zur Erhaltung und Entwicklung von Lebensstaetten und - gemeinschaften
von gefaehrdeten und seltenen wildlebenden Tierarten und wild-
wachsenden Pflanzenarten und -gesellschaften,
- Zur Erhaltung der vorhandenen Landschaftsstrukturen wegen ihrer
Seltenheit und ihrer besonderen Eigenart.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4410-0113
Kennung:

BK-4410-0113

Objektbezeichnung:

NSG Beerenbruch

Link zur Karte: BK-4410-0113
Objektbeschreibung: Bergsenkungsgewässer "Brunosee" mit angrenzenden Gebüsch- und Waldlebensräumen sowie Röhrichten und Nassbrachen am Nordwestrand des Stadtgebietes. (Jenseits der Stadtgrenze von Dortmund und bereits zu Castrop-Rauxel gehören weitere Flächen des Schutzgebietes). Der "Brunosee" ist ein nach 1950 entstandenes Bergsenkungsgewässer. Der See ist heute zentraler Bestandteil des Naturschutzgebietes und Lebensraum für zahlreiche gefährdete Vogelarten. Er wird gesäumt von Weidengebüschen, in deren wasserseitige Lücken und Einbuchtungen kleinere Röhrichtbestände wachsen. Landseitig geht das Weidengebüsch in Wald über. Die Südgrenze des Sees stellt ein Bahndamm dar. Jenseits des Bahndammes liegen, in Verlängerung des Sees, vernässte und zum Teil stark verbuschte Grünlandbrachen. Ein ehemaliger Wegedamm, der das Gewässer im Randbereich querte, ist mittlerweile fast vollständig abgesackt und in Teilen überflutet. Schäden und Gefährdungen für das Schutzgebiet gehen von der offenbar noch vorhandenen fischereilichen Nutzung aus. Zudem vom hohen Besucheraufkommen (Trittschäden, Fütterung von Wasservögeln). Der Besucherverkehr konzentriert sich auf den einzigen, das Gebiet querenden Weg und auf kleine Punkte am Seeufer. Das NSG Beerenbruch ist ein herausragender Inselbiotop insbesondere für Wasservögel. Das Schutzgebiet ist eng verzahnt mit den westlich angrenzenden waldreichen Freiflächen (Grutholz, Nierholz). Zentrale Schutzziele des Naturschutzgebietes sind der Erhalt und die Entwicklung eines naturnahen, strukturreichen Bergsenkungsgewässers mit angrenzenden Röhricht-, Gebüsch- und Waldlebensräumen und Organisation einer naturverträglichen Besucherlenkung.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (5,76 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Nass- und Feuchtgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NEC0> (0,30 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Stillgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFD0> (6,29 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • Seggen- und binsenreiche Nasswiesen (0,30 ha)
  • stehende Binnengewaesser (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (6,29 ha)
Biotoptypen:
  • Eichen-Buchenmischwald <AA1> (1,00 ha)
  • Eichenwald <AB0> (5,76 ha)
  • Erlenwald <AC0> (1,00 ha)
  • Eichen-Hainbuchenmischwald <AQ1> (1,00 ha)
  • Gebuesch, Strauchgruppe <BB0> (2,63 ha)
  • Stark verbuschte Gruenlandbrache (Verbuschung > 50%) <BB3> (1,10 ha)
  • Gruenlandbrache <EE0> (1,50 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <yEE3> (0,30 ha)
  • Bergsenkungsgewaesser <yFR0> (6,29 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense)
  • Arznei-Baldrian Sa. (Valeriana officinalis agg.)
  • Asch-Weide Sa. (Salix cinerea)
  • Bittersuesser Nachtschatten (Solanum dulcamara)
  • Breitblaettriger Rohrkolben (Typha latifolia)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Bruch-Weide (Salix fragilis)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Gelbe Schwertlilie (Iris pseudacorus)
  • Gemeiner Blutweiderich (Lythrum salicaria)
  • Gewoehnliche Goldnessel (Galeobdolon luteum)
  • Gewoehnliche Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Gewoehnlicher Hohlzahn (Galeopsis tetrahit)
  • Gras-Sternmiere (Stellaria graminea)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosser Dornfarn (Dryopteris dilatata)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Himbeere (Rubus idaeus)
  • Hohe Weide (Salix rubens (S. alba x fragilis))
  • Hopfen (Humulus lupulus)
  • Korb-Weide (Salix viminalis)
  • Mandel-Weide (Salix triandra)
  • Pappel unbestimmt (Populus spec.)
  • Pfennigkraut (Lysimachia nummularia)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Riesen-Goldrute (Solidago gigantea)
  • Rosskastanie (Aesculus hippocastanum)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Rotschwingel Sa. (Festuca rubra agg.)
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Sauerampfer (Rumex acetosa (subsp. acetosa))
  • Schlank-Segge (Carex acuta)
  • Schnabel-Segge (Carex rostrata (subsp. rostrata))
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Sumpf-Vergissmeinnicht Sa. (Myosotis scorpioides agg.)
  • Wasser-Minze (Mentha aquatica)
  • Wasser-Schwaden (Glyceria maxima)
  • Wasserdost (Eupatorium cannabinum (subsp. cannabinum))
  • Wiesen-Fuchsschwanzgras (Alopecurus pratensis)
  • Wiesen-Kerbel (Anthriscus sylvestris)
  • Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
  • Zweiblaettrige Schattenblume (Maianthemum bifolium)
Tierarten:
Schutzziele: Erhaltung und Entwicklung eines naturnahen Bergsenkungsgewässers mit angrenzenden feuchten Röhricht-, Gebüsch- und Waldlebensräumen als Trittstein- und Refugiallebensraum insbesondere für wassergebundene Tierarten
Gefährdungen:
  • Angelsport, Fischerei
  • Eutrophierung
  • Fischzucht, Fischbesatz (FI)
  • Nutzungsaenderung (LW)
  • Trittschaden an Vegetation
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Beschraenkung der Fischereiausuebung
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Gruenlandnutzung beibehalten
  • Gruenlandnutzung extensivieren
  • Vermeidung Eutrophierung
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