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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Sanderoth (DO-026)

Objektbezeichnung:

NSG Sanderoth

Kennung:

DO-026

Ort: Dortmund
Kreis: Dortmund
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 23,55 ha
Offizielle Fläche: 23,60 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2005
Inkraft: 2005
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Schutzzweck:
Die Festsetzung als Naturschutzgebiet ist nach § 20 Buchstaben a), b) und c) LG erforderlich, insbesondere
- zur Erhaltung und Entwicklung von Lebensstätten und -gemeinschaften von gefährdeten und
seltenen wildlebenden Tierarten und wildwachsenden Pflanzenarten und -gesellschaften,
- zur Erhaltung der vorhandenen Landschaftsstruktur wegen ihrer Seltenheit und ihrer besonderen
Eigenart,
- um Schutz des Klimas und der Lufthygiene.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4411-0067
Kennung:

BK-4411-0067

Objektbezeichnung:

NSG Sanderoth

Link zur Karte: BK-4411-0067
Objektbeschreibung: Das NSG Sanderoth, ein Freiflächenkomplex zwischen Dortmund-Scharnhorst und DO-Derne, umfasst im wesentlichen einen kleinen Eichenwald mit angrenzendem Feuchtbiotop, ergänzt durch eine große Ackerfläche. Zentrales Schutzobjekt ist der zumeist schichtenreiche, siedlungsnahe Eichenmischwald mit überwiegend mittlerem Baumholz. Hainbuchen und Traubenkirschen im Unterstand schaffen differenzierte Waldbilder. In der Krautschicht dominieren örtlich Brennesseln und Brombeeren, repräsentativ für die siedlungsnahen Wälder des Kulturraums. Eine kleine Parzelle innerhalb des Eichenmischwaldes ist von Pappeln bestanden. In der Südhälfte des Schutzgebietes liegen innerhalb eines Biotopkomplexes mit lichtem, hochstaudenreichem Sukzessionsgebüsch (mit großflächig dominierender Goldrute) vernäßte Bereiche. Der ausgedehnte Acker westlich dieses Feuchtbiotopes wird annähernd diagonal von dem Sunderngraben durchzogen, der von einem nitro- und hygrophilen Hochstaudensaum gesäumt wird. Das NSG Sanderoth ist ein lokal wertvoller Refugial- und Trittsteinbiotop im Freiflächensystem des von Siedlungsflächen geprägten Dortmunder Nordens. Aufgewertet wird der Wald-Offenland-Biotopkomplex durch ein größeres, junges, naturnah gestaltetes Stillgewässer unmittelbar westlich (=außerhalb) des Schutzgebietes. Hauptschutzziel ist der Erhalt der strukturreichen, siedlungsnahen Eichenmischwaldinsel, ergänzt durch ein ökologisches Entwicklungskonzept für die großflächige Ackerfläche.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (9,61 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Auenwaelder (nicht FFH-LRT) <NAX0> (0,51 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Feldgehoelze (nicht FFH-LRT) <NBA0> (1,20 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Nass- und Feuchtgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NEC0> (0,21 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (0,50 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • Bruch- und Sumpfwaelder (0,51 ha)
  • Seggen- und binsenreiche Nasswiesen (0,21 ha)
Biotoptypen:
  • Buchen-Eichenmischwald <AB1> (9,61 ha)
  • Pappelwald <AF0> (2,00 ha)
  • Feldgehoelz aus einheimischen Baumarten <BA1> (1,20 ha)
  • Graben <FN0> (0,50 ha)
  • Acker <HA0> (9,50 ha)
  • Weiden-Bruchwald <yAE3> (0,51 ha)
  • Nass- und Feuchtwiese <yEC1> (0,21 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense)
  • Asch-Weide (Salix cinerea subsp. cinerea)
  • Blaugruene Binse (Juncus inflexus (subsp. inflexus))
  • Breitblaettriger Rohrkolben (Typha latifolia)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Brombeere unbestimmt (Rubus spec.)
  • Echte Nelkenwurz (Geum urbanum)
  • Echte Zaunwinde (Calystegia sepium)
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Flattergras (Milium effusum)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Gaense-Fingerkraut (Potentilla anserina)
  • Gemeiner Beinwell (Symphytum officinale)
  • Gewoehnliche Goldnessel Sa. (Galeobdolon luteum agg.)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Hohe Weide (Salix rubens (S. alba x fragilis))
  • Riesen-Goldrute (Solidago gigantea)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Rote Johannisbeere Sa. (Ribes rubrum agg.)
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Schilf (Phragmites australis (subsp. australis))
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Segge unbestimmt (Carex spec.)
  • Silber-Weide (Salix alba (subsp. alba))
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Sumpf-Vergissmeinnicht Sa. (Myosotis scorpioides agg.)
  • Traubenkirsche (Prunus padus)
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Wasser-Minze (Mentha aquatica)
  • Wasserdost (Eupatorium cannabinum (subsp. cannabinum))
  • Weissdorn unbestimmt (Crataegus spec.)
  • Wiesen Knaeuelgras Sa. (Dactylis glomerata agg.)
  • Winter-Linde (Tilia cordata)
  • Zottiges Weidenroeschen (Epilobium hirsutum)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt eines Biotopkomplexes aus Eichenmischwaldes und hygrophilem, nutzungsfreiem Skkzessionsgebüsch (Sekundärwald) und ökologische Optimierung durch Biotop-Aufwertung der großflächigen Ackerfläche
Gefährdungen:
  • Einwanderung, Ausbreitung Neophyten
  • Isolationseffekt
  • Siedlung, Flaechenverbrauch
  • Stoerungs-, Eutrophierungszeiger
Maßnahmen:
  • Anlage von Biotopen
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
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