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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Mechtenberg (E-005)

Objektbezeichnung:

NSG Mechtenberg

Kennung:

E-005

Ort: Essen
Kreis: Essen
Bezirksregierung: Düsseldorf
Digitalisierte Fläche: 29,77 ha
Offizielle Fläche: 30,10 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1989
Inkraft: 1992
Außerkraft: 9999
Schutzziel: - zur Erhaltung eines erdgeschichtlich bedeutsamen Objektes
(Zeugenberg),
- zur Erhaltung einer markanten, landschaftspraegenden Bergkuppe,
- aus wissenschaftlichen und naturgeschichtlichen Gruenden
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4508-0077
Kennung:

BK-4508-0077

Objektbezeichnung:

Am Mechtenberg

Link zur Karte: BK-4508-0077
Objektbeschreibung: Das Gebiet befindet sich ganz im osten des Essener Stadtgebietes an der Grenze zu Gelsenkirchen. Es umfasst einen 'Zeugenberg' mit der sich langsam wieder entwickelnden typischen Vegetation. Die Abgrenzung des Objekts erfolgt daher auch aus geologischen Gründen. Der Untergrund besteht überwiegend aus Sanden, auf denen sich an der Westseite ein Standort mit Arten der Magerrasen zu entwickeln beginnt. Auf der Kuppe steht ein Robinienhain um einen Aussichtsturm. Der Weg zum Turm wird von einer Baumreihe aus Linden gesäumt. Der Rest des Gebietes besteht aus Fettwiese mit schmalen Gebüschstreifen sowie Ackerland. Im Nordwesten ist eine Streuobstwiese angelegt worden. Angrenzend an das Gebiet befindet sich intensiv genutztes Ackerland sowie Wohnbebauung und ein Gewerbegebiet. Wertbestimmend ist der gesamte Biotopkomplex, da er für die Region seltene Biotoptypen enthält (Magerstandort). Auch die reiche Kleinstruktur macht ihn wertvoll für viele Tier- und Pflanzenarten der offenen Agrarlandschaft, da er ein wichtiges Rückzugsareal darstellt. Das gesamte Gebiet ist daher hoch repräsentativ und somit besonders schützenswert im Sinne der Schutzzielkonzeption für den Naturraum. Beeinträchtigungen sind durch Düngerdrift von den angrenzenden Ackerflächen sowie durch Trittschäden und Feuerstellen erkennbar. Das Gebiet hat wertvolle Funktion im Verbund der Magerstandorte im Bereich des östlichen Ruhrgebietes. Das Gebiet hat damit für den Biotopverbund eine besondere Bedeutung.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (4,32 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete linienfoermige Gehoelzstrukturen und Einzelbaeume <NBD0> (4,64 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Magergruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NED0> (3,19 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Obstbaumbestaende <NHK0> (1,45 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Birkenwald <AD0> (1,42 ha)
  • Robinienmischwald <AN1> (2,90 ha)
  • Gehoelzstreifen <BD3> (4,35 ha)
  • Baumreihe <BF1> (0,29 ha)
  • Fettwiese <EA0> (7,26 ha)
  • Magerwiese <ED1> (3,19 ha)
  • Acker <HA0> (8,42 ha)
  • Streuobstweide <HK3> (1,45 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Schachtelhalm (Equisetum arvense (subsp. arvense))
  • Blauroter Hartriegel (Cornus sanguinea)
  • Brombeere unbestimmt (Rubus spec.)
  • Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum)
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Holz-Apfel (Malus sylvestris)
  • Hunds-Rose (Rosa canina)
  • Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella)
  • Kornelkirsche (Cornus mas)
  • Robinie (Robinia pseudoacacia)
  • Rotes Straussgras (Agrostis capillaris)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schlehe (Prunus spinosa agg.)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Spitz-Wegerich (Plantago lanceolata)
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Winter-Linde (Tilia cordata)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt eines geologischen Objektes mit typischer Vegetation.
Gefährdungen:
  • Duengerdrift (LW)
  • Feuerstelle (SP)
  • Muellablagerung
  • Trittschaeden
Maßnahmen:
  • Absperrung, Auszaeunung von Flaechen
  • Beschraenkung der Duengung
  • Beseitigung von Muell
  • Verbot des Anzuendens von Feuer
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