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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Tal der Brambecke (EN-025)

Objektbezeichnung:

NSG Tal der Brambecke

Kennung:

EN-025

Ort: Ennepetal
Kreis: Ennepe-Ruhr-Kreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 43,94 ha
Offizielle Fläche: 43,97 ha
Flächenanzahl: 2
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1999
Inkraft: 2001
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Festsetzung als NSG erfolgt gemaess Paragraph 20a, c LG insbesondere
1. Zur Erhaltung von Lebensgemeinschaften und Lebensstaetten wildlebender, zum Teil
gefaehrdeten Pflanzen- und Tierarten.
Von besonderer Bedeutung sind
- Der ueberwiegend naturnahe Verlauf der Brambecke mit bachbegleitenden Ufergehoelzen,
- Die sehr vielseitig strukturierte Talaue mit brachgefallenen, nassen Gruenlandflaechen oder
extensiv genutzten Gruenlandflaechen mit einzelnen Weihern,
- Das verlassene Schiessgelaende mit groesseren Freiflaechen mit Hochstaudenfluren,
- Seitentaeler mit Quellbereichen, kleinen Bachlaeufen und begleitenden Kraut- und Gehoelz-
saeumen, teilweise aber auch ohne Gehoelzsaum,
- Einige Teiche an der Brambecke, noerdlich der Hoflage Duerholt. Einige Teiche werden nicht
mehr fischereilich genutzt.
- Talbegleitende, relativ naturnahe Laubwaldbestaende mit Quellbereichen und Siepen,
- Ehemaliger Steinbruch mit Teich und Rieselquelle an einem Seitensiepen im nordlichenTal,
- Zwei Steinbrueche mit strukturreichen Felswaenden im suedlichen Teil,
- Brachflaechen noerdlich der Hoflage Duerholt und bei Vosshoevel,
2. Wegen der Seltenheit des langgezogenen Bachtales, der besonderen Eigenart und hervorragen-
den Schoenheit aufgrund des Strukturreichtums.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4709-0070
Kennung:

BK-4709-0070

Objektbezeichnung:

NSG Tal der Brambecke

Link zur Karte: BK-4709-0070
Objektbeschreibung: Die BK-Fläche umfasst große Teile des NSG Tal der Brambecke, das sich zwischen Schwelm und Wuppertal-Beyenburg erstreckt. Das NSG enthält außer dem Unterlauf nahe der Bebauung den gesamten Bachlauf der Brambecke, dazu mehrere Seitentäler der Brambecke. Das Gebiet wird vom weitgehend naturnahen Fließgewässer und den Seitenbächen geprägt. Am Oberlauf wechseln genutzte und verbrachte Grünländer mit Laubwäldern ab. Die Fischteiche in der Nähe des Anwesens "Brille" werden noch genutzt. Bachbegleitende Laubwälder sind nur teilweise durch Wanderwege zugänglich. Östlich und südlich von Voßhövel wird der Bachlauf von brachgefallenen feuchten Grünlandflächen begleitet. Ein südlich von Wolfsegge entspringender Seitenbach fließt durch intensiv genutzte Pferdeweiden (nicht im NSG) der Brambecke zu. Von Osten fließt ein Seitenbach der Brambecke zu, dessen Hänge meist von Nadelwald bestockt waren, der vom Orkan Kyrill geworfen wurde. Ein Teilbereich wurde als Naturschutzmaßnahme vor wenigen Jahren von Fichten gerodet. Hier wird die Sukzession von der BS EN anhand zweier Transekte mit je vier Dauerbeobachtungsflächen analysiert. Der Mittellauf war früher durch einen Hammerteich überprägt, aber die Brambecke ist in den Nebenschluss gelegt worden. Unterhalb des Hammerteichs war früher militärisches Übungsgelände, von dem Schießwälle und offene Flächen übrig blieben. Diese offenen Flächen sind teils Feuchtwiesen und teils feuchte Hochstaudenfluren. Im Südwesten quert die Landstraße L 527 das Gebiet. Westlich dieser Straße wird das Grünland der Talaue genutzt. Schützenswert sind insbesondere die naturnahen Abschnitte der Brambecke und einzelner Seitenbäche, die bachbegleitenden Auenwälder und Feuchtgrünländer sowie der ehemalige Hammerteich und ein kleiner Teich im Tal des o. g. östlichen Seitenbachs. Das Gebiet hat große Bedeutung durch seine vielfältigen Biotopstrukturen, die der Vernetzung im Biotopverbund und vielen seltenen Arten als Habitat dienen. Entwicklungsziele sind insbesondere die regelmäßige Pflege der Grünländer in der Aue der Brambecke, wozu Vertragsnaturschutz empfohlen wird, die Erhaltung der naturnahen Strukturen der Fließgewässer, der Erhalt der beiden vorgenannten Teiche und die maßvolle Nutzung der angrenzenden Wälder und Pferdeweiden. Außerdem sollte die Entwicklung des Tourismus überwacht werden, da zu viel Reiterei und Mountainbiking negativ für die Biozönose sind.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (1,81 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete waermeliebende Waelder (nicht FFH-LRT) <NAB0> (0,70 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Auenwaelder (nicht FFH-LRT) <NAX0> (0,29 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Gehoelzstrukturen <NB00-ung.> (0,20 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete flaechige Gebuesche und Baumgruppen <NBB0> (0,50 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete linienfoermige Gehoelzstrukturen und Einzelbaeume <NBD0> (0,21 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes mesophiles Wirtschaftsgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NE00> (3,90 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Nass- und Feuchtgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NEC0> (3,92 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Magergruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NED0> (1,30 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Stillgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFD0> (0,52 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Quellbereiche (nicht FFH-LRT) <NFK0> (0,26 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (0,92 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Felsen (nicht FFH-LRT) <NGA0> (0,20 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Saeume und Hochstaudenfluren (nicht FFH-LRT) <NK00> (0,20 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • Auwaelder (0,03 ha)
  • Fliessgewaesserbereiche (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (0,43 ha)
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (0,78 ha)
  • Eichen-Buchenmischwald <AA1> (0,20 ha)
  • Hainbuchen-Eichenmischwald <AB9> (0,70 ha)
  • Birkenwald <AD0> (0,77 ha)
  • Pappelwald auf Auenstandort <AF2> (0,26 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (0,78 ha)
  • Gebuesch, Strauchgruppe <BB0> (0,50 ha)
  • Baumreihe <BF1> (0,26 ha)
  • Einzelbaum <BF3> (0,21 ha)
  • Fettweide <EB0> (3,90 ha)
  • Nass- und Feuchtweide <EC2> (0,52 ha)
  • Magergruenland <ED0> (1,30 ha)
  • Gruenlandbrache <EE0> (0,50 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <EE3> (3,40 ha)
  • stehendes Kleingewaesser <FD0> (0,26 ha)
  • Fischteich <FF2> (0,52 ha)
  • Naturschutzteich <FF5> (0,50 ha)
  • Bachoberlauf im Mittelgebirge <FM1> (0,50 ha)
  • Silikatsteinbruch <GC2> (0,20 ha)
  • Gewaesserbegleitender feuchter Saum bzw. linienf. Hochstaudenflur <KA2> (0,20 ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
  • Bachbegleitender Erlenwald <yAC5> (0,03 ha)
  • Teich <yFF0> (0,02 ha)
  • Bach <yFM0> (0,10 ha)
  • Bachoberlauf im Mittelgebirge <yFM1> (0,31 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense)
  • Acker-Witwenblume (Knautia arvensis)
  • Adlerfarn (Pteridium aquilinum (subsp. aquilinum))
  • Arktische Binse (Juncus arcticus)
  • Besenginster (Cytisus scoparius)
  • Blutwurz (Potentilla erecta (subsp. erecta))
  • Breitblaettrige Stendelwurz Sa. (Epipactis helleborine agg.)
  • Breitblaettriger Rohrkolben (Typha latifolia)
  • Brennender Hahnenfuss (Ranunculus flammula (subsp. flammula))
  • Brombeere unbestimmt (Rubus spec.)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Druesiges Springkraut (Impatiens glandulifera)
  • Echte Brunnenkresse (Nasturtium officinale)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Faulbaum (Frangula alnus (subsp. alnus))
  • Fichte (Picea abies)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Fuchs' Greiskraut (Senecio ovatus)
  • Gaensebluemchen (Bellis perennis)
  • Gegenblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium)
  • Gemeine Braunelle (Prunella vulgaris)
  • Gemeine Pestwurz (Petasites hybridus (subsp. hybridus))
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gemeiner Blutweiderich (Lythrum salicaria)
  • Gemeiner Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)
  • Gemeines Ferkelkraut (Hypochaeris radicata (subsp. radicata))
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnliche Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)
  • Gewoehnlicher Hohlzahn (Sa.) (Galeopsis tetrahit agg.)
  • Gewoehnliches Leinkraut (Linaria vulgaris)
  • Grosse Bibernelle (Pimpinella major)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum)
  • Hain-Vergissmeinnicht (Myosotis nemorosa)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Hexenkraut unbestimmt (Circaea spec.)
  • Himbeere (Rubus idaeus)
  • Hunds-Rose (Rosa canina)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Korb-Weide (Salix viminalis)
  • Krauser Ampfer (Rumex crispus (subsp. crispus))
  • Kriechender Arznei-Baldrian (Valeriana excelsa subsp. excelsa)
  • Ohr-Weide (Salix aurita)
  • Rasen-Schmiele Sa. (Deschampsia cespitosa agg.)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Rotes Straussgras (Agrostis capillaris)
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schnabel-Segge (Carex rostrata (subsp. rostrata))
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarz-Pappel (Populus nigra)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Schwimmendes Laichkraut (Potamogeton natans)
  • Spitzbluetige Binse (Juncus acutiflorus (subsp. acutiflorus))
  • Spitzlappiger Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Sumpf-Helmkraut (Scutellaria galericulata)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides)
  • Torfmoos unbestimmt (Sphagnum spec.)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wald-Schachtelhalm (Equisetum sylvaticum)
  • Wasser-Knoeterich (Persicaria amphibia)
  • Wasser-Minze (Mentha aquatica)
  • Wasser-Sumpfkresse (Rorippa amphibia)
  • Wasserdost (Eupatorium cannabinum (subsp. cannabinum))
  • Wasserpfeffer-Knoeterich (Persicaria hydropiper)
  • Wiesen-Baerenklau (Heracleum sphondylium)
  • Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea)
  • Wiesen-Glockenblume (Campanula patula (subsp. patula))
  • Wiesen-Kuemmel (Carum carvi)
  • Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Zitter-Pappel (Populus tremula)
  • Zottiges Weidenroeschen (Epilobium hirsutum)
Tierarten:
  • Bergmolch (Triturus alpestris)
  • Blaufluegel-Prachtlibelle (Calopteryx virgo)
  • Fadenmolch (Triturus helveticus)
  • Geburtshelferkroete (Alytes obstetricans)
  • Glaenzende Smaragdlibelle (Somatochlora metallica)
  • Grasfrosch (Rana temporaria)
  • Ohrfoermige Glasschnecke (Eucobresia diaphana)
  • Rauhe Windelschnecke (Columella aspera)
  • Teichmolch (Triturus vulgaris)
Schutzziele: Erhalt eines naturnahen, reich strukturierten Bachtales
Gefährdungen:
  • Duengerdrift (LW)
  • Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung zu intensiv (LW)
  • Kahlschlag, unsachgemaesser Holzeinschlag (FW)
  • Trittschaeden
Maßnahmen:
  • Beschraenkung der Duengung
  • extensive Beweidung
  • kein Kahlschlag
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
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