Titel:

Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


Logo:

Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


Suche:


Schriftmenü:

Schriftgrösse: ||

Inhalt:

Naturschutzgebiet Kermeter <EU> (EU-041)

Objektbezeichnung:

NSG Kermeter <EU>

Kennung:

EU-041

Ort: Schleiden
Kreis: Euskirchen
Bezirksregierung: Köln
Digitalisierte Fläche: 1.267,35 ha
Offizielle Fläche: 1.267,09 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1994
Inkraft: 2004
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Schutzzweck:
Die Festsetzung als Naturschutzgebiet erfolgt gemäß § 20 a), b), c) LG, insbesondere
- zur Erhaltung, Förderung und Wiederherstellung der Lebensgemeinschaften und Lebensstätten
von seltenen und gefährdeten sowie landschaftsraumtypischen Tier- und Pflanzenarten in einem
großen, zusammenhängenden und weitgehend unzerschnittenen Waldgebiet,
- zur Erhaltung, Förderung und Wiederherstellung der Lebensstätten von störungsempfindlichen,
seltenen und gefährdeten sowie schaftsraumtypischen Tier- und Pflanzenarten in großen zusam-
menhängenden Waldökosystemen,
- zur Erhaltung und Entwicklung natürlicher Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse gemäß
Anhang I der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Le-
bensräume sowie der wildlebenden Pflanzen und Tiere (FFH-Richtlinie) (prioritäre Lebensräume
sind fett gedruckt) mit ihrer typischen Flora und Fauna in ihren verschiedenen Entwicklungsstufen
Altersphasen und in ihrer standörtlich typischen Variationsbreite:
- Erhaltung und Entwicklung großflächigzusammenhängender, naturnaher Hainsimsen-Buchenwälder
(9110) und Waldmeister-Buchenwälder (9130) mit ihrer typischen Fauna (auch für den Grauspecht,
Schwarzspecht, und Brutplätze für Schwarz- und Rotmilan) und Flora in ihren verschiedenen Entwick-
lungsstufen / Altersphasen und in ihrer standörtlich typischen Variationsbreite, inklusive ihrer Vor-
wälder, Gebüschstadien und Staudenfluren sowie ihrer Waldränder
- Erhaltung und Entwicklung naturnaher, meist krautreicher Labkraut-Eichen-Hainbuchenwälder
(9170) mit ihrer typischen Fauna (z.B. Mittelspecht) und Flora in ihren verschiedenen Entwicklungs-
stufen/Altersphasen und in ihrer standörtlich typischen Variationsbreite, inklusive ihrer Vorwälder,
Gebüschstadien und Staudenfluren sowie ihrer Waldränder,
- Erhaltung und Entwicklung naturnaher Schlucht- und Hangmischwälder (9180) mit ihrer typischen
Fauna und Flora in ihren verschiedenen Entwicklungsstufen/ Altersphasen und in ihrer standörtlich
typischen Variationsbreite, inklusive ihrer Vorwälder, Gebüsche und Staudenfluren sowie Waldränder,
- Erhaltung und Entwicklung bachbegleitender Erlen-Eschenwälder mit ihrer typischen Fauna und
Flora in ihren verschiedenen Entwicklungsstufen/Alterphasen und in ihrer standörtlich typischen
Variationsbreite, inkl. Ihrer Vorwälder und Staudenfluren sowie ihrer lebensraumtypischen Grund-
wasser- und Überflutungsverhältnisse,
- Erhaltung und Entwicklung naturnaher Silikat-felsen (8220) mit ihrer typischen Vegetation und Fauna
sowie der Silikatfelskuppen (8230) mit ihrer typischen Pioniervegetation und Fauna, z.B. der Mauerei-
dechse,
- Erhaltung und Entwicklung naturnaher Silikatschutthalden (8150) mit ihrer typischen Vegetation und
Fauna,
- Erhaltung und Entwicklung naturnaher Fließgewässer mit Unterwasservegetation, (3260) einschlies-
slich ihrer Fisch-, Benthos- und sonstigen gewässertypischen Fauna, des typischen Gewässer-
chemismus sowie der natürlichen Dynamik, Struktur und Durchgängigkeit. Das Schutzziel bezieht
auch die Kontaktbiotope in der Aue mit ein,
- Erhaltung und Entwicklung artenreicher Flachlandmähwiesen (6510) sowie Berg-Mähwiesen (6520)
mit ihrer charakteristischen Vegetation und Fauna,
- Erhaltung und Entwicklung typisch ausgebildeter trockener Heiden (4030) mit ihrer charakteristischen
Vegetation und Fauna,
- Erhaltung und Entwicklung artenreicher Borstgrasrasen (6230) mit ihrer charakteristischen Vegetation
und Fauna,
- zur Erhaltung folgender wildlebender Vogelarten gemäß Anhang I der Richtlinie 79/409/EWG des Rates
vom 2. April 1979 über die Erhaltung wildlebender Vogelarten (Vogelschutz-Richtlinie)
- Eisvogel
- Mittelspecht
- Neuntöter
- Rotmilan
- Uhu
- Schwarzmilan
- Grauspecht
- Schwarzspecht
- zur Erhaltung von Arten der Anhänge II und IV der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992
zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Pflanzen und Tiere (FFH-Richtlinie),
insbesondere Fledertieren und Wildkatze
- aus naturwissenschaftlichen, natur- und landeskundlichen Gründen und wegen der biogeographi-
schen Bedeutung,
- wegen der Seltenheit, der besonderen Ei-genart und der hervorragenden Schönheit des Gebietes,
welches geprägt ist durch
- ein abwechslungsreiches Landschaftsbild mit einem Mosaik aus unterschiedlichen natürlichen Biotop-
typen und kulturraumtypischen Nutzungsstrukturen,
- das Vorkommen von charakteristischen und vollständigen Biotopausbildungen, die eine große
Struktur- und Biotopvielfalt und einen hohen Verzahnungsgrad mit seltenen und geschützten Biotop-
typen aufweisen,
- Vorkommen von seltenen und spezialisierten Tier- und Pflanzenarten,
- Bedeutung des Gebietes im Biotopverbund zu anderen Schutzgebieten von besonderer Bedeutung,
- zur Entwicklung eines Laubwaldgebietes mit extensiv genutzten Grünlandflächen mit dem für natürliche
Laubwaldgesellschaften typischen Artenspektrum,
- zur Überführung der Altersklassenbestände in naturnahe Laubwälder mit einem kleinflächigen natür-
lichen Mosaik der verschiedenen Altersstufen und standörtlicher Variationen.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-5304-515
  • BK-5304-905
  • BK-5304-909
Kennung:

BK-5304-515

Objektbezeichnung:

NSG Kermeter

Link zur Karte: BK-5304-515
Objektbeschreibung: Der Kermeter, ein schmaler Hoehenzug, liegt im spitzen Winkel zwischen Urft- und Rurtalsperre. Er ist Teil des mehr als 500 m hohen devonischen Schiefergebirgsrumpfes, der im Nordosten des Gebietes auf Buntsand- steinkonglomerat uebergreift. Die schmale Rumpfflaeche ist durch flach- wannige Dellen wellig geformt und randlich durch die Seitentaeler von Urft und Rur in Riedel und Taeler zerlegt. Besonders die Seitentaeler der Urft sind eng und steilhaengig. Mehr oder weniger magere Bodenverhaeltnisse, v.a. auf Buntsandstein sowie auf den flachgruendigen Kuppen, Ruecken und Haengen des Schiefer- gebirges. Lokal tritt Fels zutage: am unteren Urfttalhang oberhalb Malsbenden und am linken Hang des Gr. Boettenbaches. In den Dellen der Hochflaeche liegt Pseudogley mit Staunaesse, am Grund der Taeler Gley mit hoch stehendem Grundwasser. Bis auf kleine Rodungsinseln ist der Kermeter mit Wald bedeckt. Da- runter grosse Laubwaelder: im Westteil des Gebietes (nordwestl. Lorbach) ausgedehnte Hainsimsen-Buchen-Hallenwaelder mit vorwiegend spaer- licher Strauch- und Krautschicht, z.T. mit beigemischten Eichen (z.B. in den Bereichen Hellberg, Lorbach). Diese Waelder stehen der poten- tiellen natuerlichen Vegetation nahe. Auf den steilen, flachgruendigen Talhaengen oberhalb von Gemuend und Malsbenden grossflaechig bodensaure, durchwachsende Traubeneichen-Niederwaelder, z.T. mit Buchen oder Hainbuchen. Am Hangfuss stellenweise Eichen-Hainbuchen- Niederwald (z.B. beim Gemuendener Freibad, im Wehrbusch oberhalb Malsbenden). Die Eichen zeichnen sich durch rel. ueppige epiphytische Flechtenvegetation aus (hohe Deckungsgrade von Evernia spec., Pseudo- vernia spec., sowie Bartflechten: Usnea spec.). Die Laubwaelder werden mehr und mehr durch Nadelhoelzer ersetzt. Zu- nehmend breiten sich Fichten aus, die schon grosse Flaechen einnehmen. Neben grossflaechigen jungen und mittelalten Bestaenden auch hochstaemmiges Fichtenaltholz (nahe Teich am oberen Lorbach). Ferner grosse Waldkiefernforste mit flaechendeckender Krautschicht aus Heidel- beere oder Adlerfarn, v.a. auf Buntsandstein im NO des Gebietes. Fast alle Baeche des Kermeter sind naturnah erhalten (Ausnahmen: Unterer Kl. Boettenbach, Bergerbach). Gewundener, oertlich maeandrierender Lauf in schottrigen, z.T. kiesigen, stellenweise grusig-sandigen Betten mit moosbewachsenen Grobschottern, lokalen Felsstufen, kleinen Kaskaden und Kolken. Bachbegleitend niedrigwuechsige Ufervegetation mit kleinen Quell- suempfen und Quellfluren. Nur an einigen Baechen ist der Erlensaum er- halten, auf der sumpfigen Talsohle des unteren Gr. Boettenbaches lokal verbreitert, am Heimbach, Schafbach und linkem Nebenbach naturnah ver- mischt mit Eichen und Birken. Am Gr. Scheuerbach lokal Ahorn-Schluchtwald. Einige Baeche entspringen im Wald mit Sickerquellen und intakten Milz- krautfluren (z.B. rechter Seitenbach des Amselbaches), andere in Quell- suempfen mit Birken und/oder Erlen (Lorbach, Schafbach mit Seiten- bach), wieder andere am Rand von Gruenland mit Maedesuess-, Wald- simsen- und Flutschwadenbestaenden (Amselbach, Gr. Boettenbach, Lompigbach, Bergerbach). An vielen Baechen kleine Stauteiche. Zwei werden am Gr. Boettenbach (im Ziegenbenden) noch als Fischteiche genutzt, die uebrigen verlanden mit Flutschwaden-, Igelkolbenroehricht und Weidengebuesch. Wertvolle Libellen- und Amphibiengewaesser, aber negativ fuer die Bachfauna, da im Hauptschluss gelegen. Negativ auch die Bestockung vieler Bachsaeume und Talsohlen mit Fichten, vielfach auf ehemaligem Talgruenland (Amselbach, oberer u. unterer Lorbach mit Seitenbaechen, mittlerer Gr. Boettenbach u.a.). In juengster Zeit wurden einige Bachsaeume freigeschlagen. An den Urftseitenbaechen oertlich kleine Feucht- und Magerweiden. Z.T. noch bewirtschaftet (am oberen Amselbach, oberen Gr. Boettenbach, oberen Kl. Boettenbach), z.T. brachgefallen oder als Wildwiese genutzt (am mittleren Lorbach, Lompigbach, Gr. Scheuerbach). Vereinzelt kleine feuchte bis magere Waldwiesen, z.T. mit Quellsuempfen, Flatterbinsen- und Flutschwadenbestaenden. Grossflaechiges Gruenland um die Rodungsinsel Wolfsgarten, kleinflaechiges bei Forsthaus Mariawald, Forsthaus Wolfsgarten (Fettweiden, z.T. ausmagernd) und bei Haus Kerme- ter (z.T. extensiv genutzte Magerweiden). In Wolfsgarten alte baeuerliche Wohnbebaung, angrenzend viele Neubauten mit Ziergaerten. Das NSG sollte nach W bis zur Urft erweitert werden und Teile des Truppenuebungsplatzes Vogelsang einbeziehen. Dort liegt naturnahe Land- schaft mit wertvollen Laubwaeldern, u.a. bachbegleitendem Erlenwald (unteres Boettenbachtal) und Schluchtwald (unteres Hohenbachtal), sowie vielen Felsabstuerzen und Klippen mit typischer Felsvegetation.
Kennung:

BK-5304-905

Objektbezeichnung:

NSG Kermeter

Link zur Karte: BK-5304-905
Objektbeschreibung: Der Kermeter, ein schmaler Hoehenzug, liegt im spitzen Winkel zwischen Urft- und Rurtalsperre. Er ist Teil des mehr als 500 m hohen devonischen Schiefergebirgsrumpfes, der im Nordosten des Gebietes auf Buntsand- steinkonglomerat uebergreift. Die schmale Rumpfflaeche ist durch flach- wannige Dellen wellig geformt und randlich durch die Seitentaeler von Urft und Rur in Riedel und Taeler zerlegt. Besonders die Seitentaeler der Urft sind eng und steilhaengig. Mehr oder weniger magere Bodenverhaeltnisse, v.a. auf Buntsandstein sowie auf den flachgruendigen Kuppen, Ruecken und Haengen des Schiefer- gebirges. Lokal tritt Fels zutage: am unteren Urfttalhang oberhalb Malsbenden und am linken Hang des Gr. Boettenbaches. In den Dellen der Hochflaeche liegt Pseudogley mit Staunaesse, am Grund der Taeler Gley mit hoch stehendem Grundwasser. Bis auf kleine Rodungsinseln ist der Kermeter mit Wald bedeckt. Da- runter grosse Laubwaelder: im Westteil des Gebietes (nordwestl. Lorbach) ausgedehnte Hainsimsen-Buchen-Hallenwaelder mit vorwiegend spaer- licher Strauch- und Krautschicht, z.T. mit beigemischten Eichen (z.B. in den Bereichen Hellberg, Lorbach). Diese Waelder stehen der poten- tiellen natuerlichen Vegetation nahe. Auf den steilen, flachgruendigen Talhaengen oberhalb von Gemuend und Malsbenden grossflaechig bodensaure, durchwachsende Traubeneichen-Niederwaelder, z.T. mit Buchen oder Hainbuchen. Am Hangfuss stellenweise Eichen-Hainbuchen- Niederwald (z.B. beim Gemuendener Freibad, im Wehrbusch oberhalb Malsbenden). Die Eichen zeichnen sich durch rel. ueppige epiphytische Flechtenvegetation aus (hohe Deckungsgrade von Evernia spec., Pseudo- vernia spec., sowie Bartflechten: Usnea spec.). Die Laubwaelder werden mehr und mehr durch Nadelhoelzer ersetzt. Zu- nehmend breiten sich Fichten aus, die schon grosse Flaechen einnehmen. Neben grossflaechigen jungen und mittelalten Bestaenden auch hochstaemmiges Fichtenaltholz (nahe Teich am oberen Lorbach). Ferner grosse Waldkiefernforste mit flaechendeckender Krautschicht aus Heidel- beere oder Adlerfarn, v.a. auf Buntsandstein im NO des Gebietes. Fast alle Baeche des Kermeter sind naturnah erhalten (Ausnahmen: Unterer Kl. Boettenbach, Bergerbach). Gewundener, oertlich maeandrierender Lauf in schottrigen, z.T. kiesigen, stellenweise grusig-sandigen Betten mit moosbewachsenen Grobschottern, lokalen Felsstufen, kleinen Kaskaden und Kolken. Bachbegleitend niedrigwuechsige Ufervegetation mit kleinen Quell- suempfen und Quellfluren. Nur an einigen Baechen ist der Erlensaum er- halten, auf der sumpfigen Talsohle des unteren Gr. Boettenbaches lokal verbreitert, am Heimbach, Schafbach und linkem Nebenbach naturnah ver- mischt mit Eichen und Birken. Am Gr. Scheuerbach lokal Ahorn-Schluchtwald. Einige Baeche entspringen im Wald mit Sickerquellen und intakten Milz- krautfluren (z.B. rechter Seitenbach des Amselbaches), andere in Quell- suempfen mit Birken und/oder Erlen (Lorbach, Schafbach mit Seiten- bach), wieder andere am Rand von Gruenland mit Maehdesuess-, Wald- simsen- und Flutschwadenbestaenden (Amselbach, Gr. Boettenbach, Lompigbach, Bergerbach). An vielen Baechen kleine Stauteiche. Zwei werden am Gr. Boettenbach (im Ziegenbenden) noch als Fischteiche genutzt, die uebrigen verlanden mit Flutschwaden-, Igelkolbenroehricht und Weidengebuesch. Wertvolle Libellen- und Amphibiengewaesser, aber negativ fuer die Bachfauna, da im Hauptschluss gelegen. Negativ auch die Bestockung vieler Bachsaeume und Talsohlen mit Fichten, vielfach auf ehemaligem Talgruenland (Amselbach, oberer u. unterer Lorbach mit Seitenbaechen, mittlerer Gr. Boettenbach u.a.). In juengster Zeit wurden einige Bachsaeume freigeschlagen. An den Urftseitenbaechen oertlich kleine Feucht- und Magerweiden. Z.T. noch bewirtschaftet (am oberen Amselbach, oberen Gr. Boettenbach, oberen Kl. Boettenbach), z.T. brachgefallen oder als Wildwiese genutzt (am mittleren Lorbach, Lompigbach, Gr. Scheuerbach). Vereinzelt kleine feuchte bis magere Waldwiesen, z.T. mit Quellsuempfen, Flatterbinsen- und Flutschwadenbestaenden. Grossflaechiges Gruenland um die Rodungsinsel Wolfsgarten, kleinflaechiges bei Forsthaus Mariawald, Forsthaus Wolfsgarten (Fettweiden, z.T. ausmagernd) und bei Haus Kerme- ter (z.T. extensiv genutzte Magerweiden). In Wolfsgarten alte baeuerliche Wohnbebaung, angrenzend viele Neubauten mit Ziergaerten. Das NSG sollte nach W bis zur Urft erweitert werden und Teile des Truppenuebungsplatzes Vogelsang einbeziehen. Dort liegt naturnahe Land- schaft mit wertvollen Laubwaeldern, u.a. bachbegleitendem Erlenwald (unteres Boettenbachtal) und Schluchtwald (unteres Hohenbachtal), sowie vielen Felsabstuerzen und Klippen mit typischer Felsvegetation
Kennung:

BK-5304-909

Objektbezeichnung:

NSG Kermeter (siehe unter Bemerkungen)

Link zur Karte: BK-5304-909
Objektbeschreibung: Der Kermeter, ein schmaler Hoehenzug, liegt im spitzen Winkel zwischen Urft- und Rurtalsperre. Er ist Teil des mehr als 500 m hohen devonischen Schiefergebirgsrumpfes, der im Nordosten des Gebietes auf Buntsand- steinkonglomerat uebergreift. Die schmale Rumpfflaeche ist durch flach- wannige Dellen wellig geformt und randlich durch die Seitentaeler von Urft und Rur in Riedel und Taeler zerlegt. Besonders die Seitentaeler der Urft sind eng und steilhaengig. Mehr oder weniger magere Bodenverhaeltnisse, v.a. auf Buntsandstein sowie auf den flachgruendigen Kuppen, Ruecken und Haengen des Schiefer- gebirges. Lokal tritt Fels zutage: am unteren Urfttalhang oberhalb Malsbenden und am linken Hang des Gr. Boettenbaches. In den Dellen der Hochflaeche liegt Pseudogley mit Staunaesse, am Grund der Taeler Gley mit hoch stehendem Grundwasser. Bis auf kleine Rodungsinseln ist der Kermeter mit Wald bedeckt. Da- runter grosse Laubwaelder: im Westteil des Gebietes (nordwestl. Lorbach) ausgedehnte Hainsimsen-Buchen-Hallenwaelder mit vorwiegend spaer- licher Strauch- und Krautschicht, z.T. mit beigemischten Eichen (z.B. in den Bereichen Hellberg, Lorbach). Diese Waelder stehen der poten- tiellen natuerlichen Vegetation nahe. Auf den steilen, flachgruendigen Talhaengen oberhalb von Gemuend und Malsbenden grossflaechig bodensaure, durchwachsende Traubeneichen-Niederwaelder, z.T. mit Buchen oder Hainbuchen. Am Hangfuss stellenweise Eichen-Hainbuchen- Niederwald (z.B. beim Gemuendener Freibad, im Wehrbusch oberhalb Malsbenden). Die Eichen zeichnen sich durch rel. ueppige epiphytische Flechtenvegetation aus (hohe Deckungsgrade von Evernia spec., Pseudo- vernia spec., sowie Bartflechten: Usnea spec.). Die Laubwaelder werden mehr und mehr durch Nadelhoelzer ersetzt. Zu- nehmend breiten sich Fichten aus, die schon grosse Flaechen einnehmen. Neben grossflaechigen jungen und mittelalten Bestaenden auch hochstaemmiges Fichtenaltholz (nahe Teich am oberen Lorbach). Ferner grosse Waldkiefernforste mit flaechendeckender Krautschicht aus Heidel- beere oder Adlerfarn, v.a. auf Buntsandstein im NO des Gebietes. Fast alle Baeche des Kermeter sind naturnah erhalten (Ausnahmen: Unterer Kl. Boettenbach, Bergerbach). Gewundener, oertlich maeandrierender Lauf in schottrigen, z.T. kiesigen, stellenweise grusig-sandigen Betten mit moosbewachsenen Grobschottern, lokalen Felsstufen, kleinen Kaskaden und Kolken. Bachbegleitend niedrigwuechsige Ufervegetation mit kleinen Quell- suempfen und Quellfluren. Nur an einigen Baechen ist der Erlensaum er- halten, auf der sumpfigen Talsohle des unteren Gr. Boettenbaches lokal verbreitert, am Heimbach, Schafbach und linkem Nebenbach naturnah ver- mischt mit Eichen und Birken. Am Gr. Scheuerbach lokal Ahorn-Schluchtwald. Einige Baeche entspringen im Wald mit Sickerquellen und intakten Milz- krautfluren (z.B. rechter Seitenbach des Amselbaches), andere in Quell- suempfen mit Birken und/oder Erlen (Lorbach, Schafbach mit Seiten- bach), wieder andere am Rand von Gruenland mit Maehdesuess-, Wald- simsen- und Flutschwadenbestaenden (Amselbach, Gr. Boettenbach, Lompigbach, Bergerbach). An vielen Baechen kleine Stauteiche. Zwei werden am Gr. Boettenbach (im Ziegenbenden) noch als Fischteiche genutzt, die uebrigen verlanden mit Flutschwaden-, Igelkolbenroehricht und Weidengebuesch. Wertvolle Libellen- und Amphibiengewaesser, aber negativ fuer die Bachfauna, da im Hauptschluss gelegen. Negativ auch die Bestockung vieler Bachsaeume und Talsohlen mit Fichten, vielfach auf ehemaligem Talgruenland (Amselbach, oberer u. unterer Lorbach mit Seitenbaechen, mittlerer Gr. Boettenbach u.a.). In juengster Zeit wurden einige Bachsaeume freigeschlagen. An den Urftseitenbaechen oertlich kleine Feucht- und Magerweiden. Z.T. noch bewirtschaftet (am oberen Amselbach, oberen Gr. Boettenbach, oberen Kl. Boettenbach), z.T. brachgefallen oder als Wildwiese genutzt (am mittleren Lorbach, Lompigbach, Gr. Scheuerbach). Vereinzelt kleine feuchte bis magere Waldwiesen, z.T. mit Quellsuempfen, Flatterbinsen- und Flutschwadenbestaenden. Grossflaechiges Gruenland um die Rodungsinsel Wolfsgarten, kleinflaechiges bei Forsthaus Mariawald, Forsthaus Wolfsgarten (Fettweiden, z.T. ausmagernd) und bei Haus Kerme- ter (z.T. extensiv genutzte Magerweiden). In Wolfsgarten alte baeuerliche Wohnbebaung, angrenzend viele Neubauten mit Ziergaerten. Das NSG sollte nach W bis zur Urft erweitert werden und Teile des Truppenuebungsplatzes Vogelsang einbeziehen. Dort liegt naturnahe Land- schaft mit wertvollen Laubwaeldern, u.a. bachbegleitendem Erlenwald (unteres Boettenbachtal) und Schluchtwald (unteres Hohenbachtal), sowie vielen Felsabstuerzen und Klippen mit typischer Felsvegetation
Lebensraumtypen:
Geschützte Biotope (§62):
  • artenreiche Magerwiesen und -weiden (12,22 ha)
  • Auwaelder (48,89 ha)
  • Bruch- und Sumpfwaelder (24,45 ha)
  • Schlucht-, Blockhalden-, Hangschuttwaelder (12,22 ha)
  • Seggen- und binsenreiche Nasswiesen (24,45 ha)
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (236,86 ha)
  • Eichen-Buchenmischwald <AA1> (1,68 ha)
  • Nadelbaum-Buchenmischwald <AA4> (12,64 ha)
  • Eichenwald <AB0> (152,56 ha)
  • Buchen-Eichenmischwald <AB1> (12,64 ha)
  • Eichenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AB3> (25,29 ha)
  • Erlenwald <AC0> (12,64 ha)
  • Birkenwald <AD0> (12,64 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (355,27 ha)
  • Nadelbaum-Fichtenmischwald <AJ3> (37,93 ha)
  • Kiefernwald <AK0> (63,22 ha)
  • Kiefernmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AK1> (12,64 ha)
  • Nadelbaum-Kiefernmischwald <AK3> (25,29 ha)
  • Wald aus seltenen Nadelbaumarten <AL0> (0,05 ha)
  • Roteichenwald <AO0> (12,64 ha)
  • Eichen-Hainbuchenmischwald <AQ1> (13,06 ha)
  • Ahorn-/Lindenwald <AR0> (12,64 ha)
  • Laerchenwald <AS0> (25,29 ha)
  • Schlagflur <AT0> (12,64 ha)
  • Fettweide <EB0> (50,57 ha)
  • Magergruenland <ED0> (0,42 ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
  • Fettwiese, Flachlandausbildung (Glatthaferwiese) <xEA1> (12,22 ha)
  • Fettwiese, Mittelgebirgsausbildung (Goldhaferwiese) <xEA2> (12,22 ha)
  • Eichen-Auenwald <yAB7> (12,64 ha)
  • Erlen-Bruchwald <yAC4> (12,64 ha)
  • Bachbegleitender Erlenwald <yAC5> (0,42 ha)
  • Birken-Bruchwald <yAD4> (12,64 ha)
  • Ahorn-Schlucht- bzw. Hangschuttwald <yAR2> (12,64 ha)
  • Erlen-Ufergehoelz <yBE2> (12,64 ha)
  • Nass- und Feuchtwiese <yEC1> (12,22 ha)
  • Nass- und Feuchtweide <yEC2> (0,42 ha)
  • Magerweide <yED2> (12,22 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <yEE3> (12,64 ha)
  • Fischteich <yFF2> (12,64 ha)
  • Fels, Felswand, -klippe <yGA0> (12,64 ha)
  • Hainbuchen-Eichenmischwald <zAB9> (12,22 ha)
  • Bachbegleitender Erlenwald <zAC5> (12,22 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Witwenblume (Knautia arvensis)
  • Aehrige Teufelskralle (Phyteuma spicatum)
  • Arznei-Thymian (Thymus pulegioides)
  • Aufgeblasenes Leimkraut (Silene vulgaris)
  • Bachbunge (Veronica beccabunga (subsp. beccabunga))
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Berg-Flockenblume (Centaurea montana (subsp. montana))
  • Berg-Lungenkraut (Pulmonaria montana (subsp. montana))
  • Berg-Platterbse (Lathyrus linifolius)
  • Berg-Weidenroeschen (Epilobium montanum)
  • Besenginster (Cytisus scoparius)
  • Besenheide (Calluna vulgaris)
  • Bitteres Schaumkraut (Cardamine amara)
  • Blauroter Hartriegel (Cornus sanguinea)
  • Blutwurz (Potentilla erecta (subsp. erecta))
  • Braunstieliger Streifenfarn (Asplenium trichomanes)
  • Brennender Hahnenfuss (Ranunculus flammula (subsp. flammula))
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Bueschel-Nelke (Dianthus armeria (subsp. armeria))
  • Busch-Windroeschen (Anemone nemorosa)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Echtes Labkraut (Galium verum (subsp. verum))
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Einbluetiges Perlgras (Melica uniflora)
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Einseitwendiges Kleingabelzahnmoos (Dicranella heteromalla)
  • Erdbeer-Fingerkraut (Potentilla sterilis)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Faulbaum (Frangula alnus (subsp. alnus))
  • Feld-Klee (Trifolium campestre)
  • Fichte (Picea abies)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Gegenblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium)
  • Gemeine Braunelle (Prunella vulgaris)
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gemeiner Dost (Origanum vulgare)
  • Gemeiner Frauenmantel Sa. (Alchemilla vulgaris agg.)
  • Gemeiner Froschloeffel (Alisma plantago-aquatica)
  • Gemeiner Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)
  • Gemeiner Schneeball (Viburnum opulus)
  • Gemeiner Tuepfelfarn (Polypodium vulgare)
  • Gemeines Ferkelkraut (Hypochaeris radicata (subsp. radicata))
  • Gemeines Kreuzbluemchen (Polygala vulgaris)
  • Gemeines Zittergras (Briza media (subsp. media))
  • Gewimpertes Kreuzlabkraut (Cruciata laevipes)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnliche Felsen-Fetthenne (Sedum rupestre (subsp. rupestre))
  • Gewoehnliche Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Gewoehnlicher Hornklee (Lotus corniculatus)
  • Gewoehnlicher Klettenkerbel (Torilis japonica)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Gewoehnliches Ruchgras (Anthoxanthum odoratum)
  • Glattes Habichtskraut (Hieracium laevigatum)
  • Glieder-Binse (Juncus articulatus (subsp. articulatus))
  • Goldhafer (Trisetum flavescens)
  • Grosse Bibernelle (Pimpinella major)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosse Sternmiere (Stellaria holostea)
  • Grosser Dornfarn (Dryopteris dilatata)
  • Grosser Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Haengende Segge (Carex pendula)
  • Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum)
  • Hain-Veilchen (Viola riviniana)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Heide-Nelke (Dianthus deltoides (subsp. deltoides))
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Heil-Ziest (Betonica officinalis (subsp. officinalis))
  • Herbst-Loewenzahn (Scorzoneroides autumnalis)
  • Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)
  • Hopfenklee (Medicago lupulina)
  • Hunds-Rose (Rosa canina)
  • Hundspetersilie (Aethusa cynapium)
  • Jakobs Greiskraut (Senecio jacobaea)
  • Kleine Bibernelle (Pimpinella saxifraga)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Kleiner Klee (Trifolium dubium)
  • Kleiner Sauerampfer (Rumex acetosella subsp. acetosella)
  • Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor)
  • Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella)
  • Kleinkoepfiger Pippau (Crepis capillaris)
  • Knaeuel-Binse (Juncus conglomeratus)
  • Knolliger Hahnenfuss (Ranunculus bulbosus (subsp. bulbosus))
  • Koerner-Steinbrech (Saxifraga granulata (subsp. granulata))
  • Krause Distel (Carduus crispus)
  • Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi (subsp. flos-cuculi))
  • Mandelblaettrige Wolfsmilch (Euphorbia amygdaloides (subsp. amygdaloides))
  • Mauerlattich (Mycelis muralis)
  • Mehlbeere (Sorbus aria)
  • Mittlerer Klee (Trifolium medium)
  • Moor-Birke (Betula pubescens)
  • Moor-Labkraut (Galium uliginosum)
  • Moschus-Malve (Malva moschata)
  • Nickendes Leimkraut (Silene nutans (subsp. nutans))
  • Noerdlicher Streifenfarn (Asplenium septentrionale (subsp. septentrionale))
  • Ohr-Weide (Salix aurita)
  • Pastinak (Pastinaca sativa)
  • Pfirsichblaettrige Glockenblume (Campanula persicifolia (subsp. persicifolia))
  • Purpur-Fetthenne (Hylotelephium telephium)
  • Quell-Sternmiere (Stellaria alsine)
  • Quirl-Weisswurz (Polygonatum verticillatum)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Riesen-Schwingel (Festuca gigantea)
  • Rippenfarn (Blechnum spicant)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Rotschwingel (Festuca rubra)
  • Rundblaettrige Glockenblume (Campanula rotundifolia)
  • Saat-Hohlzahn (Galeopsis segetum)
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Salbei-Gamander (Teucrium scorodonia)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Scharfer Hahnenfuss (Ranunculus acris)
  • Schlehe (Prunus spinosa agg.)
  • Schoenes Frauenhaarmoos (Polytrichum formosum)
  • Schoenes Johanniskraut (Hypericum pulchrum)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarze Teufelskralle (Phyteuma nigrum)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Schwimmendes Laichkraut (Potamogeton natans)
  • Silber-Weide (Salix alba (subsp. alba))
  • Spaete Wald-Trespe (Bromus ramosus)
  • Sparrige Segge (Carex muricata)
  • Spitz-Wegerich (Plantago lanceolata)
  • Spitzbluetige Binse (Juncus acutiflorus (subsp. acutiflorus))
  • Spring-Schaumkraut (Cardamine impatiens)
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris)
  • Sumpf-Hornklee (Lotus pedunculatus)
  • Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica)
  • Sumpf-Veilchen (Viola palustris (subsp. palustris))
  • Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides)
  • Taumel-Kaelberkropf (Chaerophyllum temulum)
  • Tollkirsche (Atropa bella-donna)
  • Trauben-Eiche (Quercus petraea (subsp. petraea))
  • Trauben-Holunder (Sambucus racemosa)
  • Vielbluetige Weisswurz (Polygonatum multiflorum)
  • Wald-Bingelkraut (Mercurialis perennis)
  • Wald-Erdbeere (Fragaria vesca)
  • Wald-Geissblatt (Lonicera periclymenum)
  • Wald-Gerste (Hordelymus europaeus)
  • Wald-Habichtskraut (Hieracium murorum)
  • Wald-Hainsimse (Luzula sylvatica)
  • Wald-Kiefer (Pinus sylvestris)
  • Wald-Rispengras (Poa chaixii)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wald-Schachtelhalm (Equisetum sylvaticum)
  • Wald-Schwingel (Festuca altissima)
  • Wald-Segge (Carex sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana)
  • Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
  • Waldmeister (Galium odoratum)
  • Wasser-Minze (Mentha aquatica)
  • Wechselblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium alternifolium)
  • Weide-Kammgras (Cynosurus cristatus)
  • Weinberg-Lauch Sa. (Allium vineale)
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
  • Wiesen Knaeuelgras (Dactylis glomerata)
  • Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea)
  • Wiesen-Fuchsschwanzgras (Alopecurus pratensis)
  • Wiesen-Kerbel (Anthriscus sylvestris)
  • Wiesen-Knoeterich (Bistorta officinalis (subsp. officinalis))
  • Wiesen-Labkraut (Galium mollugo)
  • Wiesen-Margerite Sa. (Leucanthemum vulgare agg.)
  • Wiesen-Pippau (Crepis biennis)
  • Wiesen-Platterbse (Lathyrus pratensis)
  • Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis var. pratensis)
  • Wiesen-Schwingel (Festuca pratensis)
  • Wiesen-Wachtelweizen (Melampyrum pratense)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
  • Zitter-Pappel (Populus tremula)
  • Zweigriffliger Weissdorn (Crataegus laevigata)
  • Zweizeilige Segge (Carex disticha)
Tierarten:
  • Admiral (Vanessa atalanta)
  • Agapetus spec. (Agapetus spec.)
  • Amsel (Turdus merula)
  • Apatania spec. (Apatania spec.)
  • Baetis spec. (Baetis spec.)
  • Baumpieper (Anthus trivialis)
  • Blaugruene Mosaikjungfer (Aeshna cyanea)
  • Brauner Waldvogel (Aphantopus hyperantus)
  • Buchfink (Fringilla coelebs)
  • Bunter Grashuepfer (Omocestus viridulus)
  • Buntspecht (Dendrocopos major)
  • Drusus annulatus (Drusus annulatus)
  • Dukatenfalter (Lycaena virgaureae)
  • Ecdyonurus venosus (Ecdyonurus venosus)
  • Eichelhaeher (Garrulus glandarius)
  • Erdkroete (Bufo bufo)
  • Fadenmolch (Triturus helveticus)
  • Feuerfalter (Lycaena phlaeas)
  • Fluss-Napfschnecke (Ancylus fluviatilis)
  • Fruehe Adonislibelle (Pyrrhosoma nymphula)
  • Gammarus fossarum (Gammarus fossarum)
  • Gartenbaumlaeufer (Certhia brachydactyla)
  • Geburtshelferkroete (Alytes obstetricans)
  • Gemeiner Grashuepfer (Chorthippus parallelus)
  • Gewoehnliche Strauchschrecke (Pholidoptera griseoaptera)
  • Grauschnaepper (Muscicapa striata)
  • Hohltaube (Columba oenas)
  • Hydropsyche spec. (Hydropsyche spec.)
  • Ixodes rizinus (Ixodes rizinus)
  • Kaisermantel (Argynnis paphia)
  • Kernbeisser (Coccothraustes coccosthraustes)
  • Kleiber (Sitta europaea)
  • Kohlmeise (Parus major)
  • Kuckuck (Cuculus canorus)
  • Leuctra spec. (Leuctra spec.)
  • Maeusebussard (Buteo buteo)
  • Moenchsgrasmuecke (Sylvia atricapilla)
  • Nachtigall-Grashuepfer (Chorthippus biguttulus)
  • Philopotamus montanus (Philopotamus montanus)
  • Planaria gonocephala (Planaria gonocephala)
  • Protonemura spec. (Protonemura spec.)
  • Rabenkraehe (Corvus corone corone)
  • Rehwild (Capreolus capreolus)
  • Rhithrogena semicolorata (Rhithrogena semicolorata)
  • Rhithrogena spec. (Rhithrogena spec.)
  • Ringeltaube (Columba palumbus)
  • Rotkehlchen (Erithacus rubecula)
  • Rotwild (Cervus elaphus)
  • Schwanzmeise (Aegithalos caudatus)
  • Schwarzspecht (Dryocopus martius)
  • Schwarzwild (Sus scrofa)
  • Sericostoma personatum (Sericostoma personatum)
  • Simulium spec. (Simulium spec.)
  • Singdrossel (Turdus philomelos)
  • Sperber (Accipiter nisus)
  • Sumpfmeise (Parus palustris)
  • Tagpfauenauge (Inachis io)
  • Trauerschnaepper (Ficedula hypoleuca)
  • Waldbrettspiel (Pararge aegeria)
  • Waldeidechse (Lacerta vivipara)
  • Waldlaubsaenger (Phylloscopus sibilatrix)
  • Weinbergschnecke (Helix pomatia)
  • Wintergoldhaehnchen (Regulus regulus)
  • Zaunkoenig (Troglodytes troglodytes)
Schutzziele: Erhaltung der Waldlandschaft des Kermeter mit grossflaechigen natur-
nahen Laubwaeldern, naturnahen Baechen, Quellen, Quellsuempfen und
natuerlichen Felsbildungen. Schutz vor weitergehender Aufforstung mit
Nadelholz.
Erhaltung und Entwicklung der Laubwaelder, Baeche, Quellen, Felsstand-
orte und extensiv genutzter Mager- und Feuchtgruenlaender auf den Ro-
dungsinseln zur Sicherung landschaftstypischer Lebensraeume
Gefährdungen:
  • Aufforstung
  • Aufschuettung
  • Beseitigung alter Baeume
  • Duengung
  • Entwaesserungsgraeben
  • Fischerei, Teichbau (FI)
  • Freizeitaktivitaeten
  • Gewaesserausbau
  • Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung zu intensiv (LW)
  • Hochspannungsleitung
  • intensive Forstwirtschaft (FW)
  • Kahlschlag, unsachgemaesser Holzeinschlag (FW)
  • militaerische Aktivitaeten
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • nicht einheimische Gehoelze (FW)
  • Quellfassung (WA)
  • Siedlung, Flaechenverbrauch
  • Verbuschung als unerwuenschte Sukzession
  • Wegebau
  • Zerschneidung durch Strassenbau
Maßnahmen:
  • Absperrung, Auszaeunung von Flaechen
  • Altholz erhalten
  • Beseitigung von Gehoelzen
  • der Sukzession ueberlassen
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Erhoehung des Laubholzanteils
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung
  • Gruenlandnutzung beibehalten
  • kein Gewaesserausbau
  • kein Kahlschlag
  • keine Aufforstung
  • keine Entwaesserung
  • naturnahe Gewaessergestaltung
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Totholz erhalten
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
  • Waldmantelentwicklung
  • Wiederherstellung von Biotopen
Die Kartenanwendung benötigt Javascript. Falls Sie diese Karte aufrufen möchten, schalten Sie in Ihrem Browser Javascript ein.