Titel:

Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


Logo:

Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


Suche:


Schriftmenü:

Schriftgrösse: ||

Inhalt:

Naturschutzgebiet Nonnenbach und Eichholzbach mit Seitentaelern (EU-092)

Objektbezeichnung:

NSG Nonnenbach und Eichholzbach mit Seitentaelern

Kennung:

EU-092

Ort: Dahlem
Kreis: Euskirchen
Bezirksregierung: Köln
Digitalisierte Fläche: 227,61 ha
Offizielle Fläche: 227,50 ha
Flächenanzahl: 3
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2001
Inkraft: 2003
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Festsetzung als NSG erfolgt gemaess Paragraph 20 a, b, c LG NW
insbesondere

- Zur Erhaltung und Entwicklung des Lebensraumes fuer mehrere nach der
Roten Liste in NRW gefaehrdete Tier- und Pflanzenarten,
- Zur Erhaltung und Optimierung des Gebietes als gut ausgepraegter Biotop-
komplex mit in NRW gefaehrdeten Biotoptypen,
- Wegen der besonderen Bedeutung des Gebietes aufgrund der Lage in der
Kernzone des Foerderprogrammes des Bundes zur "Errichtung und Sicherung
schutzwuerdiger Teile von Natur und Landschaft mit gesamtstaatlich repraesen-
tativer Bedeutung", hier des Projektes "Ahr 2000" als Gewaesserrandstreifenprogramm,
- Aufgrund der Einstufung entsprechend der Richtlinie Nr. 92/43 EWG des Rates
vom 21.05.1992 zur Erhaltung der natuerlichen Lebensraeume sowie der wild-
lebenden Tiere und Pflanzen (FFH-Richtlinie) geaendert durch die Richtlinie
92/62/EG des Rates vom 27.10.1997 sowie der Richtlinie Nr. 79/409/EWG
vom 02.04.1979 (Vogelschutzrichtlinie),
- Wegen der Bedeutung des Gebietes fuer die Errichtung eines zusammen-
haengenden oekologischen Netzes besonderer Schutzgebiete in Europa
(Natura 2000),
- Zur Erhaltung und Entwicklung von Lebensraeumen und Arten von
gemeinschaftlichem Interesse gemaess der FFH-Richtlinie oder der
Vogelschutzrichtlinie, insbesondere der Lebensraumtypen bzw. Arten
- 3260 Planare bis submontane Fliessgewaesser mit Unterwasservegetation,
- 6430 Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen Stufe,
- 7140 Uebergangs- und Schwingrasenmoore,
- 7120 Noch renaturierungsfaehige degradierte Hochmoore,
- 4010 Feuchte Heidegebiete mit Glockenheide,
- 91EO Auenwaelder mit Alnus glutinosa und fraxinus excelsior (Alno-Padion, Salicon albae),
- 9110 Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum),
- 9130 Waldmeister-Buchenwald (Aspergulo-Fagetum),
- 9170 Sternmieren -Eichen-Hainbuchenwald,
- A229 Eisvogel,
- A215 Uhu,
- A030 Schwarzstorch,
- A236 Schwarzspecht,
- A338 Neuntoeter,
- A074 Rotmilan,
- A234 Grauspecht,
- 1318 Teichfledermaus,
- 1324 Grosses Mausohr,
- 1163 Groppe,
- 1096 Bachneunauge,
- 1065 Skabiosen-Scheckenfalter.
- Zur Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung eines natuerlichen Fliessgewaesser-
systems und angrenzender Flaechen mit Wasserpflanzengesellschaften, Erlen- und
Weidenauwaeldern, Erlen- und Birkenbruchwaeldern, bachbegleitenden
Gehoelzbestaenden, Hochstaudenfluren, Roehrichten, Klein- und Grossseggenriedern,
Kalksuempfen, Kleinstmooren, Quellmulden mit typischen Quellfluren, Kleingewaessern,
Nass- und Feuchtgruenland, naehrstoffarmen Gruenlandflaechen, Magerwiesen und -weiden,
artenreichen Glatthaferwiesen, Kalkhalbtrockenrasen, waermeliebenden Saeumen,
Gruenlandbrachen, Ruderalfluren, Baumbestaenden, Hecken und Gebueschen sowie
naturnahen Buchenwaldgesellschaften,
- Zur Erhaltung des Lebens- und Rueckzugsraumes zahlreicher in ihrem Bestand bedrohter
Tier- und Pflanzenarten und deren Lebensgemeinschaften, insbesondere Fledermaus-,
Vogel-, und Insektenarten (z. B. Schmetterlinge), Amphibien und Reptilien, Fische,
Bachneunaugen und Benthosoorganismen,
- Wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart und hervorragenden Schoenheit
des naturnahen und maeandrierenden Verlauf des Mittelgebirgsbaches mit u. a.
Bruch- und Bachauenwaeldern,
- Bachbegleitenden Gehoelzbestaenden, Feucht- und Nasswiesen, ausgedehnten
Seggenbestaenden, Quellbereichen und Quellsuempfen in den Talauen und an-
grenzenden artenreichen extensiv genutzten Hangwiesen,
- Wegen einer landwirtschaftlich gepraegten Kulturlandschaft mit ihren naturraeumlich
typischen und historisch gewachsenen Landschaftsstrukturen,
- Wegen der Vorkommen von charakteristischen und vollstaendigen Biotopausbildungen,
einem hohen Natuerlichkeitsgrad und einer grossen Struktur- und Biotopvielfalt, die einen
hohen Verzahnungsgrad mit anderen Biotoptypen aufweisen,
- Wegen der Vorkommen an seltenen und spezialisierten Tier- und Pflanzenarten mit einer
ueberregional grossen Artenvielfalt.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-5505-062
  • BK-5505-069
  • BK-5605-803
  • BK-5605-904
Kennung:

BK-5605-803

Objektbezeichnung:

NSG Hochmoor auf dem Heidenkopf

Link zur Karte: BK-5605-803
Objektbeschreibung: Innerhalb ausgedehnter Fichtenforste findet sich auf dem Heidenkopf eine kleine offene Moorfläche als höchstgelegener Quellbereich des Eichholzbaches, die einen hochmoorartigen Charakter hat. Es handelt sich hier um die einzige zur Zeit im Kreis Euskirchen bekannte Hochmoorbildung. Die Vegetation des in fast 600 m Höhe gelegenen Gebietes besteht aus Glockenheide-Gesellschaft, einem Bereich mit Bult-Schlenken-Komplex und von Pfeifengras dominierter Feuchtheide. Im zentralen Hochmoorbereich sind gut ausgebildete Gesellschaften mit zahlreichen Arten anzutreffen, allerdings scheinen sich Wildschäden negativ auf den am Hang gelegenen und gegen Entwässerung besonders empfindlichen Moorkörper auszuwirken. Das Hochmoor dient als Refugium für atlantische, subatlantische und nordische Pflanzen und Pflanzengesellschaften, die teilweise selten oder gefährdet sowie pflanzengeographisch von Bedeutung sind. Folgende § 62-Biotoptypen treten im Gebiet auf: Moor (CA1).
Kennung:

BK-5605-904

Objektbezeichnung:

NSG Heidemoor am Heidenkopf

Link zur Karte: BK-5605-904
Objektbeschreibung: Innerhalb großer Fichtenforste liegt abgelegen am Fusse des Heidekopf III in etwa 550 m Höhe ein torfmoosreiches Heidemoor, möglicherweise auch ein Degenerationsstadium von Hochmoor, als höchstgelegener Quellbereich des von hier ausgehenden Mäusbaches. Die Moorbildung geht auf Stauhorizonte des hier über Grauwacke liegenden Buntsandsteins zurück. Der Aspekt wird zur Zeit vom Pfeifengras bestimmt. An einer großen, zentral gelegenen Wildschweinsuhle wird eine Torfmächtigkeit von mindestens einem halben Meter sichtbar. Das Moor ist bedeutend durch Vorkommen atlantischer und nordisch-borealer Pflanzen und Gesellschaften. Folgende § 62-Biotoptypen kommen im Gebiet vor: Moor (CA2).
Lebensraumtypen:
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Fichtenwald <AJ0> (0,55 ha)
  • Feuchtheide <DB0> (0,21 ha)
  • Bachoberlauf im Mittelgebirge <yFM1> (0,00 ha)
  • Hochmoor-, Torfmoos- bzw. Binsenaspekt <zCA1> (0,29 ha)
  • Hochmoor-Feuchtheideaspekt <zCA2> (0,20 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Aufsteigende Gelb-Segge (Carex demissa)
  • Beinbrech (Narthecium ossifragum)
  • Besenheide (Calluna vulgaris)
  • Blutwurz (Potentilla erecta (subsp. erecta))
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Echte Glockenheide (Erica tetralix)
  • Fichte (Picea abies)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Gemeines Kreuzbluemchen (Polygala vulgaris)
  • Geoehrtes Torfmoos (Sphagnum denticulatum)
  • Goldenes Frauenhaar (Polytrichum commune)
  • Harzer Labkraut (Galium saxatile)
  • Heide-Schlafmoos (Hypnum jutlandicum)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Hirse-Segge (Carex panicea)
  • Hochmoor-Schlitzkelchmoos (Odontoschisma sphagni)
  • Hunds-Straussgras (Agrostis canina)
  • Kahnblaettriges Torfmoos (Sphagnum palustre)
  • Kraehenbeere (Empetrum nigrum)
  • Mittleres Torfmoos (Sphagnum magellanicum)
  • Moosbeere (Vaccinium oxycoccos)
  • Pfeifengras (Molinia caerulea)
  • Quendel-Kreuzbluemchen (Polygala serpyllifolia)
  • Roetliches Torfmoos (Sphagnum rubellum)
  • Rundblaettriger Sonnentau (Drosera rotundifolia)
  • Scheiden-Wollgras (Eriophorum vaginatum)
  • Schmalblaettriges Wollgras (Eriophorum angustifolium)
  • Schnabel-Segge (Carex rostrata (subsp. rostrata))
  • Siebenstern (Trientalis europaea)
  • Sparrige Binse (Juncus squarrosus)
  • Spiess-Torfmoos (Sphagnum cuspidatum)
  • Spitzbluetige Binse (Juncus acutiflorus (subsp. acutiflorus))
  • Sumpf-Streifensternmoos (Aulacomnium palustre)
  • Truegerisches Torfmoos (Sphagnum fallax)
  • Vielbluetige Hainsimse (Luzula multiflora (subsp. multiflora))
  • Warziges Torfmoos (Sphagnum papillosum)
  • Zwiebel-Binse (Juncus bulbosus)
Tierarten:
Schutzziele: Sicherung und Entwicklung von Schönheit und Eigenart des Moor-Feuchtheide-Lebensraumes aus natur- und erdgeschichtlichen Gründen sowie zur Erhaltung des Lebensraumes zahlreicher seltener und z.T. gefährdeter Pflanzen- und TierartenSicherung und Entwicklung des Moor-Feuchtheidelebensraumes
Gefährdungen:
  • Aufforstung
  • Entwaesserung, Wasserentnahme, Wasserregime
  • unerwuenschte Sukzession
  • Wilddichte, zu hoch (JA)
Maßnahmen:
  • Beseitigung von Gehoelzen
  • Jagdausuebung beschraenken
  • keine Aufforstung
  • keine Entwaesserung
  • Vegetationskontrolle
  • Wilddichte reduzieren
Die Kartenanwendung benötigt Javascript. Falls Sie diese Karte aufrufen möchten, schalten Sie in Ihrem Browser Javascript ein.