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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Ruhruferstreifen am Golfplatz Oefte (E-009)

Objektbezeichnung:

NSG Ruhruferstreifen am Golfplatz Oefte

Kennung:

E-009

Ort: Essen
Kreis: Essen
Bezirksregierung: Düsseldorf
Digitalisierte Fläche: 7,51 ha
Offizielle Fläche: 10,80 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1989
Inkraft: 1992
Außerkraft: 9999
Schutzziel: - zur Erhaltung und Entwicklung der Uferbereiche als Lebensstaette,
Rast und Ueberwinterungsplatz fuer Wasser- und Watvoegel,
- zur Erhaltung zahlreicher Rote-Listen-Arten (Voegel),
- zur Entwicklung einer Amphibienpopulation,
- zur Erhaltung und Entwicklung einer naturnahen
Flussuferlandschaft,
- wegen der Seltenheit und besonderen Eigenart der Auenlandschaft,
- wegen der Eigenart und Schoenheit der Uferlandschaft als
gliederndes und belebendes Strukturelement
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4607-0007
Kennung:

BK-4607-0007

Objektbezeichnung:

Uferstreifen der Ruhr am Golfplatz Oefte

Link zur Karte: BK-4607-0007
Objektbeschreibung: Das Gebiet befindet sich am südlichen Ruhrufer zwischen Werden und Kettwig. Es umfasst einen schmalen Uferstreifen mit vorgelagerten Inseln entlang eines Golfplatzes. Der größte Teil des Uferstreifens wird von brachgefallenem Grünland eingenommen, das zum Teil dicht mit Neophyten bestanden ist. Weitere Teile weisen eine steile Böschung auf, an der Hecken und Reste eines Eichenmischwaldes mit Altholzanteil zu finden sind. Dem Ufer vorgelagert befinden sich zwei künstliche Inseln, in der Flachwasserzone haben sich Bestände der gelben Teichrose angesiedelt. Wertbestimmend ist der Uferbereich mit seiner abwechslungsreichen Struktur und den Versteck- und Futtermöglichkeiten für Wasservögel. Die Inseln sowie die Schwimmblattzone stellen wertvolle Refugien für viele Wasservögel dar. Das gesamte Gebiet ist besonders schützenswert im Sinne der Schutzzielkonzeption für den Naturraum. Gefährdungen sind in erster Linie durch starke Neophytenbesiedlung und Trittschäden zu erkennen. Vegetationskundlich wertvoll ist die Flachwasserzone mit ihrer Schwimmblattvegetation. Das Gebiet ist wertvoller Bestandteil der Uferschutzzonen entlang des Unterlaufs der Ruhr und hat herausragende Bedeutung für den Biotopverbund des Ballungsraumes.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete waermeliebende Waelder (nicht FFH-LRT) <NAB0> (0,35 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete linienfoermige Gehoelzstrukturen und Einzelbaeume <NBD0> (0,99 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Ufergehoelze (nicht FFH-LRT) <NBE0> (0,70 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Moore, Suempfe, Riede und Roehrichte (nicht FFH) auf Primärstandorten <NCA0-ung.> (0,07 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes mesophiles Wirtschaftsgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NE00> (3,92 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (1,00 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Buchen-Eichenmischwald <AB1> (0,35 ha)
  • Boeschungshecke <BD4> (0,92 ha)
  • Weiden-Ufergehoelz <BE1> (0,70 ha)
  • Einzelbaum <BF3> (0,07 ha)
  • Roehrichtbestand niedrigwuechsiger Arten <CF1> (0,07 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <EE3> (3,92 ha)
  • Mittelgebirgsfluss <FO1> (1,00 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Bittersuesser Nachtschatten (Solanum dulcamara)
  • Blauroter Hartriegel (Cornus sanguinea)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Druesiges Springkraut (Impatiens glandulifera)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Feld-Ulme (Ulmus minor)
  • Gelbe Teichrose (Nuphar lutea)
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Grau-Pappel (Populus canescens (P. alba x tremula))
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosse Sternmiere (Stellaria holostea)
  • Hain-Rispengras (Poa nemoralis)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum)
  • Hunds-Rose (Rosa canina)
  • Japan-Staudenknoeterich (Fallopia japonica)
  • Korb-Weide (Salix viminalis)
  • Mispel (Mespilus germanica)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Rote Taubnessel i.w.S. (Lamium purpureum)
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schlank-Segge (Carex acuta)
  • Schlehe (Prunus spinosa agg.)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Wasser-Schwaden (Glyceria maxima)
Tierarten:
Schutzziele: Erhaltung und Entwicklung der Uferbereiche als Schutzzone für Wasservögel
Gefährdungen:
  • Einwanderung, Ausbreitung Neophyten
  • Entnahme Altholz (FW)
  • Trittschaeden
Maßnahmen:
  • Absperrung, Auszaeunung von Flaechen
  • Altholz erhalten
  • Neophyten beseitigen
  • Vegetationskontrolle
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