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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Durbachtal (GL-010)

Objektbezeichnung:

NSG Durbachtal

Kennung:

GL-010

Ort: Kuerten
Kreis: Rheinisch-Bergischer Kreis
Bezirksregierung: Köln
Digitalisierte Fläche: 5,10 ha
Offizielle Fläche: 5,10 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1990
Inkraft: 2012
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Schutzgebietsausweisung erfolgt zur Erhaltung und Wiederherstellung eines natürlichen Bachverlaufes, von artenreichem Feucht- und Nassgrün-land, Brachen, Magerwiesen sowie eines ausgeprägten Quellsumpfes.
Im einzelnen werden folgende Schutz-zwecke festgesetzt
- Erhaltung und Entwicklung des extensiv genutzten, teils sehr arten- und strukturreichen Nass- und Feuchtgrünlandes
in der Talsohle sowie Seggen- und Binsenfluren des Quellsumpfes (§ 23 Abs. 1; Ziff. 1 u.3 BNatSchG).
- Sicherung der Funktion als Biotopverbundfläche (§ 21 Abs. 1 u. Abs. 3 Ziff. 2;3 BNatSchG).
- Erhaltung der besonderen Eigenart und hervorragenden Schönheit des naturnahen Bachtals mit einem ausgeprägten Quellsumpf . (§ 23 Abs.1 Ziff. 3 BNatSchG).
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4909-0048
  • BK-4909-0126
Kennung:

BK-4909-0048

Objektbezeichnung:

NSG Duhrbachtal

Link zur Karte: BK-4909-0048
Objektbeschreibung: Im obersten Talabschnitt des Duhrbachtales wächst in einer quelligen Mulde ein Mosaik aus ungestörtem Rasen- und Bulten- Grossseggenried. Das gut vernässte Seggenried wird von drei Quellbächen flächig durchrieselt, die sich ausserhalb des NSG in den Duhrbachsiefen vereinigen. Eine nördlich angrenzende ehemalige Weidefläche ist aus der Nutzung genommen und zeigt bereits Verbrachungserscheinungen. Sie ist unterteilt in den sehr nassen Schwemmbereich eines Rinnsals und eine leicht ansteigende trockenere Fläche. Ein nicht vernässter Streifen am Südrand des Seggenriedes wird von Adlerfarn eingenommen. Die gut ausgebildeten Seggenrieder sind in dieser Ausdehnung und Qualität sicherlich einmalig in dieser Region der Bergischen Hochflächen. Die artenreichen quelligen Rinnsale tragen ebenfalls zur Bedeutung dieses beachtenswerten kleinen Naturschutzgebietes bei.
Kennung:

BK-4909-0126

Objektbezeichnung:

NSG Duhrbachtal

Link zur Karte: BK-4909-0126
Objektbeschreibung: In einer Geländemulde nordwestlich von Oberduhr befindet sich ein aufgelassener Feuchtgrünlandkomplex aus einem Hochstaudenbestand und einem artenarmen Großseggenried, das teils rasen- (Sumpf-Segge), teils bultenartig wächst (Rispen-Segge). Am Ostrand fließt ein schmaler Wiesenbach entlang. Das Gebiet ist aufgrund seiner naturraumtypischen Ausprägung repräsentativ für die Bergischen Hochflächen. Besonders hervorzuheben ist die komplexförmige Vergesellschaftung der Biotoptypen unter Beteiligung von Großseggenrieden, die im Naturraum relativ selten sind. Das Feuchtgrünland besitzt aufgrund seiner isolierten Lage inmitten von Intensivgrünland insbesondere eine Refugial- und Trittsteinfunktion für Arten entsprechender Standorte. Der Bach ist Teil des Fließgewässerverbundsystems des Bergischen Landes und steht über die unteren Abschnitte des Duhrbachs mit dem Altenbach als Vorfluter im Verbund. Hauptentwicklungsziel sind der Erhalt und die Entwicklung des Feuchtgrünlands, vor allem durch extensive Mahd der Brache, sowie die Optimierung der Fließgewässerökologie durch Anlage eines gewässerbegleitenden Auwaldstreifens.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Moore, Suempfe, Riede und Roehrichte (nicht FFH) auf Primärstandorten <NCA0-ung.> (0,25 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Suempfe, Riede und Roehrichte (nicht FFH-LRT) <NCC0> (0,66 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Nass- und Feuchtgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NEC0> (0,39 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (0,04 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • Fliessgewaesserbereiche (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (0,04 ha)
  • Seggen- und binsenreiche Nasswiesen (0,68 ha)
Biotoptypen:
  • Schlagflur <AT0> (0,05 ha)
  • Gruenlandbrache <EE0> (0,05 ha)
  • Rasen-Grossseggenried <yCD1> (0,66 ha)
  • Bulten-Grossseggenried <yCD2> (0,25 ha)
  • Nasswiese <yEC1a> (0,21 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <yEE3> (0,18 ha)
  • Bachoberlauf im Mittelgebirge <yFM1> (0,04 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Adlerfarn (Pteridium aquilinum (subsp. aquilinum))
  • Arznei-Baldrian Sa. (Valeriana officinalis agg.)
  • Brombeere unbestimmt (Rubus spec.)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Gaense-Fingerkraut (Potentilla anserina)
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gemeiner Blutweiderich (Lythrum salicaria)
  • Gewoehnliche Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)
  • Gewoehnlicher Hohlzahn (Galeopsis tetrahit)
  • Gras-Sternmiere (Stellaria graminea)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Kletten-Labkraut (Galium aparine)
  • Kriechende Quecke (Elymus repens)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi (subsp. flos-cuculi))
  • Rispen-Segge (Carex paniculata (subsp. paniculata))
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Spitzbluetige Binse (Juncus acutiflorus (subsp. acutiflorus))
  • Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris)
  • Sumpf-Helmkraut (Scutellaria galericulata)
  • Sumpf-Hornklee (Lotus pedunculatus)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Labkraut (Galium palustre)
  • Sumpf-Schachtelhalm (Equisetum palustre)
  • Sumpf-Segge (Carex acutiformis)
  • Sumpf-Weidenroeschen (Epilobium palustre)
  • Wasserpfeffer-Knoeterich (Persicaria hydropiper)
  • Wiesen Knaeuelgras (Dactylis glomerata)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
Tierarten:
Schutzziele: Erhaltung und Wiederherstellung eines Quellsumpfes mit ungestörtem Rasen- und Bulten-Grossseggenried als im Naturraum seltene und gefährdete PflanzengesellschaftErhaltung und Pflege von Feuchtgrünland durch extensive Mahd sowie Verbesserung der Gewässerökologie durch Anlegen eines begleitenden Gehölzstreifens aus standortheimischen Bäumen, z.B. Schwarz-Erle (Alnus glutinosa).
Gefährdungen:
  • Aufforstung
  • Aufschuettung
  • Duengerdrift (LW)
  • Entwaesserung, Wasserentnahme, Wasserregime
  • Eutrophierung
  • unerwuenschte Sukzession
  • Verbuschung als unerwuenschte Sukzession
Maßnahmen:
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Mahd
  • keine Aufforstung
  • keine Entwaesserung
  • keine Fischteichanlage
  • Vermeidung Eutrophierung
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