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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Breibachtal (GL-014)

Objektbezeichnung:

NSG Breibachtal

Kennung:

GL-014

Ort: Kuerten
Kreis: Rheinisch-Bergischer Kreis
Bezirksregierung: Köln
Digitalisierte Fläche: 7,73 ha
Offizielle Fläche: 7,73 ha
Flächenanzahl: 2
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1990
Inkraft: 2012
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Schutzausweisung erfolgt zur Erhaltung und Entwicklung von naturnahen Auen-Lebensräumen mit Feucht- Nassgrünland, extensiv genutztem Grünland, Fließgewässer, Kleingewässer, Auengehölzen sowie einer Magergrünlandfläche am nördlichen Talhang.
Im einzelnen werden folgende Schutzzwecke festgesetzt:
- Erhaltung und Sicherung der gemäß § 30 BNatSchG i.V. mit § 62 LG- NW geschützten Biotope: Bruch-, Sumpf- und Auwälder; seggen- und binsenreiche Nasswiesen, Quellbereiche sowie natürliche und naturnahe Bereiche fließender und stehender Binnengewässer (§ 23 Abs. 1; Ziff. 1 BNatSchG).
- Schutz, Pflege und Entwicklung der an vorgenannte Mager- und Feuchtstandorte gebundene Lebensgemeinschaften sowie angepasster und seltener Tier- und Pflanzenarten (§ 23 Abs. 1; Ziff. 1 u.3 BNatSchG).
- Erhaltung und Entwicklung des Siefentals als typischen und vielgestaltigen Landschaftssauschnitt und offenen Talraum im siedlungsnahem Umfeld (§ 23 Abs.1 Ziff. 3 BNatSchG).
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4909-0109
  • BK-4909-0125
Kennung:

BK-4909-0109

Objektbezeichnung:

NSG Breibach-Tal

Link zur Karte: BK-4909-0109
Objektbeschreibung: Das Breibachtal zwischen Breibach und Broich ist ein von Offenland gekennzeichnetes breites Sohlental am Unterlauf des Breibaches kurz vor der Einmündung in die Kürtener Sülz. Das NSG umfasst die Talsohle mit Hochstauden-Feuchtbrachen, Feuchtweiden, Fettwiesen und Pferdestandweiden. Durch eine Straße getrennt befindet sich zudem im Norden am Unterhang eine Magerwiese. Auch wenn der Erhaltungszustand des Gebietes durch die intensive Beweidung und das Eindringen von Drüsigem Springkraut und Adlerfarn teilweise wenig zufriedenstellend ist, so repräsentiert es insgesamt ein wertvolles Relikt extensiver Grünlandbewirtschaftung im Bergischen Land. Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die räumliche Nachbarschaft von Feucht- und Magergrünland. Bach und Talaue sind vernetzt mit dem Tal der Kürtener Sülz als Vorfluter und damit ein Teil des Fließgewässerverbundsystems im Bergischen Land. Hauptentwicklungsziel sollte der Erhalt und die Entwicklung einer naturnahen Bachaue mit extensiven Grünlandflächen sein.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Nass- und Feuchtgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NEC0> (2,05 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Magergruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NED0> (0,73 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (0,18 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • Fliessgewaesserbereiche (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (0,18 ha)
  • Seggen- und binsenreiche Nasswiesen (2,05 ha)
Biotoptypen:
  • Sonstiger Laubmischwald einheimischer Arten (ohne dominante Art) <AG2> (0,16 ha)
  • Fettwiese, Flachlandausbildung (Glatthaferwiese) <EA1> (1,00 ha)
  • Fettweide, Neueinsaat <EB1> (0,61 ha)
  • Magerwiese <ED1> (0,73 ha)
  • Gruenlandbrache <EE0> (0,53 ha)
  • Nass- und Feuchtweide <yEC2> (0,36 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <yEE3> (1,69 ha)
  • Bachunterlauf im Mittelgebirge <yFM3> (0,18 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Brennender Hahnenfuss (Ranunculus flammula (subsp. flammula))
  • Bruch-Weide (Salix fragilis)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Druesiges Springkraut (Impatiens glandulifera)
  • Echte Nelkenwurz (Geum urbanum)
  • Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Gemeine Pestwurz (Petasites hybridus (subsp. hybridus))
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gewoehnliche Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)
  • Gewoehnlicher Hornklee (Lotus corniculatus)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Giersch (Aegopodium podagraria)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Korb-Weide (Salix viminalis)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Rotes Straussgras (Agrostis capillaris)
  • Rundblaettrige Glockenblume (Campanula rotundifolia)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Spitz-Wegerich (Plantago lanceolata)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Schachtelhalm (Equisetum palustre)
  • Vogel-Wicke (Vicia cracca)
  • Wasser-Minze (Mentha aquatica)
  • Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea)
  • Wiesen-Klee (Trifolium pratense)
  • Wilde Moehre (Daucus carota (subsp. carota))
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias)
Tierarten:
Schutzziele: Hauptschutzziel sollte in der Aue die extensive Grünlandbewirtschaftung durch Mahd der Feuchtbrachen und Zurückdrängen des Drüsigen Springkrauts als invasiver Neophyt sein sowie der Verzicht auf Beweidung (Pferdestandweide und Rinderbeweidung) und die Umstellung auf Mahd, so dass sich blütenreiches Grünland entwickeln kann. Im Norden am Unterhang ist eine Verbuschung und das Eindringen des Adlerfarns zu verhindern, um eine blütenreiche Magerwiese zu entwickeln und zu erhalten.
Gefährdungen:
Maßnahmen:
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