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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Olpebachtal (GL-016)

Objektbezeichnung:

NSG Olpebachtal

Kennung:

GL-016

Ort: Kuerten
Kreis: Rheinisch-Bergischer Kreis
Bezirksregierung: Köln
Digitalisierte Fläche: 25,06 ha
Offizielle Fläche: 5,20 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1990
Inkraft: 2012
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Schutzgebietsausweisung erfolgt zur Erhaltung und Entwicklung eines naturnahen weitläufigen Bachtals und Seitensiefen mit arten- und strukturreichen Grünlandflächen, Feucht- und Nassgrünland, Brachen, bachbegleitende Hochstauden-, Quell- und Pestwurzfluren, von Fließgewässern sowie Still- und Kleingewässern, strukturreicher Erlenufergehölze und naturnaher Auenwälder.
Im einzelnen werden folgende Schutzzwecke festgesetzt:
- Erhaltung und Entwicklung des weitläufigen, landschaftlich vielgestaltigen Bachtalsystems mit seiner hervorragenden Schönheit und Eigenart und besonderen Eignung für die Erholung in der Natur (§ 23 Abs.1 Ziff. 3 BNatSchG).
- Erhaltung und Sicherung der gemäß § 30 BNatSchG i.V. mit § 62 LG- NW geschützten Biotope: Bruch-, Sumpf- und Auwälder; seggen- und binsenreiche Nasswiesen, Quellbereiche sowie natürliche und naturnahe Bereiche fließender und stehender Binnengewässer (§ 23 Abs. 1; Ziff. 1 BNatSchG).
- Erhaltung und Entwicklung von artenreichen Grünlandflächen sowie Feucht- und Nassgrünland in der Talsohle als Lebensraum für angepasste Tier- und Pflanzenarten( § 23 Abs. 1; Ziff. 1 u.3 BNatSchG).
- Sicherung der Funktion als Biotopverbundfläche von regionaler herausragender Bedeutung (§ 21 Abs. 1 u. Abs. 3 Ziff. 2;3 BNatSchG).
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4909-0101
  • BK-4909-0102
  • BK-4909-0111
  • BK-4909-0120
  • BK-4909-0168
Kennung:

BK-4909-0111

Objektbezeichnung:

NSG Unteres Olpebach-Tal bzw. Olpebachtal

Link zur Karte: BK-4909-0111
Objektbeschreibung: Das NSG umfasst den unteren Talabschnitt des Olpebachs östlich von Sülze kurz vor der Einmündung in die Kürtener Sülz. In der Aue des naturnahe Baches existiert Feuchtgrünland in Form von flächigen, gewässerbegleitenden Hochstaudenfluren mit Pestwurz sowie Mädesüß-reichen Feuchtbrachen, die durch das Drüsige Springkraut als invasiver Neophyt beeinträchtigt sind. Das Gebiet ist als naturnahes Fließgewässer mit einer breiten Aue repräsentativ für die Bergischen Hochflächen. Besonders hervorzuheben sind die ausgedehnten, gewässerbegleitenden Hochstaudenfluren mit Pestwurz im Süden. Sie haben das Potenzial zur natürlichen Entwicklung von flächigen Erlenauwäldern. Der Bachabschnitt ist Teil des Gewässervernetzungssystems der Bergischen Hochflächen. Es steht im Norden mit dem Oberlauf des Olpebachs im Verbund und im Süden mit der Kürtener Sülz als Vorfluter. Hauptentwicklungsziel ist der Erhalt und die Förderung naturnaher Auenvegetation sowohl im Offenland- (Feuchtgrünland) als auch im Waldbereich (Erlenauwald). Hierzu gehört auch eine Entfernung von Fichtenriegeln in der Aue.
Lebensraumtypen:
  • Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe <6430> (1,40 ha)
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) <91E0> (0,11 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Nass- und Feuchtgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NEC0> (1,13 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (0,54 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • Auwaelder (0,11 ha)
  • Fliessgewaesserbereiche (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (1,94 ha)
  • Seggen- und binsenreiche Nasswiesen (1,13 ha)
Biotoptypen:
  • Sonstiger Laubmischwald einheimischer Arten (ohne dominante Art) <AG2> (0,59 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (0,11 ha)
  • Eichen-Hainbuchenmischwald <AQ1> (1,07 ha)
  • Neophytenflur <LB3> (0,46 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <yEE3> (1,13 ha)
  • Bachunterlauf im Mittelgebirge <yFM3> (0,54 ha)
  • Bachbegleitender Erlenwald <zAC5> (0,11 ha)
  • Gewaesserbegleitender feuchter Saum bzw. linienf. Hochstaudenflur <zKA2> (1,40 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Bruch-Weide (Salix fragilis)
  • Druesiges Springkraut (Impatiens glandulifera)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Gegenblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium)
  • Gemeine Pestwurz (Petasites hybridus (subsp. hybridus))
  • Gemeiner Beinwell (Symphytum officinale)
  • Gewoehnliche Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)
  • Giersch (Aegopodium podagraria)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Hain-Sternmiere (Stellaria nemorum)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Wasserdost (Eupatorium cannabinum (subsp. cannabinum))
  • Wiesen Knaeuelgras (Dactylis glomerata)
  • Wiesen-Baerenklau (Heracleum sphondylium)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
Tierarten:
Schutzziele: Vordringliches Schutzziel ist die Erhaltung, Wiederherstellung und Pflege naturnaher Auenlebensräume mit extensiv genutztem Feuchtgrünland durch extensive Mahd der Feuchtbrachen und Zurückdrängung des Drüsigen Springkrauts als invasiver Neophyt. An den aktuellen Standorten der gewässerbegleitenden Hochstaudenfluren empfiehlt sich eine freie Sukzession zu flächigen Erlenauwaldbeständen.
Gefährdungen:
Maßnahmen:
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