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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Langeloh-In der Hemke (HER-002)

Objektbezeichnung:

NSG Langeloh-In der Hemke

Kennung:

HER-002

Ort: Herne
Kreis: Herne
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 39,42 ha
Offizielle Fläche: 40,20 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1994
Inkraft: 1997
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Schutzzweck:
Die Schutzausweisung des ca. 39,2 ha großen Gebietes erfolgt gemäß § 20 a) und c) des Gesetzes
zur Sicherung des Naturhaushaltes und zur Entwicklung der Landschaft (Landschaftsgesetz - LG)
Nordrhein-Westfalen, insbesondere

- zum Erhalt und zur Entwicklung der Quellbereiche und der Bachläufe des Roßbaches und des
Hemker Baches und ihrer Auen;

- zur Erhaltung und Wiederherstellung der verschiedenen Feuchtbiotope, wie Röhrichte und
Hochstaudenfluren,

- zum Erhalt und zur Entwicklung der Lebensstätten zahlreicher, zum Teil gefährdeter Amphibien-,
Insekten- und Vogelarten,

- wegen der Seltenheit und besonderen Eigenart des Raumes,

- zum Erhalt von Böden, die im Hinblick auf ihre Regelungs- und Pufferfunktion bzw. ihre natürliche
Bodenfruchtbarkeit in erhöhtem Maße schutzwürdig sind,

- zum Erhalt des landesweit bedeutenden Geotopes "Quelle südlich des Wendehammers Kray"
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4409-0019
Kennung:

BK-4409-0019

Objektbezeichnung:

NSG Langeloh - In der Hemke

Link zur Karte: BK-4409-0019
Objektbeschreibung: Das NSG "Langeloh - In der Hemke" befindet sich im äußersten Südosten des Herner Stadtgebietes im landwirtschaftlich geprägten Raum zwischen den Städten Herne und Castrop-Rauxel. Das Gebiet umfasst das von Süd nach Nord verlaufende Bachtal des Rossbaches mit ausgedehnten, meist nassen Grünlandbrachen und Röhrichtbeständen sowie den von Westen zufließenden Hemkebach, die gehölzbestandenen Böschungskanten und angrenzende Bereiche, die teils von Laubwald, teils von Acker- und Grünlandflächen eingenommen werden. Es setzt sich auf Castrop-Rauxelerer Stadtgebiet mit dem 11,5 ha großen "NSG Langeloh" mit großen Röhrichtflächen und Buchen-Altwald fort. Der Rossbach entspringt im Süden des Gebietes in drei unterschiedlich ausgeprägten Sickerquellbereichen, der Bachlauf selbst ist erst ab dem nördlichen Quellzufluss als naturnah zu bezeichnen (zuvor weitgehend begradigt). Ab diesem Bereich wird die 30 bis 50 m breite Bachaue von Grünlandbrachen eingenommen, die im mittleren und nördlichen Gebietsteil meist stark vernässt bis quellig sind, und artenreiche Röhrichtbestände und Mädesüßfluren aufweisen. Ein kleiner Abschnitt wird gemäht, hier befindet eine Kohldistelwiese. Der von Westen zufließende, begradigte Hemkebach entspringt in einer Quellmulde in einem Buchen-Altwaldrest und verläuft durch Mähwiesenbereiche. Ein weiterer größerer, naturnaher und strukturreicher Eichen-Buchen-Altwald vom Typ des Flattergras-Buchenwaldes befindet sich östlich des Baches mit Althölzern bis 1 m Stammdurchmesser auf Braunerden. Ansonsten herrschen im Gebiet Gley- und Kolluvialböden vor. Gut ein Drittel des Gebietes wird von intensiv genutzten Grünlandflächen (Pferde-Standweiden, Mähwiesen, Lolium-Einsaatfläche) und von drei Ackerparzellen eingenommen. Diese Bereiche werden durch Gehölzstrukturen wie Böschungshecken, Baumreihen und ein kleines Feldgehölz teilweise gut gegliedert. Randlich befinden sich mehrere Gartengrundstücke. Neben den naturnahen Hallen-Buchenwaldflächen werden größere Flächen durch Roteichen- und Bergahornforste eingenommen, daneben sind Eschen-, Birken-, Eichen- und Hybridpappelbestände zu vermerken. Besonders die Quellbereiche, die naturnahen Bachabschnitte, die Röhricht- und Nassgrünlandflächen mit mehreren Kleingewässern sind als Lebensraum für mehrere Amphibienarten, u.a. den Feuersalamander, von großem Wert. Das NSG Langeloh - In der Hemke ist zusammen mit dem östlich angrenzenden "NSG Langeloh" und weiteren westlich gelegenen Gebieten im Osten von Herne für den Biotopverbund von herausragendem Wert. Im Gebiet kommen folgende Biotoptypen nach Paragraph 62 LG NRW vor: naturnahes Fließgewässer (FM0).Quellbereiche (FK2), naturnahes Stillgewässer (FD0), Sümpfe und Riede (CD0), Röhrichte (CF2), Nass- und Feuchtgrünland (EC1, EE3).
Lebensraumtypen:
  • Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum) <9110> (8,25 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (7,72 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Feldgehoelze (nicht FFH-LRT) <NBA0> (0,28 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete linienfoermige Gehoelzstrukturen und Einzelbaeume <NBD0> (0,78 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Ufergehoelze (nicht FFH-LRT) <NBE0> (0,11 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Suempfe, Riede und Roehrichte (nicht FFH-LRT) <NCC0> (0,38 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes mesophiles Wirtschaftsgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NE00> (6,00 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Nass- und Feuchtgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NEC0> (0,68 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Stillgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFD0> (0,01 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Quellbereiche (nicht FFH-LRT) <NFK0> (0,06 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (0,21 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • Fliessgewaesserbereiche (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (0,14 ha)
  • Quellbereiche (0,06 ha)
  • Roehrichte (0,34 ha)
  • Seggen- und binsenreiche Nasswiesen (0,68 ha)
  • stehende Binnengewaesser (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (0,01 ha)
  • Suempfe (0,04 ha)
Biotoptypen:
  • Eichenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AB3> (1,14 ha)
  • Birkenwald <AD0> (0,53 ha)
  • Weidenwald <AE0> (0,21 ha)
  • Pappelwald <AF0> (0,50 ha)
  • Eschenmischwald <AM1> (2,05 ha)
  • Roteichenmischwald <AO1> (5,40 ha)
  • Ahornmischwald <AR1> (3,80 ha)
  • Schlagflur <AT0> (0,18 ha)
  • Feldgehoelz <BA0> (0,28 ha)
  • Boeschungshecke <BD4> (0,11 ha)
  • Erlen-Ufergehoelz <BE2> (0,11 ha)
  • Baumreihe <BF1> (0,67 ha)
  • Fettwiese <EA0> (2,25 ha)
  • Fettwiese, Neueinsaat <EA3> (1,92 ha)
  • Fettweide <EB0> (1,82 ha)
  • Gruenlandbrache <EE0> (1,93 ha)
  • Bach <FM0> (0,08 ha)
  • Acker <HA0> (5,04 ha)
  • Garten, Baumschule <HJ0> (1,45 ha)
  • Eichen-Buchenmischwald <xAA1> (8,25 ha)
  • Grossseggenried <yCD0> (0,04 ha)
  • Roehrichtbestand hochwuechsiger Arten <yCF2> (0,34 ha)
  • Nass- und Feuchtwiese <yEC1> (0,03 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <yEE3> (0,65 ha)
  • stehendes Kleingewaesser <yFD0> (0,01 ha)
  • Sicker-, Sumpfquelle <yFK2> (0,06 ha)
  • Bach <yFM0> (0,14 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Adlerfarn (Pteridium aquilinum (subsp. aquilinum))
  • Aronstab (Arum maculatum)
  • Aufrechter Igelkolben (Sparganium erectum)
  • Bachbunge (Veronica beccabunga (subsp. beccabunga))
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Berg-Ulme (Ulmus glabra)
  • Bitteres Schaumkraut (Cardamine amara)
  • Bittersuesser Nachtschatten (Solanum dulcamara)
  • Breitblaettrige Stendelwurz (Epipactis helleborine)
  • Breitblaettriger Rohrkolben (Typha latifolia)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Druesiges Springkraut (Impatiens glandulifera)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flattergras (Milium effusum)
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Flutender Schwaden Sa. (Glyceria fluitans agg.)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Gelbe Schwertlilie (Iris pseudacorus)
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gemeiner Blutweiderich (Lythrum salicaria)
  • Gemeiner Schneeball (Viburnum opulus)
  • Gemeines Rispengras (Poa trivialis (subsp. trivialis))
  • Gewoehnliche Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Hopfen (Humulus lupulus)
  • Kleine Wasserlinse (Lemna minor)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Kohl(-Kratz)distel (Cirsium oleraceum)
  • Krauser Ampfer (Rumex crispus (subsp. crispus))
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Linde (unbestimmt) (Tilia spec.)
  • Pappel unbestimmt (Populus spec.)
  • Pfennigkraut (Lysimachia nummularia)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Riesen-Schachtelhalm (Equisetum telmateia)
  • Rispen-Segge (Carex paniculata (subsp. paniculata))
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Rot-Eiche (Quercus rubra)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Rote Johannisbeere (Ribes rubrum)
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Spitz-Ahorn (Acer platanoides)
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris)
  • Sumpf-Helmkraut (Scutellaria galericulata)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Schachtelhalm (Equisetum palustre)
  • Sumpf-Segge (Carex acutiformis)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides)
  • Sumpf-Wasserstern Sa. (Callitriche palustris agg.)
  • Teich-Schachtelhalm (Equisetum fluviatile)
  • Vielbluetige Weisswurz (Polygonatum multiflorum)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wasser-Minze (Mentha aquatica)
  • Wasser-Schwaden (Glyceria maxima)
  • Wasserdost (Eupatorium cannabinum (subsp. cannabinum))
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
  • Welsches Weidelgras (Lolium multiflorum)
  • Wiesen Knaeuelgras Sa. (Dactylis glomerata agg.)
  • Wiesen-Baerenklau (Heracleum sphondylium)
  • Wiesen-Fuchsschwanzgras (Alopecurus pratensis)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Zottiges Weidenroeschen (Epilobium hirsutum)
  • Zweiblaettrige Schattenblume (Maianthemum bifolium)
  • Zweizeilige Segge (Carex disticha)
Tierarten:
  • Gebaenderter Feuersalamander (Salamandra salamandra terrestris)
Schutzziele: Erhaltung und Optimierung eines Bachtales sowie eines Seitensiepens mit Quellbereichen, Kleingewässern, Seggenriedern, Röhrichtbeständen und Nassgrünland (-brachen) sowie naturnahen, altholzreichen Buchenwäldern als Lebensraum einer Vielzahl, teilweise gefährdeter Tier- und Pflanzenarten, u.a. für Amphibien wie den Feuersalamander und für Altholzbesiedler wie den Kleinspecht
Gefährdungen:
  • Duengung, zu intensiv (LW)
  • Entwaesserung, Wasserentnahme, Wasserregime
  • Eutrophierung (LW)
  • Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung zu intensiv (LW)
  • Gruenlandbewirtschaftung, Mahd zu intensiv (LW)
  • Muellablagerung
  • nicht einheimische Gehoelze (FW)
  • Stoerungs-, Eutrophierungszeiger
  • Umbruch, Umwandlung von Gruenland in Acker
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Beschraenkung der Duengung
  • Beseitigung von Muell
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Mahd
  • Gruenland anlegen, wiederherstellen
  • Gruenlandnutzung beibehalten
  • kein Gewaesserausbau
  • keine Aufforstung
  • keine Entwaesserung
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Totholz erhalten
  • Verbesserung der Wasserqualitaet
  • Vermeidung Eutrophierung
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