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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Bergehalde Pluto-Wilhelm (HER-003)

Objektbezeichnung:

NSG Bergehalde Pluto-Wilhelm

Kennung:

HER-003

Ort: Herne
Kreis: Herne
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 12,25 ha
Offizielle Fläche: 12,30 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2005
Inkraft: 2012
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Schutzausweisung des ca. 12,3 ha grossen Gebietes erfolgt gemaess
Paragraph 20 a) und c) LG, insbesondere

- Zum Erhalt des gut strukturierten Landschaftskomplexes, von Spontanwaeldern,
Laubwaldaufforstungen, Gehoelzstrukturen, Kleingewaessern, Hochstaudenfluren
und vegetationsfreien Bereichen. Von besonderer Bedeutung sind die Hochstauden-
fluren mit Anteilen unbewachsenen Bodens.
- Wegen der besonderen Bedeutung fuer die Naherholung,
- Wegen des Landschaftsbildes, das durch den Wechsel von Wald, Gehoelzen,
Brachflaechen und Wiesen gepraegt ist,
- Wegen des Vorkommens seltener Pflanzen- und Tierarten.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4408-0005
Kennung:

BK-4408-0005

Objektbezeichnung:

NSG Bergehalde Pluto-Wilhelm

Link zur Karte: BK-4408-0005
Objektbeschreibung: Im westlichen Stadtgebiet von Herne-Wanne erhebt sich die Bergehalde Pluto-Wilhelm bis zu 30 Meter über die durch Zechenbrachen, Gewerbeflächen, Siedlungen und Verkehrswege geprägte Umgebung. Der südliche und östliche Teil des Gebietes mit seinen terrassenförmigen Böschungen und Plateaubereichen wird von Birken-dominierten Pioniergehölzen im Dickungsalter eingenommen, im Südosten kommen auch etwas ältere Birken- und Bergahornbestände vor. Im Bereich der ost-geneigten Hänge sind kleinflächig in den lückigen Birken-Pionierbeständen offene Haldenbereiche mit fehlender oder sehr lückiger Vegetation vorhanden. Der besondere Wert des Gebietes ergibt sich aus den ausgedehnten, sehr artenreichen Hochstaudenfluren, die das Zentralplateau und den westlichen Gebietsteil einnehmen. Einzelne Bereiche zeigen hier bereits deutliche Verbuschungsinitialen mit vielen Hartriegel-, Weißdorn- und Rosenbüschen. Mehrere kleine Kiefern-Gruppen und -Reihen gliedern die Brachfluren, sollten jedoch vor einer absehbaren Ausbreitung der Kiefern entfernt werden. Im Norden fällt ein kleiner, ehemaliger Klärteich mit dichtem Schilf-Röhricht auf. Das Gebiet zeichnet sich in besonderer Weise durch das Vorkommen mehrerer gefährdeter Pflanzenarten aus, es ist darüber hinaus ein wertvoller Lebensraum für viele Schmetterlings- und Heuschreckenarten. Es ist auch für den Biotopverbund von herausragender Bedeutung. Im Gebiet kommen folgende Biotoptypen nach Paragraph 62 LG NRW vor: naturnahe Stillgewässer (FD0).
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (5,80 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Stillgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFD0> (0,04 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fels- und Rohbodenstandorte (nicht FFH) <NGA0-ung.> (0,15 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Brachflaechen (ausserhalb von landwirtschaftlichen Flaechen) <NHW0> (5,00 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • stehende Binnengewaesser (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (0,04 ha)
Biotoptypen:
  • Birkenwald <AD0> (0,30 ha)
  • Ahorn-/Lindenwald <AR0> (0,60 ha)
  • Vorwald, Pionierwald <AU2> (5,50 ha)
  • Gebuesch, Strauchgruppe <BB0> (0,50 ha)
  • Baumgruppe, Baumreihe <BF0> (0,20 ha)
  • Gruenlandbrache <EE0> (5,00 ha)
  • Bergehalde <HF1> (0,15 ha)
  • stehendes Kleingewaesser <yFD0> (0,04 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense)
  • Ahorn unbestimmt (Acer spec.)
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Blauroter Hartriegel (Cornus sanguinea)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Duerrwurz (Inula conyzae)
  • Echte Hundszunge (Cynoglossum officinale)
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Essigbaum (Rhus typhina)
  • Feld-Ahorn (Acer campestre)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Gaense-Fingerkraut (Potentilla anserina)
  • Gemeiner Beifuss (Artemisia vulgaris)
  • Gemeiner Natterkopf (Echium vulgare)
  • Gewoehnliche Kratzdistel (Cirsium vulgare (subsp. vulgare))
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Gewoehnlicher Hornklee (Lotus corniculatus)
  • Graue Teichbinse (Schoenoplectus tabernaemontani)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Hunds-Rose (Rosa canina)
  • Kanadisches Berufkraut (Erigeron canadensis)
  • Kiefer (unbestimmt) (Pinus spec.)
  • Kleine Klette Sa. (Arctium minus)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Land-Reitgras (Calamagrostis epigejos)
  • Linde (unbestimmt) (Tilia spec.)
  • Riesen-Goldrute (Solidago gigantea)
  • Robinie (Robinia pseudoacacia)
  • Rot-Eiche (Quercus rubra)
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Sanddorn (Hippophae rhamnoides)
  • Schilf (Phragmites australis (subsp. australis))
  • Schmalblaettriges Greiskraut (Senecio inaequidens)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Wald-Platterbse (Lathyrus sylvestris)
  • Wasserdost (Eupatorium cannabinum (subsp. cannabinum))
  • Wiesen Knaeuelgras Sa. (Dactylis glomerata agg.)
  • Wilde Moehre (Daucus carota (subsp. carota))
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Zierliches Tausendgueldenkraut (Centaurium pulchellum (subsp. pulchellum))
Tierarten:
Schutzziele: Erhaltung eines wertvollen Sekundärbiotops mit Spontanwäldern, Kleingehölzstrukturen, Kleingewässern, ausgedehnten, artenreichen Hochstaudenfluren und vegetationsfreien Bereichen als Refugial- und Trittsteinbiotop für eine Vielzahl, teilweise gefährdeter Tier- und Pflanzenarten im intensiv genutzten, urban-industriellen Umfeld
Gefährdungen:
  • Freizeitaktivitaeten
  • nicht einheimische Gehoelze (FW)
  • Verbuschung als unerwuenschte Sukzession
  • Wegebau
Maßnahmen:
  • Beschraenkung der Freizeitaktivitaeten
  • Beseitigung von Gehoelzen
  • Erhaltung der Gewaesser
  • keine wegebaulichen Massnahmen
  • Vegetationskontrolle
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