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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Ziegeleigrube Ennigloh (HF-021)

Objektbezeichnung:

NSG Ziegeleigrube Ennigloh

Kennung:

HF-021

Ort: Buende
Kreis: Herford
Bezirksregierung: Detmold
Digitalisierte Fläche: 4,64 ha
Offizielle Fläche: NaN ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1991
Inkraft: 1994
Außerkraft: 9999
Schutzziel: gemaess LG Paragraph 20,
- zur Erhaltung und Wiederherstellung eines Lebensraumes und
einzelner Lebensstaetten fuer in ihrem Bestand bedrohte wildlebende
Tier- und Pflanzenarten sowie deren Lebensgemeinschaften, es
handelt sich hier um eine ehemalige Tongrube mit z.T. hohen
Boeschungen, die sich zu einem wertvollen Sekundaerbiotop entwickelt
hat (Kreuzkroete, Kammolch). Sie verfuegt ueber bedrohte
Biotoptypen,
wie Hochstaudenfluren, Roehrichte, Stillgewaesser Einschliesslich
der Unterwasser- und Uferlebensgemeinschaften. Sie bilden einen
Rueckzugsraum fuer zahlreiche wildlebende Tier- und Pflanzenarten
in intensiv genutztem Umland,
- zur Erhaltung und weiteren Entwicklung eines fuer das Ravensberger
Huegellandes aeusserst wertvollen Sekundaerbiotopes mit hoher
Standort-
vielfalt
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-3717-220
Kennung:

BK-3717-220

Objektbezeichnung:

NSG Ziegeleigrube Ennigloh

Link zur Karte: BK-3717-220
Objektbeschreibung: Das NSG "Ziegeleigrube Ennigloh" befindet sich nordwestlich von Bünde-Ennigloh im Bereich einer ehemaligen Tongrube. Im Süden der stark eingetieften Abgrabungssohle findet sich ein größeres Stillgewässer mit Schwimmblattvegetation, am West- und am Ostrand befinden sich steile mit Laubgehölzen bestandene Böschungen. Im nördlichen Teil der Sohle stocken Gebüsche und Vorwälder. Im östlichen und im nördlichen Teil des Gebietes liegen zwei flache, überwiegend besonnte Kleingewässer. Nach Osten hin grenzt eine noch in Nutzung befindliche Tongrube, im Westen ein Bahndamm an das Gebiet. Nach Süden hin wird das NSG von einer kleineren Gewerbefläche begrenzt, nach Norden hin schließt sich das grünlandgenutzte Tälchen des Darmühlenbaches an. Besondere Bedeutung hat das Gebiet mit seinen fischfreien Stillgewässern vor allem als Amphibienbiotop. Aufgrund seiner Abgeschiedenheit und relativ schlechten Zugänglichkeit hat das Gebiet einen hohen Wert als Rückzugsgebiet für zahlreiche wildlebende Tierarten. Über eine Verbundachse ist das Gebiet an das FFH-Gebiet "Elseaue" angebunden. Nördlich an das Gebiet schließt sich das verzweigte Gewässersystem des Darmühlenbaches mit seinen Nebengewässern an. An den Mittelläufen finden sich zumeist Grünlandbänder, an den Oberläufen kleine Wäldchen und Feldgehölze. Etwa zwei Kilometer weiter östlich liegt im benachbarten Gewinghauser Bachtal das NSG "Benksunder Bruch". Das Gebiet sollte weitgehend sich selbst überlassen bleiben. Die beiden Kleingewässer im Osten sowie im Norden des Gebietes sollten bei Bedarf entschlammt werden und durch sporadischen Rückschnitt der sie umgebenden Gehölze vor übermäßiger Beschattung geschützt werden.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Gehoelzstrukturen <NB00-ung.> (0,13 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Feldgehoelze (nicht FFH-LRT) <NBA0> (2,42 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Stillgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFD0> (0,46 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Birkenwald <AD0> (0,80 ha)
  • Eschenmischwald <AM1> (0,13 ha)
  • Feldgehoelz aus einheimischen Baumarten <BA1> (2,42 ha)
  • Naturschutzteich <FF5> (0,02 ha)
  • Lehm-, Tonabgrabung <GD2> (0,50 ha)
  • Acker <HA0> (0,03 ha)
  • Randstreifen <KC0> (0,10 ha)
  • Abgrabungsgewaesser <yFG0> (0,45 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Hellerkraut (Thlaspi arvense)
  • Acker-Vergissmeinnicht (Myosotis arvensis)
  • Arznei-Baldrian Sa. (Valeriana officinalis agg.)
  • Breitblaettriger Rohrkolben (Typha latifolia)
  • Echte Nelkenwurz (Geum urbanum)
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Fuchs' Greiskraut (Senecio ovatus)
  • Geruchlose Kamille (Tripleurospermum perforatum)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Hain-Rispengras (Poa nemoralis)
  • Kanadische Wasserpest (Elodea canadensis)
  • Kleine Wasserlinse (Lemna minor)
  • Robinie (Robinia pseudoacacia)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Sonnenwend-Wolfsmilch (Euphorbia helioscopia)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht Sa. (Myosotis scorpioides agg.)
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Weisse Seerose (Nymphaea alba)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Wurmfarn Sa. (Dryopteris filix-mas agg.)
  • Zweiblaettrige Schattenblume (Maianthemum bifolium)
Tierarten:
Schutzziele: Schutz und Erhaltung eines Sekundärbiotopes als Lebensstätte und Rückzugsraum für zahlreiche in ihrem Bestand bedrohte wildlebende Tier- und Pflanzenarten sowie deren Lebensgemeinschaften in intensiv genutztem Umland.
Gefährdungen:
  • Abbau Ton
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • Verlandung als unerwuenschte Sukzession
Maßnahmen:
  • Ausweisung von Pufferzonen mit besonderen Auflagen
  • Entnahme nicht bodenstaendiger Gehoelze
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Pufferzone anlegen
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