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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Am Bocksbart (HSK-004)

Objektbezeichnung:

NSG Am Bocksbart

Kennung:

HSK-004

Ort: Meschede
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 3,00 ha
Offizielle Fläche: 2,70 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1950
Inkraft: 1994
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Gemaess LG Paragraph 20

- Erhaltung und Pflege einer Wacholderheide mit eingestreuten
Magerrasenflaechen aus landeskundlichen und wissenschaftlichen
Gruenden.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4615-0109
Kennung:

BK-4615-0109

Objektbezeichnung:

NSG Am Bocksbart

Link zur Karte: BK-4615-0109
Objektbeschreibung: Stark verbuschende Wacholderheide auf einem flachen Hügelrücken in der sanftwelligen Feldflur südöstlich von Wallen. Das Schutzgebiet Am Bocksbart gehört zu den "alten" Naturschutzgebieten des Hochsauerlandkreises. Im Zentrum steht eine stark verbuschte, hochgewachsene, vereinzelt auch zusammenbrechende Wacholderheide, durchsetzt von kleinen Freiflächen mit Magergrünland-Vegetation. Einzelne Eichen-Solitäre überragen die Heide. Der Wacholderhain wird von einem dichten Gehölz-Aufwuchs umgeben, so dass das kleine Schutzgebiet von außen den Charakter eines waldartigen Feldgehölzes annimmt. Die Wacholderheide ist aktuell umzäunt und wird (gelegentlich) von Schafen und Ziegen beweidet. Zum Zeitpunkt der Begehung wurde die Heide stark vom Faulbaum durchwachsen, der von den Schafen gemieden und somit (unerwünscht!) gefördert wird. Wacholderheiden sind äußerst seltene Relikte der historischen Landnutzung und im Hochsauerland nur noch kleinflächig anzutreffen. Die nachhaltige und effektive Pflege durch extensive Beweidung mit Ziegen und Schafen ist dringend geboten.
Lebensraumtypen:
  • Wacholderbestaende auf Zwergstrauchheiden oder Kalkhalbtrockenrasen <5130> (0,67 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Feldgehoelze (nicht FFH-LRT) <NBA0> (1,65 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete linienfoermige Gehoelzstrukturen und Einzelbaeume <NBD0> (0,01 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Magergruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NED0> (0,67 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Feldgehoelz <BA0> (1,65 ha)
  • Einzelbaum <BF3> (0,01 ha)
  • Magergruenland <ED0> (0,67 ha)
  • Wacholder-Heide <zDA4> (0,67 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Berg-Platterbse (Lathyrus linifolius)
  • Besenheide (Calluna vulgaris)
  • Blutwurz (Potentilla erecta (subsp. erecta))
  • Echtes Labkraut (Galium verum (subsp. verum))
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Faulbaum (Frangula alnus (subsp. alnus))
  • Fuchs' Greiskraut (Senecio ovatus)
  • Geflecktes Johanniskraut (Hypericum maculatum)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gras-Sternmiere (Stellaria graminea)
  • Hain-Rispengras (Poa nemoralis)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Hunds-Rose (Rosa canina)
  • Hunds-Veilchen (Viola canina)
  • Rotes Straussgras (Agrostis capillaris)
  • Rotschwingel (Festuca rubra)
  • Salbei-Gamander (Teucrium scorodonia)
  • Schlehe (Prunus spinosa agg.)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Spitzlappiger Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Taumel-Kaelberkropf (Chaerophyllum temulum)
  • Wacholder (Juniperus communis)
  • Wald-Ehrenpreis (Veronica officinalis)
  • Wald-Geissblatt (Lonicera periclymenum)
  • Wiesen Knaeuelgras Sa. (Dactylis glomerata agg.)
  • Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea subsp. jacea)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Zweigriffliger Weissdorn (Crataegus laevigata)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt und nachhaltige Pflege einer Wacholderheide als äußerst seltener Lebensraum und als hochgradig schutzwürdiges Relikt der historischen Landnutzung
Gefährdungen:
  • Verbuschung
Maßnahmen:
  • Beweidung
  • Entbuschen einer Flaeche
  • Vegetationskontrolle
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