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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Westenfelder Kalkknaepchen (HSK-022)

Objektbezeichnung:

NSG Westenfelder Kalkknaepchen

Kennung:

HSK-022

Ort: Sundern
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 2,14 ha
Offizielle Fläche: 2,30 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1985
Inkraft: 1993
Außerkraft: 9999
Schutzziel: gemaess LG Paragraph 20,
- zur Erhaltung von Lebensgemeinschaften oder Lebensstaetten
bestimmter Pflanzen und wildlebender Tierarten,
- aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, landeskundlichen
oder erdgeschichtlichen Gruenden,
- wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart oder hervorragenden
Schoenheit der Flaeche,
- Schutz des Buchenmischwaeldchens auf regional bedeutsamen Kalk-
vorkommen mit gut ausgebildeter Pflanzengesellschaft, hoher
Artenvielfalt und mit Bedeutung fuer Reptilien und Schmetterlinge
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4614-909
Kennung:

BK-4614-909

Objektbezeichnung:

NSG Westenfelder Kalkknaeppken

Link zur Karte: BK-4614-909
Objektbeschreibung: Eindrucksvolles, kleines Buchenwäldchen mit sehr artenreicher Krautschicht auf dem süd- exponierten Unterhang bei der Westenfelder Mühle. Der zentrale und westliche Teil des Gebietes wird von einem alten Buchenmischwald mit überaus artenreicher Krautschicht mit zahlreiche Orchideenarten gebildet. Der östliche Teil ist durch hohe Ahornanteile gekennzeichnet. Zerstreut und nur kleinflaechig tritt das Gestein in niedrigen Rippen frei. Die anstehenden Kohlenkalke und dunklen Ton- und Alaunschiefern wurden früher im suedlich angrenzenden kleinen Steinbruch abgebaut. Dessen bis ca. 25 m hohen Steilwaende weisen an der Oberkante einen artenreichen Felsbewuchs auf. Neben den Orchideenarten ist das gehäufte Vorkommen der Günen Nieswurz bemerkenswert. Das Gebiet stellt im Landschaftsraum der Innersauerländer Senken einen Restlebensraum dar, der aufgrund der geologischen Situation eine höhere Verbreitung besitzten könnte, als das zu Zeit der Fall ist. Die meisten dieser Flächen wurden durch Gesteinsabbau oder durch Fichtenaufforstung beseitigt. Das "Westenfelder Kalknäppken" hat daher eine sehr hoe Bedeutung als Refugial- und Trittsteinbiotop.
Lebensraumtypen:
  • Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum) <9130> (1,72 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Felsen (nicht FFH-LRT) <NGA0> (0,01 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • sekundaerer Kalkfels <GA3> (0,01 ha)
  • Buchenwald <xAA0> (1,72 ha)
  • Buchenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <xAA2> (0,43 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Aronstab (Arum maculatum)
  • Arznei-Thymian (Thymus pulegioides)
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Blaugruene Segge (Carex flacca (subsp. flacca))
  • Blauroter Hartriegel (Cornus sanguinea)
  • Braunstieliger Streifenfarn (Asplenium trichomanes)
  • Breitblaettrige Stendelwurz (Epipactis helleborine)
  • Busch-Windroeschen (Anemone nemorosa)
  • Christophskraut (Actaea spicata)
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Einbeere (Paris quadrifolia)
  • Einbluetiges Perlgras (Melica uniflora)
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Feld-Ahorn (Acer campestre)
  • Fruehlings-Platterbse (Lathyrus vernus)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnliche Goldnessel (Galeobdolon luteum)
  • Gewoehnliches Pfaffenhuetchen (Euonymus europaeus)
  • Golddistel (Carlina vulgaris (subsp. vulgaris))
  • Gruene Nieswurz (Helleborus viridis subsp. occidentalis)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Hohe Schluesselblume (Primula elatior)
  • Kleine Bibernelle (Pimpinella saxifraga)
  • Maigloeckchen (Convallaria majalis)
  • Mauerraute (Asplenium ruta-muraria (subsp. ruta-muraria))
  • Nestwurz (Neottia nidus-avis)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Sanikel (Sanicula europaea)
  • Scharfer Mauerpfeffer (Sedum acre)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Seidelbast (Daphne mezereum)
  • Sommerwurz unbestimmt (Orobanche spec.)
  • Wald-Bingelkraut (Mercurialis perennis)
  • Wald-Segge (Carex sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Waldmeister (Galium odoratum)
  • Weissdorn unbestimmt (Crataegus spec.)
  • Weisse Schwalbenwurz (Vincetoxicum hirundinaria (subsp. hirundinaria))
Tierarten:
Schutzziele: Schutz und Erhalt eines artenreichen Orchideen-Buchenwaldes
mit anstehenden Kalkrippen
Gefährdungen:
  • Kahlschlag, unsachgemaesser Holzeinschlag (FW)
Maßnahmen:
  • der Sukzession ueberlassen
  • Einstellung der Bewirtschaftung
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Erhaltung des Kleinreliefs
  • kein Kahlschlag
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