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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Ehemalige Grube Hermann (HSK-057)

Objektbezeichnung:

NSG Ehemalige Grube Hermann

Kennung:

HSK-057

Ort: Sundern
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 0,69 ha
Offizielle Fläche: 0,50 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1991
Inkraft: 1993
Außerkraft: 9999
Schutzziel: gemaess LG Paragraph 20,
- zur Erhaltung von Lebensgemeinschaften oder Lebensstaetten
bestimmter wildlebender Pflanzen und wildlebender Tierarten,
- aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, landeskundlichen
oder erdgeschichtlichen Gruenden,
- Lokale Bedeutung, wertvoll fuer Fledermaeuse und Amphibien,
Rote-Liste-Tierarten, gefaehrdete Biozoenose, hohe strukturelle
Vielfalt naturnaher Bach, kulturhistorisches Dokument,
Refugialbiotop
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4713-0126
Kennung:

BK-4713-0126

Objektbezeichnung:

NSG Ehemalige Grube Hermann

Link zur Karte: BK-4713-0126
Objektbeschreibung: Das sehr kleinflächige NSG liegt in einem Seitental der Krähe westlich der Landstraße L 619 südwestlich Hüttebrüchen und zeigt sich überwiegend von Fichtenforsten umgeben sowie von Forstwegen begrenzt. Das gesamte Gelände ist durch die historische Bergbautätigkeit stark anthropogen überformt. In dem relativ flachen Seitental ist insbesondere ein bemerkenswertes Kleinrelief ausgeprägt mit Geländemulden und Kleingewässern (potenzielle Amphibien-Laichgewässer), kleineren Dämmen sowie kleineren haltenartigen Aufschüttungen. Aus einer im Nordwesten unter einem Forstweg gelegenen Stollenöffnung (potenzielles Fledermausquartier, der eigentliche Stollen liegt außerhalb des NSG!?) tritt ein kleiner Quellbach aus, der einen bedingt naturnahen Verlauf zeigt und z. T. von einem kleinflächigen, z. T. quelligen Erlenmischwald begleitet wird. Ansonsten stocken überwiegend ältere Fichten im NSG. Anmerkung: Die kulturhistorische Bedeutung des NSG ist vermutlich höher anzusiedeln als seine naturschutzfachliche Bedeutung.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Stollen, Hoehlen und Tunnel (nicht FFH-LRT) <NGE0> (0,00 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Erlenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AC1> (0,20 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (0,45 ha)
  • Quellbach <FM4> (0,01 ha)
  • Stollen <yGE2> (0,00 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Bitteres Schaumkraut (Cardamine amara)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Fichte (Picea abies)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Fuchs' Greiskraut (Senecio ovatus)
  • Gegenblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium)
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Moor-Birke (Betula pubescens)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rippenfarn (Blechnum spicant)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Siebenstern (Trientalis europaea)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht Sa. (Myosotis scorpioides agg.)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
  • Wasser-Minze (Mentha aquatica)
  • Wasserdost (Eupatorium cannabinum (subsp. cannabinum))
  • Wechselblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium alternifolium)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
  • Zweiblaettrige Schattenblume (Maianthemum bifolium)
Tierarten:
Schutzziele: Schutz, Erhalt und Optimierung eines kulturhistorisch wertvollen ehem. Bergbaugeländes mit Stollen

Umwandlung der Nadelholzforste in standortheimischen Laubwald
Gefährdungen:
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • Wegebau
Maßnahmen:
  • Beseitigung von Gehoelzen
  • Einstellung der Bewirtschaftung
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Erhaltung des Kleinreliefs
  • Hoehlen, Stollen erhalten, sichern
  • keine wegebaulichen Massnahmen
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
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