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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Papenloh (HSK-068)

Objektbezeichnung:

NSG Papenloh

Kennung:

HSK-068

Ort: Sundern
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 4,04 ha
Offizielle Fläche: 4,10 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1991
Inkraft: 1993
Außerkraft: 9999
Schutzziel: gemaess LG Paragraph 20,
- zur Erhaltung von Lebensgemeinschaften oder Lebensstaetten
bestimmter wildlebender Pflanzen und wildlebender Tierarten,
- aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, landeskundlichen
oder erdgeschichtlichen Gruenden,
- wegen Seltenheit, besonderen Eigenart oder hervorragenden
Schoenheit der Flaeche,
- Regionale Bedeutung, Rote Liste-Pflanzenarten, biogeographische
Bedeutung, Komplex gut ausgebiltet, hohe strukturelle Vielfalt,
Refugialbiotop, hohe Artenvielfalt, gefaehrdete Biozoenose
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4613-0309
Kennung:

BK-4613-0309

Objektbezeichnung:

NSG "Papenloh"

Link zur Karte: BK-4613-0309
Objektbeschreibung: Das kleinflächige NSG "Papenloh" findet sich östlich der L 686 zwischen den beiden Ortslagen Seidfeld und Stockum am Südwestabhang eines markanten, überwiegend flachgründigen Bergrückens aus Kalkgestein. Das Umfeld wird von überwiegend intensiv genutzten Grünländern geprägt. Wertgebend ist der sehr heterogen strukturierte, z. T. alt- und totholzreiche sekundäre Eichen-Hainbuchenwald im Südwesten. Die artenreiche, üppige Krautschicht wird meist von Bingelkraut und Perlgras dominiert und entspricht weitgehend der eines Waldmeister-Buchenwaldes. Die ältesten Bäume (meist Eichen) können bis zu 200 Jahre alt sein. Im Nordwesten zeichnet sich der Bestand durch einen hohen Eschen-Anteil aus, der forstlich bedingt sein dürfte. Im gesamten Bereich fallen immer wieder alte, kleinflächige Kalksteinabbaustellen auf. Im Nordosten geht der Bestand entlang einer Geländekante in eine alte, bis 25 m breite, dichte Baumhecke mit zahlreichen Überhältern (meist Eichen) über. Nordwestlich dieser Hecke sind mesophile Teilbereiche der Viehweide mit eingeschlossen. Der Eichen-Hainbuchenwald zeigt sich an einem durchführenden Weg lokal stark beeinträchtigt: im Umfeld zweier kleiner Schuppen werden hier landwirtschaftliches Gerät, Erdraum und Bauschutt, Stroh- und Siloballen, Brennholz u. a. augenscheinlich langfristig gelagert, so dass sich Ruderalfluren einstellen konnten, östlich schließt kleinflächig ein Vorwaldgebüsch an.
Lebensraumtypen:
  • Subatlantischer oder mitteleuropaeischer Stieleichenwald oder Hainbuchenwald (Carpinion betuli) [Stellario-Carpinetum] <9160> (2,50 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Vorwald, Pionierwald <AU2> (0,10 ha)
  • Feldgehoelz aus einheimischen Baumarten <BA1> (0,57 ha)
  • Fettweide <EB0> (0,77 ha)
  • Hofplatz, Lagerplatz <HT0> (0,10 ha)
  • Eichen-Hainbuchenmischwald <xAQ1> (2,50 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Aehrige Teufelskralle (Phyteuma spicatum)
  • Artengruppe Gefleckter Aronstab (Arum maculatum agg.)
  • Busch-Windroeschen (Anemone nemorosa)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Echte Nelkenwurz (Geum urbanum)
  • Einbluetiges Perlgras (Melica uniflora)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Feld-Ahorn (Acer campestre)
  • Flattergras (Milium effusum)
  • Geissblatt unbestimmt (Lonicera spec.)
  • Gemeine Braunelle (Prunella vulgaris)
  • Gemeines Hornkraut (Cerastium holosteoides)
  • Gewoehnliche Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)
  • Gewoehnlicher Hohlzahn (Galeopsis tetrahit)
  • Gewoehnliches Pfaffenhuetchen (Euonymus europaeus)
  • Giersch (Aegopodium podagraria)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosse Sternmiere (Stellaria holostea)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Kletten-Labkraut (Galium aparine)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Nesselblaettrige Glockenblume (Campanula trachelium (subsp. trachelium))
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Ruprechtskraut (Geranium robertianum)
  • Scharfer Hahnenfuss (Ranunculus acris)
  • Schlehe (Prunus spinosa agg.)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Spaete Wald-Trespe (Bromus ramosus)
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Taumel-Kaelberkropf (Chaerophyllum temulum)
  • Wald-Bingelkraut (Mercurialis perennis)
  • Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
  • Waldmeister (Galium odoratum)
  • Wiesen-Fuchsschwanzgras (Alopecurus pratensis)
  • Wiesen-Loewenzahn Sa. (Taraxacum sect. Ruderalia)
  • Wiesen-Rispengras (Poa pratensis)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Zaun-Wicke (Vicia sepium)
  • Zweigriffliger Weissdorn (Crataegus laevigata)
Tierarten:
Schutzziele: Schutz und Erhalt eines kleinen, naturnah strukturierten Waldgebietes und seiner Lebensgemeinschaften u. a. mit Frühjahrs-Geophyten auf regional seltenem Kalk-Standort

Schutz und Erhalt eines bodenständigen Laubwaldes aus naturwissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, erdgeschichtlichen und landeskundlichen Gründen sowie als Trittsteinbiotop
Gefährdungen:
  • Aufforstung
  • Aufschuettung
  • Beseitigung alter Baeume
  • Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung zu intensiv (LW)
  • Muellablagerung
  • Stoerungs-, Eutrophierungszeiger
  • Trittschaden an Vegetation
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Beseitigung von baulichen Anlagen
  • Beseitigung von Muell
  • der Sukzession ueberlassen
  • Erhaltung der Landschaftsstrukturen
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Mahd
  • Gruenlandnutzung beibehalten
  • keine Aufforstung
  • keine Beweidung
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