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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Niederwald Odin (HSK-079)

Objektbezeichnung:

NSG Niederwald Odin

Kennung:

HSK-079

Ort: Sundern
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 5,17 ha
Offizielle Fläche: 5,30 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1991
Inkraft: 1993
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Gemaess LG Paragraph 20,

- Zur Erhaltung von Lebensgemeinschaften oder Lebensstaetten bestimmter
wildlebender Pflanzen und wildlebender Tierarten,
- Aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, landeskundlichen oder
erdgeschichtlichen Gruenden,
- Wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart oder hervorragenden Schoenheit der Flaeche.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4614-916
Kennung:

BK-4614-916

Objektbezeichnung:

NSG Niederwald Odin

Link zur Karte: BK-4614-916
Objektbeschreibung: Niederwald an einem nördlich exponierten Hang mit einem schlechtwuechsigen, teilweise krueppelhaften, mehrstaemmigen Baumbestand und einer beerstrauchreichen Krautschicht. Der Wald stockt auf einem schmalen Bergrücken aus Kieselschiefern und Kulmkieselkalken, auf denen nur flachgründige Böden ausgebildet. sind. Die Niederwaldnutzung wurde zum Kartierzeitpunkt (2005) scheinbar nicht mehr durchgeführt. Aufgrund der schlechten Wüchsigkeit des Standortes konnte aber noch nicht von einem "durchgewachsenen" Niederwald gesprochen werden. Die Krautschicht des stellenweise sehr lückigen Bestandes ist reich an Zwerg- und Beersträuchern. An vielen Stellen sind Torfmoospolster zu finden. Im Bereich des Bergrückens dünnt der Baumbestand weiter aus, hier gibt es kleinflächig Übergänge zu Heide-Gesellschaften. Der östliche Teil der Fläche wird von einem aufgelassenen Steinbruch eingenommen. Bemerkenswert sind truppweise vorkommende Preiselbeerbestände. Im Landschaftsraum der "Innersauerländer Senken" liegen zwischen Sundern und Visbeck noch zahlreiche, zumeist gut ausgeprägte Niederwaldflächen. Sie stellen als Relikte einer historischen Waldbewirtschaftungsform Zeugnisse der Kulturlandschaft dieses Gebietes dar. Innerhalb dieses Niederwald-Verbundsystems nimmt die vorliegende Fläche mit ihrer expositionsbedingten Ausprägung eine besondere Stellung ein.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (4,54 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Eichenwald <AB0> (4,54 ha)
  • Lockergesteinsabgrabung <GD0> (0,64 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Adlerfarn (Pteridium aquilinum (subsp. aquilinum))
  • Besenginster (Cytisus scoparius)
  • Besenheide (Calluna vulgaris)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Fichte (Picea abies)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Gemeines Weissmoos (Leucobryum glaucum)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Keulen-Baerlapp (Lycopodium clavatum (subsp. clavatum))
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Maigloeckchen (Convallaria majalis)
  • Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea (subsp. vitis-idaea))
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Torfmoos unbestimmt (Sphagnum spec.)
  • Trauben-Holunder (Sambucus racemosa)
  • Wacholder (Juniperus communis)
  • Wald-Kiefer (Pinus sylvestris)
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
  • Wiesen-Wachtelweizen (Melampyrum pratense)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt und Optimierung eines zwergstrauchreichen Niederwaldes
auf flachgründigem, nordexponierten Standort durch
Erhaltung der Niederwaldnutzung
Gefährdungen:
  • Abbau Gesteine
  • Freizeitaktivitaeten
  • Muellablagerung
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • unerwuenschte Sukzession
Maßnahmen:
  • Beschraenkung der Freizeitaktivitaeten
  • Beseitigung von Gehoelzen
  • Beseitigung von Muell
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Niederwald abschnittsweise auf den Stock setzen
  • Vegetationskontrolle
  • weiterhin keine Bewirtschaftung
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