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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Haldengelaende der Grube "Alexander" (HSK-141)

Objektbezeichnung:

NSG Haldengelaende der Grube "Alexander"

Kennung:

HSK-141

Ort: Meschede
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 1,93 ha
Offizielle Fläche: 1,70 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1993
Inkraft: 1994
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Gemaess LG Paragraph 20

- Erhaltung und Optimierung eines gut ausgebildeten Biotopkomplexes aus
naturnahem Mittelgebirgsbach, Magerwiesen, Gebuesch, Hoehlen und Halden
als wertvoller Lebensraum fuer Tiere und Pflanzen.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4716-0169
Kennung:

BK-4716-0169

Objektbezeichnung:

NSG Haldengelände der Grube "Alexander"

Link zur Karte: BK-4716-0169
Objektbeschreibung: Ehemaliges, heute stark verfichtetes Bergbaugelände mit Quellrinnsal, Stollen und einer Rest-Halde. Die ehemalige Grube Alexander südlich von Meschede-Blüggelscheidt ist heute ein stark verfichtetes Gelände mit vorherrschend schattig-kühlen Standortverhältnissen. Ein naturnaher Quellbach im Süden ist nach kurzer Fließstrecke verrohrt. Als Relikt des früheren Bergbaues sind insbesondere Haldenreste und ein bergmännisch vermauerter Stollenmund erhalten geblieben. Dem Großteil der Halden fehlt aber mittlerweile wegen der Fichtenbestockung eine typische Vegetation des FFH-Lebensraumtyps 6130. Nur am nördlichen Wiederaustritt des verrohrten Baches befindet sich am gesamten Böschungsufer ein beeindruckender Dominanzbestand der Erzblume (Arabidopsis halleri), einer Pflanze, die als "Erzblume" (Oberdorfer) im Sauerland nur auf entsprechenden schwermetallreichen Standorten vorkommt. Durch den intensiven Fichtenanbau ist die Biotopqualität der kleinen Bergbau-Folgelandschaft stark beeinträchtigt. Durch eine Entfichtung der Haldenbereiche könnte das Vorkommen der Erzblume und weiterer typischer Schwermetallvegetation (FFH-Lebenraumtyp 6130 und nach § 30 BNatSchG Geschützter Biotop) gefördert werden.
Lebensraumtypen:
  • Schwermetallrasen (Violetalia calaminariae) <6130> (0,04 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (1,55 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Schwermetallrasen (nicht FFH-LRT) <NDE0> (0,16 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (0,02 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Felsen (nicht FFH-LRT) <NGA0> (0,05 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • Natuerliche Schwermetallrasen (0,04 ha)
Biotoptypen:
  • Fichtenwald <AJ0> (1,55 ha)
  • Schwermetallrasen <DE0> (0,04 ha)
  • Gruenlandbrache <EE0> (0,15 ha)
  • Bachoberlauf im Mittelgebirge <FM1> (0,02 ha)
  • Fels, Felswand, -klippe <GA0> (0,05 ha)
  • Halde, Aufschuettung <HF0> (0,16 ha)
  • Mauer, Trockenmauer <HN2> (0,00 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Arznei-Thymian (Thymus pulegioides)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Gegenblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium)
  • Grosser Dornfarn (Dryopteris dilatata)
  • Habichtskraut unbestimmt (Hieracium spec.)
  • Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum)
  • Hain-Sternmiere (Stellaria nemorum)
  • Hakenmoos (Sanionia uncinata)
  • Hallers Schaumkresse (Arabidopsis halleri (subsp. halleri))
  • Kleine Bibernelle (Pimpinella saxifraga)
  • Magerwiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare)
  • Punktiertes Wurzelsternmoos (Rhizomnium punctatum)
  • Rauher Loewenzahn (Leontodon hispidus)
  • Rollblaettriges Baertchenmoos (Barbula convoluta)
  • Rotes Straussgras (Agrostis capillaris)
  • Salbei-Gamander (Teucrium scorodonia)
  • Wald-Schaumkraut (Cardamine flexuosa)
  • Zerbrechliches Spiralzahnmoos (Tortella fragilis)
  • Zurueckgekruemmtes Doppelzahnmoos (Didymodon ferrugineus)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt eines Bergbau-Relikt-Biotopes und ökologische Optimierung durch Zurücknahme der Fichten
Gefährdungen:
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • Verbuschung als unerwuenschte Sukzession
Maßnahmen:
  • Vegetationskontrolle
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