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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Roehrtal (HSK-160)

Objektbezeichnung:

NSG Roehrtal

Kennung:

HSK-160

Ort: Arnsberg
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 15,29 ha
Offizielle Fläche: 15,30 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1997
Inkraft: 1998
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Schutzzweck
- Erhaltung eines naturnahen Flussabschnittes und angrenzen-
der strukturreicher Weideflaechen,
- Erhaltung der Rote-Liste Pflanzen- und Tierarten sowie des
Wertes fuer Mollusken und als Vernetzungsbiotop
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4513-301
Kennung:

BK-4513-301

Objektbezeichnung:

Roehr zwischen Huesten und Hachen

Link zur Karte: BK-4513-301
Objektbeschreibung: Das Gebiet umfasst naturnahe Gewässerabschnitte eines Mittelgebirgsflusses. Der Fluss weist eine steinige Gewässersohle, Kiesbänke und bis drei Meter hohe Steilwände auf. An den Ufern sind Hochstaudenfluren ausgebildet die z.T. in extensiv genutztes Weidegrünland übergehen. Der Fluss wird teilweise von Ufergehölzen aus Erlen und Weiden gesäumt. Das nördliche Teilgebiet umfasst einen ca. 2,4 langen unverbauten Abschnitt der Röhr südlich Arnsberg-Herdringen. Der Fluss weist eine steinige Gewässersohle, Steilwände und Uferabbrüche auf und wird z.T von einem Ufergehölz aus Erlen und Weiden gesäumt. Im Süden des Gebietes sind befinden sich extensiv genutzte, teils feuchte Weiden. Am Steilhang westlich des Sportplatzes Müschede befinden sich zwei Quellbereiche auf Kalktuff. Das südliche Teilgebiet umfasst naturnahe Gewässerabschnitte eines Mittelgebirgsflusses. Der Fluss weist eine steinige Gewässersohle, Kiesbänke und bis drei Meter hohe Steilwände auf. An den Ufern sind Hochstaudenfluren ausgebildet die z.T. in extensiv genutztes Weidegrünland übergehen. Der Fluss wird teilweise von Ufergehölzen aus Erlen und Weiden gesäumt. Für den Naturraum Bergisch-Sauerländer Unterland stellt das Gebiet mit naturnahen Flussabschnitten einen maßgebenden Ausschnitt aus einer intakten Mittelgebirgslandschaft dar. Insbesondere die Röhr mit der reich ausgebildeten Unterwasservegetation und nahezu allen Strukturelementen naturnaher Fließgewässer nimmt einen hervorragenden Platz unter vergleichbaren Lebensräumen im Land ein. Im Rahmen der Bemühungen um den Aufbau eines landesweiten Biotopverbundes nimmt das Gebiet eine unverzichtbare Platz als Refugialraum von Artengemeinschaften naturnaher Fliegewässer ein. Als hervorragendes Entwicklungsziel ist die Erhaltung der naturnahen Gewässerstrukturen und die weitere Verbesserung der Wasserqualität zu nennen. Zudem sollten die angrenzenden Grünländer weiter extensiviert werden.
Lebensraumtypen:
  • Fliessgewaesser der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion <3260> (5,89 ha)
  • Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe <6430> (3,90 ha)
  • Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum) <9130> (1,06 ha)
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) <91E0> (1,08 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete flaechige Gebuesche und Baumgruppen <NBB0> (0,32 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Ufergehoelze (nicht FFH-LRT) <NBE0> (0,80 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes mesophiles Wirtschaftsgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NE00> (7,99 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Magergruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NED0> (1,12 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Quellbereiche (nicht FFH-LRT) <NFK0> (0,03 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • Auwaelder (1,08 ha)
  • Fliessgewaesserbereiche (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (5,89 ha)
  • Quellbereiche (0,03 ha)
Biotoptypen:
  • Ufergehoelz <BE0> (0,80 ha)
  • Baumgruppe, Baumreihe <BF0> (0,32 ha)
  • Fettweide <EB0> (7,99 ha)
  • Magergruenland <ED0> (1,12 ha)
  • Buchenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <xAA2> (1,06 ha)
  • Gewaesserbegleitender feuchter Saum bzw. linienf. Hochstaudenflur <xKA2> (3,90 ha)
  • Sicker-, Sumpfquelle <yFK2> (0,03 ha)
  • Bachbegleitender Erlenwald <zAC5> (1,08 ha)
  • Mittelgebirgsfluss <zFO1> (5,89 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Atrichum undulatum (Atrichum undulatum)
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Berg-Ulme (Ulmus glabra)
  • Blaugruene Binse (Juncus inflexus (subsp. inflexus))
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Falsches punktiertes Wurzelsternmoos (Rhizomnium pseudopunctatum)
  • Feld-Ahorn (Acer campestre)
  • Feld-Hainsimse (Luzula campestris (subsp. campestris))
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flutender Wasser-Hahnenfuss (Ranunculus fluitans)
  • Gefleckte Taubnessel (Lamium maculatum)
  • Gegenblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium)
  • Gemeine Pestwurz (Petasites hybridus (subsp. hybridus))
  • Gemeiner Frauenmantel Sa. (Alchemilla vulgaris agg.)
  • Gemeines Brunnenmoos (Fontinalis antipyretica)
  • Gewelltblaettriges Kriechsternmoos (Plagiomnium undulatum)
  • Gewoehnliches Pfaffenhuetchen (Euonymus europaeus)
  • Gewoehnliches Ruchgras (Anthoxanthum odoratum)
  • Giersch (Aegopodium podagraria)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum)
  • Hain-Sternmiere (Stellaria nemorum)
  • Kegelkopfmoos (Conocephalum conicum)
  • Kelch-Beckenmoos (Pellia endiviifolia)
  • Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata)
  • Kohl(-Kratz)distel (Cirsium oleraceum)
  • Kriechender Guensel (Ajuga reptans)
  • Ohr-Weide (Salix aurita)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Rundblaettrige Glockenblume (Campanula rotundifolia)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Spitz-Ahorn (Acer platanoides)
  • Spitzblaettriges Schoenschnabelmoos (Eurhynchium striatum)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Kriechsternmoos (Plagiomnium elatum)
  • Verwandtes Kriechsternmoos (Plagiomnium affine)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Waldmeister (Galium odoratum)
  • Weiches Honiggras (Holcus mollis (subsp. mollis))
  • Weide-Kammgras (Cynosurus cristatus)
  • Weisse Taubnessel (Lamium album)
  • Weisses Straussgras Sa. (Agrostis stolonifera agg.)
  • Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea)
  • Wiesen-Loewenzahn Sa. (Taraxacum sect. Ruderalia)
  • Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Zottiges Weidenroeschen (Epilobium hirsutum)
Tierarten:
  • Eisvogel (Alcedo atthis)
Schutzziele: Erhaltung und Entwicklung eines naturnahen Flussabschnittes und extensivem Weidegruenland.
Gefährdungen:
  • Abwasserbelastung
  • Gewaesserausbau
  • Gewaesserbegradigung (WA)
  • Gewaesserverunreinigung (SP)
  • Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung zu intensiv (LW)
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • Zerschneidung durch Strassenbau
Maßnahmen:
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhaltung der Landschaftsstrukturen
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Erhaltung der Ueberschwemmungsdynamik
  • Erhaltung von Steilwaenden
  • kein Gewaesseraufstau
  • kein Gewaesserausbau
  • keine Abwassereinleitung
  • keine Aufforstung
  • Pufferzone anlegen
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