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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Laubmischwald Sternhelle (HSK-167)

Objektbezeichnung:

NSG Laubmischwald Sternhelle

Kennung:

HSK-167

Ort: Arnsberg
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 4,89 ha
Offizielle Fläche: 4,90 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1997
Inkraft: 1998
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Schutzzweck
- Erhaltung eines arten- und strukturreichen Laubmischwaldkomplexes
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4513-0076
Kennung:

BK-4513-0076

Objektbezeichnung:

NSG Wald "Sternhelle"

Link zur Karte: BK-4513-0076
Objektbeschreibung: Laubmischwaldkomplex an einem sehr steilen, westexponierten Hang der Sternhelle westlich Herdringen. Der bewaldete Steilhang grenz im Osten direkt an Siedlungsbereiche und faellt steil zum Baumbachtal ab. Suedlich angrenzend oeffnet sich eine heckenreiche, halboffene Landschaft mit ueberwiegender Gruenlandnutzung. Noerdlich schliesst sich eine Weide an, deren Steilhaenge Fragmente von Magergreunland aufweist. Kernstuecke des artenreichen und teilweise strukturreichen Mischwaldes sind ein Eichenwald im Norden der Flaeche und ein nach Sueden sich anschliessender Eichen-Hainbuchenwald. Der Eichenwald im mittleren Baumholzalter weist eine strukturreiche Strauchschicht auf. Die krautreiche, lokal sehr dichte Bodenvegetation ist in ihrer Auspraegung typisch fuer mesophile (Waldmeister-) Buchenwaelder (Galio odorati-Fagetum), der Pflanzengesellschaft, die sich natuerlicherweise auf diesem basenreichen Standort etablieren wuerde. Einzelne Buchen im Altholzalter am Oberhang erreichen Stammdurchmesser von ueber 1m und erhoehen durch ihre ausladenen Kronenbereiche die Strukturvielfalt. In Siedlungsnaehe sind erhebliche Eutrophierungserscheinungen zu sehen, vor allem aufgrund der Ablagerung von Gartenmuell. Der Eichen-Hainbuchenwald weist vorwiegend mittleres Baumholz auf. Waehrend die Strauchschicht nur lokal ausgepraegt ist, zeichnet sich die Krautvegetation ebenso wie im Eichenbestand durch Artenreichtum und lokal hohe Deckungsgrade aus. Vereinzelt ist das Stattliche Knabenkraut (Orchis mascula) zu finden, eine in der Region verbreitete, aber nicht haeufig auftretende Orchideenart. Ein kleiner Bereich dieses Eichen-Hainbuchenwaldes wird von Kindern als "Abenteuerspielplatz" genutzt. Der suedliche Teil des Waldes ist gepraegt durch ein Mix aus Eschen- und Ahorn-Mischbestaenden sowie Fichtenmischparzellen. Die lichten Eschenbestaende am Oberhang sind straucharm, die dichte Krautschicht wird dominiert von Immergruen (Vinca minor) und Einbeere (Paris quadrifilia). Die dichte Bodenvegetation zieht sich mit variierender Artenzusammensetzung weiter den steilen Hang hinunter in die Ahorn- und Ahorn-Mischbestaende. Der Wert dieses Mischwaldkomplexes liegt insbesondere in der guten Auspraegung des Eichenbestandes und dem hohen Entwicklungspotential des Eichen-Hainbuchenwaldes zu einer naturnahen, strukurreichen Waldgesellschaft. Dem Artenreichtum in der Krautschicht dieser Bereiche kommt besondere Bedeutung zu.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (1,96 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Eichenwald <AB0> (0,73 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (0,49 ha)
  • Eschenwald <AM0> (0,98 ha)
  • Eichen-Hainbuchenmischwald <AQ1> (1,22 ha)
  • Ahorn-/Lindenwald <AR0> (0,73 ha)
  • Ahornmischwald <AR1> (0,73 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Echte Nelkenwurz (Geum urbanum)
  • Echtes Lungenkraut (Pulmonaria officinalis)
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Einbeere (Paris quadrifolia)
  • Einbluetiges Perlgras (Melica uniflora)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Feld-Ahorn (Acer campestre)
  • Fichte (Picea abies)
  • Flattergras (Milium effusum)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnliche Goldnessel (Galeobdolon luteum)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Hain-Veilchen (Viola riviniana)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Kleines Immergruen (Vinca minor)
  • Laerche unbestimmt (Larix spec.)
  • Mauerlattich (Mycelis muralis)
  • Nesselblaettrige Glockenblume (Campanula trachelium (subsp. trachelium))
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Rote Lichtnelke (Silene dioica)
  • Ruprechtskraut (Geranium robertianum)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Sanikel (Sanicula europaea)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Sparrige Segge (Carex muricata agg.)
  • Stattliches Knabenkraut (Orchis mascula)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Vielbluetige Weisswurz (Polygonatum multiflorum)
  • Wald-Segge (Carex sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
  • Waldmeister (Galium odoratum)
  • Winter-Linde (Tilia cordata)
  • Zweigriffliger Weissdorn (Crataegus laevigata)
Tierarten:
Schutzziele: Erhaltung und Entwicklung eines artenreichen Laubmischwaldkomplexes
Gefährdungen:
  • Freizeitaktivitaeten
  • Muellablagerung, Gartenabfall
  • Stoerungs-, Eutrophierungszeiger
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Beseitigung von Muell
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Erhoehung des Laubholzanteils
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
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