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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Schwelge - Wolfsknapp (HSK-206)

Objektbezeichnung:

NSG Schwelge - Wolfsknapp

Kennung:

HSK-206

Ort: Brilon
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 4,88 ha
Offizielle Fläche: 4,90 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2001
Inkraft: 2001
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Schutzzweck
Sicherung eines erdgeschichtlich und landeskundlich interessanten Landschafts-
teiles von besonderer Eigenart und hervorragender Schoenheit,
Erhaltung und Optimierung der Lebensbedingungen verschiedener artenreicher
Lebensgemeinschaften, die sich insbesondere durch die unterschiedlichen
geologischen Ausgangsbedingungen ausdifferenzieren
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4518-0307
Kennung:

BK-4518-0307

Objektbezeichnung:

Halbtrockenrasen am Wolfsknapp und Bachschwelge westlich Hemmecker Bruch

Link zur Karte: BK-4518-0307
Objektbeschreibung: Das Gebiet befindet sich südlich von Bleiwäsche an der L956 und erstreckt sich in einem schmalen Bogen von Nord nach Ost. Es umfaßt auf stark verkarstetem Untergrund im nördlichen Teil einen felsigen Höhenrücken mit anstehendem Kalkgestein (GB 4518-334, -335). Im weiteren Verlauf geht das Gelände in eine Doline über, an deren steilen Hängen einige Felsen zutage treten (GB 4518-336). Am südlichen Hang der Doline befindet sich ein Feldgehölz. Der größte Teil der Doline wird von Kalkmagerrrasen (GB 4518-337) eingenommen, ein Bereich entlang eines Baches weist Arten des Feuchtgrünlandes auf. Der Bach versickert am westlichen Rand der Doline. Er steht in direkter Verbindung zum benachbarten NSG Hemmecker Bruch. Wertbestimmend sind das Magergrünland, die Felsstandorte sowie der Kalkmagerrasen mit seiner artenreichen Pflanzengesellschaft. Die gut ausgeprägte Bachschwinde ist Teil eines Dolinenfeldes im südlichen Bereich von Bleiwäsche am Übergang zu silikatischem Untergrund am Ostrand des Gebietes. Der gesamte Biotopkomplex mit seinem kleinräumig abwechslungsreichen Relief sowie den mosaikartig ineinander verzahnten Biotoptypen ist hoch repräsentativ und besonders schützenswert im Sinne der Schutzzielkonzeption für den Naturraum. Leichte Beeinträchtigungen sind durch Düngerdrift sowie Trittschäden (Trampelpfad) erkennbar. Geowissenschaftlich wertvoll sind die Bachschwinde sowie die anstehenden Kalkfelsen als Karsterscheinungen. Die artenreiche Magerrasengesellschaft ist vegetationskundlich wertvoll. Das Gebiet ist über die Verbundfläche VB-A-4518-005 mit "herausragender Bedeutung" in das Biotopverbundsystem eingebunden.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Feldgehoelze (nicht FFH-LRT) <NBA0> (0,68 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Heideflaechen <ND00-ung.> (0,34 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes mesophiles Wirtschaftsgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NE00> (0,17 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Nass- und Feuchtgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NEC0> (0,36 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Magergruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NED0> (1,25 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (0,04 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fels- und Rohbodenstandorte (nicht FFH) <NGA0-ung.> (0,02 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Feldgehoelz aus einheimischen Baumarten <BA1> (0,68 ha)
  • Einzelstrauch <BB2> (0,02 ha)
  • Einzelbaum <BF3> (0,04 ha)
  • Fettwiese <EA0> (1,88 ha)
  • Nass- und Feuchtweide <EC2> (0,36 ha)
  • Magerweide <ED2> (1,25 ha)
  • brachgefallenes Magergruenland <EE4> (0,17 ha)
  • Bachoberlauf im Mittelgebirge <FM1> (0,04 ha)
  • Trespen-Halbtrockenrasen <yDD2> (0,34 ha)
  • natuerlicher Kalkfels <yGA1> (0,02 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense)
  • Acker-Minze (Mentha arvensis)
  • Acker-Witwenblume (Knautia arvensis)
  • Arznei-Thymian (Thymus pulegioides)
  • Bachbunge (Veronica beccabunga (subsp. beccabunga))
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Dornige Hauhechel (Ononis spinosa (subsp. spinosa))
  • Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum)
  • Echtes Labkraut (Galium verum (subsp. verum))
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Fichte (Picea abies)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Gewoehnlicher Hornklee (Lotus corniculatus)
  • Gewoehnliches Ruchgras (Anthoxanthum odoratum)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Hunds-Rose (Rosa canina)
  • Kleiner Odermennig (Agrimonia eupatoria (subsp. eupatoria))
  • Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor)
  • Magerwiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare)
  • Mauerraute (Asplenium ruta-muraria (subsp. ruta-muraria))
  • Nickende Distel (Carduus nutans)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Rotes Straussgras (Agrostis capillaris)
  • Rundblaettrige Glockenblume (Campanula rotundifolia)
  • Schlehe (Prunus spinosa agg.)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa)
  • Spitzlappiger Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)
  • Stengellose Kratzdistel (Cirsium acaule (subsp. acaule))
  • Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides)
  • Wasser-Minze (Mentha aquatica)
  • Weiches Honiggras (Holcus mollis (subsp. mollis))
  • Weissklee (Trifolium repens (subsp. repens))
  • Wiesen-Baerenklau (Heracleum sphondylium)
  • Wiesen-Glockenblume (Campanula patula (subsp. patula))
  • Wiesen-Knoeterich (Bistorta officinalis (subsp. officinalis))
  • Wiesen-Lieschgras (Phleum pratense)
  • Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Zitter-Pappel (Populus tremula)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt von naturnahen Bachläufen sowie von Magergrünland
Gefährdungen:
  • Duengerdrift (LW)
  • Trampelpfad (SP)
  • Trittschaden an Vegetation
Maßnahmen:
  • Beschraenkung der Duengung
  • Pufferzone anlegen
  • Schilder aufstellen, Absperren (betreten unterbinden)
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