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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Neuer Hagen Padberg (HSK-217)

Objektbezeichnung:

NSG Neuer Hagen Padberg

Kennung:

HSK-217

Ort: Marsberg
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 9,72 ha
Offizielle Fläche: 9,70 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2001
Inkraft: 2001
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Schutzzweck
Schutz der naturnahen Pflanzengesellschaft eines basenreichen Standortes mit hallen-
artigem Buchenhochwald und artenreicher, teilweiser gefaehrdeter Krautschichten,
Erhaltung der Diabaskuppe mit ihrem Umfeld als praegendes Element der besonderen
Eigenart und hervorragenden Schoenheit der "Padberger Schweiz".
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4518-0021
Kennung:

BK-4518-0021

Objektbezeichnung:

NSG Neuer Hagen Padberg

Link zur Karte: BK-4518-0021
Objektbeschreibung: Nördlich der Siedlung Padberg stockt an einem steilen Nordhang des ca. 470 m NN hohen Neuen Hagen ein hallenartiger Buchenhochwald aus mittlerem bis starkem Baumholz. In Gradlage befinden sich einige Diabas-Felsen die typische Felsvegetation ausfweisen. Zwischen den beiden westlichen Felsen befindet sich eine kleine, überwachsene Blockschutthalde. Zahlreiche Elemente naturnaher Wälder wie liegendes und stehendes Totholz in unterschiedlichen Zersetzungsraden, aufgeklappte Wurzelteller, Dürreständer, Höhlenbäumen und Baumlücken reichern den Wald strukturell an. Die artenreiche Vegetation des Bestandes entspricht dem Waldgersten-Buchenwald. Von Osten nach Westen wird der Bestand durch einen unbefestigten 3 m breiten Forstweg durchschnitten. In der Nähe der Felsen befindet sich ein Bildumsetzer. Das NSG nimmt durch seinen naturnahen Charakter der Waldbestände und der strukturellen Vielfalt einen herausragenden Platz unter vergleichbaren Gebieten des Naturraumes "Ostsauerländer Gebirgsrand" ein. Der hier vorliegende FFH-Lebensraumtyp "Waldmeister-Buchenwald" weist in seiner Ausprägung und Arteninventar einen guten Erhaltungszustand auf und ist im Rahmen des regionalen Biotopverbundes ein unverzichtbares Element für die Erhaltung der Lebensgemeinschaften der artenreichen Laubbestände und der Felsbiozönosen.
Lebensraumtypen:
  • Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation <8210> (0,02 ha)
  • Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum) <9130> (8,32 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fels- und Rohbodenstandorte (nicht FFH) <NGA0-ung.> (0,09 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Buchen-Eichenmischwald <AB1> (1,10 ha)
  • Blockschutt- / Feinschutthalde <GB0> (0,09 ha)
  • Waldweg <VB4> (0,20 ha)
  • Buchenwald <xAA0> (8,32 ha)
  • natuerlicher Kalkfels <zGA1> (0,02 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Artengruppe Gefleckter Aronstab (Arum maculatum agg.)
  • Benekens Wald-Trespe (Bromus benekenii)
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Berg-Ehrenpreis (Veronica montana)
  • Braunstieliger Streifenfarn (Asplenium trichomanes)
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Eichenfarn (Gymnocarpium dryopteris)
  • Einbluetiges Perlgras (Melica uniflora)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Finger-Segge (Carex digitata)
  • Fruehlings-Platterbse (Lathyrus vernus)
  • Gerlappter Schildfarn (Sa.) (Polystichum aculeatum agg.)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnliche Goldnessel (Galeobdolon luteum)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Hain-Rispengras (Poa nemoralis)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Kletten-Labkraut (Galium aparine)
  • Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata)
  • Leberbluemchen (Hepatica nobilis)
  • Mauerlattich (Mycelis muralis)
  • Nesselblaettrige Glockenblume (Campanula trachelium (subsp. trachelium))
  • Quirl-Weisswurz (Polygonatum verticillatum)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Ruprechtskraut (Geranium robertianum)
  • Seidelbast (Daphne mezereum)
  • Sparrige Segge (Carex muricata agg.)
  • Spitz-Ahorn (Acer platanoides)
  • Spring-Schaumkraut (Cardamine impatiens)
  • Trauben-Eiche (Quercus petraea (subsp. petraea))
  • Wald-Bingelkraut (Mercurialis perennis)
  • Wald-Gerste (Hordelymus europaeus)
  • Wald-Reitgras (Calamagrostis arundinacea)
  • Wald-Schwingel (Festuca altissima)
  • Waldmeister (Galium odoratum)
  • Zwiebel-Zahnwurz (Cardamine bulbifera)
Tierarten:
Schutzziele: Schutz und Erhaltung eines artenreiches Buchenhochwaldes auf kalkreichem Standort durch naturnahe Waldbewirtschaftung. Schutz des Kleinreliefs, insbesondere der natürlichen Diabas-Felsbildungen als typische Element des Naturraums "Padberger Schweiz"
Gefährdungen:
  • Beseitigung alter Baeume
  • Wegebau
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Erhaltung des Kleinreliefs
  • kein Kahlschlag
  • keine wegebaulichen Massnahmen
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Totholz erhalten
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