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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Niedere Lenmecke (HSK-255)

Objektbezeichnung:

NSG Niedere Lenmecke

Kennung:

HSK-255

Ort: Olsberg
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 6,16 ha
Offizielle Fläche: 6,20 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2001
Inkraft: 2004
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Schutzzweck
Erhaltung eines quellenreichen Steilhang-Buchenwaldes mit kleinflaechigem
Vorkommen des Silberblatt-Schluchtwaldes als eindrucksvollste
Waldgesellschaft des montanen Sauerlandes.
Das NSG dient auch der nachhaltigen Sicherung der besonders
schutzwuerdigen Lebensraeume nach Paragraph 62 LG.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4716-537
Kennung:

BK-4716-537

Objektbezeichnung:

NSG Niedere Lenmecke

Link zur Karte: BK-4716-537
Objektbeschreibung: Schluchtwaldfragmente auf silikatischem Untergrund mit einer Hangneigung von bis zu 60 %. Oberhalb der Kreisstraße 46 zwischen Heinrichsdorf und Elpe liegt das Gebiet an einem Nordost exponierten Hang. Drei naturnahe Quellbäche entwässern von dort in die Elpe. Im Süden, Westen und Norden grenzt Fichtenforst an, der teilweise auch im Gebiet bis an die Schluchtwaldbereiche heranreicht. Der östliche, untere Teil des Gebietes wird von gut ausgeprägtem Buchenwald im starken Baumalter und einem im Dickungsstadium befindlichen Vorwald eingenommen, der größtenteils aus Buche und Bergahorn besteht. Die Buchenwälder können als Hainsimsen-Buchenwälder angesprochen und dem FFH-Lebensraumtyp 9110 zugeordnet werden. Die Bäche besitzen einen reich strukturierten Verlauf mit überrieselten Felsstufen und kleinen Wasserfällen. Die Felsen sind zum Teil üppig mit Moosen bewachsen. Um die Quellbäche herum befindet sich Schluchtwald auf sickerfeuchtem Standort. Der im Westen anschließende Fichtenforst ist zum Teil im jüngeren Alter und extrem artenarm. Die in diesem Biotop vorhandenen Schluchtwaldfragmente stellen in ihrer Ausprägung einen seltenen Waldtyp dar und sind von elementarer Bedeutung als Trittsteinbiotope im regionalen Biotopverbund.
Lebensraumtypen:
  • Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum) <9130> (3,07 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (0,43 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Schlucht- und Hangschuttwaelder (nicht FFH-LRT) sowie felsenreiche Waelder <NAY0> (0,55 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (0,17 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Saeume und Hochstaudenfluren (nicht FFH-LRT) <NK00> (0,15 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Fichtenwald <AJ0> (1,80 ha)
  • Wald, Jungwuchs <AU1> (0,43 ha)
  • Buchenwald <xAA0> (3,07 ha)
  • Ahorn-Schlucht- bzw. Hangschuttwald <yAR2> (0,55 ha)
  • Sicker-, Sumpfquelle <yFK2> (0,15 ha)
  • Quellbach <yFM4> (0,17 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Bach-Spatenmoos (Scapania undulata)
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Bogiges Krummstielmoos (Campylopus flexuosus)
  • Fichte (Picea abies)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Gegenblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium)
  • Gewelltblaettriges Kriechsternmoos (Plagiomnium undulatum)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Punktiertes Wurzelsternmoos (Rhizomnium punctatum)
  • Quirl-Weisswurz (Polygonatum verticillatum)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Spiessmoos (Calliergonella cuspidata)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wald-Schaumkraut (Cardamine flexuosa)
  • Waldmeister (Galium odoratum)
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
  • Wildes Silberblatt (Lunaria rediviva)
  • Zwiebel-Zahnwurz (Cardamine bulbifera)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt von Schluchtwäldern und Quellstandorten
Gefährdungen:
  • intensive Forstwirtschaft (FW)
  • Kahlschlag, unsachgemaesser Holzeinschlag (FW)
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
Maßnahmen:
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Umwandlung von Nadelwald in bodenstaendigen Wald
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