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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Erlenbruch (HSK-268)

Objektbezeichnung:

NSG Erlenbruch

Kennung:

HSK-268

Ort: Olsberg
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 2,61 ha
Offizielle Fläche: 2,60 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2001
Inkraft: 2004
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Schutzzweck
Sicherung und oekologische Optimierung eines partiell waldfreien Quellmoores
in der hochmontanen Waldregion um den Langenberg, dem hoechsten Berg in NRW.
Das NSG dient auch der nachhaltigen Sicherung besonders schutzwuerdiger
Lebensraeume nach Paragraph 62 LG.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4717-243
Kennung:

BK-4717-243

Objektbezeichnung:

NSG Erlenbruch

Link zur Karte: BK-4717-243
Objektbeschreibung: Das NSG "Erlenbruch" besteht aus Fichtenforst mit einem Quellgebiet aus Binsensümpfen, Seggenrieden, Borstgrasrasen, kleinflächigen Vermoorungen und einem Bruchwald-Relikt: An einem südexponierten, schwach geneigten Hang entspringen fünf Quellrinnsale. Mosaikartig sind in den nassen, quellig durchsickerten, anmoorigen Bereichen Seggenriede und Binsensümpfe verteilt. Auf etwas höher gelegenen, feuchten bis frischen Standorten zwischen den Quellsümpfen wachsen Borstgrasrasen, die mit den Seggenrieden verzahnt sind. Das Offenland ist von Fichtenforst umschlossen und mit einzelnen jungen Erlen und Fichten bewachsen. Im Nordosten befindet sich ein quellig durchsickerter Erlenwald. Die Umgebung besteht aus Fichtenforst. Wertgebend ist der zentral im NSG gelegene, im Naturraum seltene Offenland-Vegetationskomplex aus gefährdeten Pflanzengesellschaften. Sümpfe und Riede des NSG sind geschützt nach § 62 LG NRW, hier kommen zahlreiche Rote-Liste-Pflanzenarten in hoher Individuendichte vor. Der umgebende, nicht standortgerechte Fichtenforst und der zunehmende Fichtenaufwuchs im Offenland wirken beeinträchtigend.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Moor- und Bruchwaelder (nicht FFH-LRT) <NAC0> (0,21 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Moore, Suempfe, Riede und Roehrichte (nicht FFH) auf Primärstandorten <NCA0-ung.> (0,86 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Heideflaechen <ND00-ung.> (0,23 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Fichtenwald <AJ0> (1,30 ha)
  • Erlen-Bruchwald <yAC4> (0,21 ha)
  • Uebergangs-, Zwischenmoor, Quellmoor <yCA3> (0,01 ha)
  • Bodensaures Kleinseggenried <yCC1> (0,34 ha)
  • Bodensaurer Binsensumpf <yCC3> (0,50 ha)
  • Borstgrasrasen <yDF0> (0,23 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Besenheide (Calluna vulgaris)
  • Blutwurz (Potentilla erecta (subsp. erecta))
  • Borstgras (Nardus stricta)
  • Braune Segge (Carex nigra)
  • Feld-Hainsimse (Luzula campestris (subsp. campestris))
  • Fichte (Picea abies)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Geflecktes Knabenkraut (Dactylorhiza maculata)
  • Goldenes Frauenhaar (Polytrichum commune)
  • Harzer Labkraut (Galium saxatile)
  • Hasenpfoten-Segge (Carex leporina)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Hirse-Segge (Carex panicea)
  • Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea (subsp. vitis-idaea))
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Sparriges Torfmoos (Sphagnum squarrosum)
  • Spitzblaettriges Torfmoos (Sphagnum capillifolium)
  • Spitzbluetige Binse (Juncus acutiflorus (subsp. acutiflorus))
  • Stern-Segge (Carex echinata)
  • Sumpf-Hornklee (Lotus pedunculatus)
  • Sumpf-Pippau (Crepis paludosa)
  • Sumpf-Weidenroeschen (Epilobium palustre)
  • Vielbluetige Hainsimse (Luzula multiflora (subsp. multiflora))
  • Winkel-Segge (Carex remota)
Tierarten:
Schutzziele: Erhaltung eines Offenland-Quellgebietes mit Seggenrieden und Binsensümpfen
Gefährdungen:
  • Entwaesserung, Wasserentnahme, Wasserregime
  • Eutrophierung
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • Verbuschung als unerwuenschte Sukzession
Maßnahmen:
  • Erhaltung der Landschaftsstrukturen
  • Erhaltung des Wasserstandes
  • keine Aufforstung
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
  • Vermeidung Eutrophierung
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