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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Eisenberg und Maxstollen (HSK-284)

Objektbezeichnung:

NSG Eisenberg und Maxstollen

Kennung:

HSK-284

Ort: Olsberg
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 9,39 ha
Offizielle Fläche: 9,40 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2001
Inkraft: 2004
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Schutzzweck
Im einzelnen erfolgt die Unterschutzstellung
- Zur Sicherung des oekologischen Netzes "Natura 2000" im Sinne der FFH-Richtlinie,
- Zur Erhaltung eines offenen Stollens als landesweit bedeutender Ueberwinterungs-
Habitat gefaehrdeter Fledermaeuse, eingebunden in einen naturnahen Laubwald,
- Zum Erhalt eines Stollens aus landeskundlichen und landschaftsgeschichtlichen
Gruenden als Zeugen der regionalen Industriegeschichte.
Das Schutzgebiet ist Teil des FFH-Gebietes DE-4616-304 "Hoehlen und Stollen bei
Bestwig und Olsberg". Massgebliche Bestandteile des Gebietes sind
- Lebensraeume von gemeinschaftlichem Interesse nach Anhang I der FFH-Richtlinie

8310Nicht touristisch erschlossene Hoehlen,
8210Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation,
9110Hainsimsen-Buchenwald,
9130Waldmeister-Buchenwald

- Arten von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH- oder Vogelschutz-Richtlinie

Teichfledermaus,
Grosses Mausohr,
Kleine Bartfledermaus,
Uhu.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4617-225
Kennung:

BK-4617-225

Objektbezeichnung:

Buchenwald am Eisenberg mit Fledermausstollen

Link zur Karte: BK-4617-225
Objektbeschreibung: Östlich Olsberg stockt auf dem steilen, örtlich flachgründigen Südhang des Eisenbergs ein altersheterogener Buchenwald. Alter, z.T. verlichteter Hochwald (mit guter Naturverjüngung und einzelnen liegenden Eichen-Totholzstämmen) wechselt sich ab mit jüngeren, teils krüppelwüchsigen Beständen. Randlich finden sich Fichten-, Lärchen- und Bergahornbestände sowie Schlagflächen. Im Wald liegen drei überwiegend fachgerecht vergitterte Stolleneingänge. Der südöstliche Stollen (Maxstollen) wurde Ende des 18. Jahrhunderts zur Erreichung eines Eisenerzlagers gehauen. Der Betrieb des insgesamt 297 m langen Stollens wurde 1916 eingestellt. Die Stollen dienen mehreren Fledermausarten als Winterquartier. Am Nordostrand des Gebietes liegt ein moosreicher Kalk-Fels. Besonders hervorzuheben ist neben den Fledermaus-Winterquartieren der z.T. sehr gute Erhaltungszustand des Buchenwalds. Das Gebiet ist Teil des international bedeutsamen Fledermausgebietes "Höhlen und Stollen bei Olsberg und Bestwig".
Lebensraumtypen:
  • Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation <8210> (0,01 ha)
  • Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum) <9110> (5,60 ha)
  • Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum) <9130> (2,88 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Stollen, Hoehlen und Tunnel (nicht FFH-LRT) <NGE0> (0,00 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Stollen <GE2> (0,00 ha)
  • Buchenwald <xAA0> (8,48 ha)
  • natuerlicher Kalkfels <zGA1> (0,01 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Aronstab (Arum maculatum)
  • Busch-Windroeschen (Anemone nemorosa)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Eichenfarn (Gymnocarpium dryopteris)
  • Einbluetiges Perlgras (Melica uniflora)
  • Fichte (Picea abies)
  • Flachblaettriges Kahlfruchtmoos (Porella platyphylla)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Fuchs' Greiskraut (Senecio ovatus)
  • Gemeiner Tuepfelfarn (Polypodium vulgare)
  • Gewoehnliche Goldnessel (Galeobdolon luteum)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Glattes Neckermoos (Neckera complanata)
  • Mauerlattich (Mycelis muralis)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Seidenmoos (Homalothecium sericeum)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Wald-Reitgras (Calamagrostis arundinacea)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wald-Segge (Carex sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana)
  • Waldmeister (Galium odoratum)
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
  • Zypressen-Schlafmoos (Hypnum cupressiforme)
Tierarten:
  • Grosses Mausohr (Myotis myotis)
  • Kleine Bartfledermaus (Myotis mystacinus)
  • Teichfledermaus (Myotis dasycneme)
Schutzziele: Sicherung naturnaher Buchenwälder mit z.T. sehr gutem Erhaltungszustand als FFH-relevante Lebensräume, Sicherung von Stollen u.a. als Winterquartier für FFH-relevante Fledermausarten
Gefährdungen:
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • nicht einheimische Gehoelze (FW)
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Fledermaus-Quartier sichern
  • Hoehlen, Stollen erhalten, sichern
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Totholz erhalten
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
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