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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Oberes Schlebornbachtal (HSK-290)

Objektbezeichnung:

NSG Oberes Schlebornbachtal

Kennung:

HSK-290

Ort: Olsberg
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 45,31 ha
Offizielle Fläche: 45,30 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2001
Inkraft: 2004
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Schutzzweck
Erhalt einer naturnahen, standoertlich vielfaeltigen Laubwaldinsel innerhalb
des ausgedehnten Forstes Antfeld mit Buchenwaeldern, Feuchtwaeldern,
Quellen, Quellbach und Felsen. Das Schutzgebiet dient auch der nachhaltigen
Sicherung besonders schutzwuerdiger Lebensraeume nach Paragraph 62 LG.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4616-0302
Kennung:

BK-4616-0302

Objektbezeichnung:

NSG oberes Schlebornbachtal

Link zur Karte: BK-4616-0302
Objektbeschreibung: Buchenwälder und Bachlauf südlich von Esshoff. Das Gebiet umfaßt den oberen Bachlauf des Schlebornbaches sowie Buchenwälder an südlichen Talhang. Der Bach entspringt am Südhang des Butterberges in einem kleinen Quellsumpf und fließt in einem steil eingeschnittenen Tal mit starkem Gefälle in südlicher Richtung. Auf der Sohle eines breiteren Tals vereinigt er sich mit zwei weiteren Bächen, die von Süden her in das Tal entwässern. Ab da knickt das Tal in westliche Richtung ab. Am Zusammenfluß mit dem ersten Bach findet sich ein kleiner Auenwald auf sekundärem Standort (Geröll). Die südlichen Talhänge sind mit Buchenwald bestanden. Dieser ist zum größten Teil stark aufgelichtet, andere Bereiche enthalten gleichmäßig jungen oder mittelalten Buchenwald. In den aufgelichteten Teilen kommt starker Buchenjungwuchs hoch, der sich teilweise bereits in Strauchhöhe befindet. Ganz im südwestlichen Teil des Gebietes sind zwei weitere Quellen sowie ein Felsstandort mit artenreicher Farnflora zu finden. Die Blockschutthalde in diesem Bereich weist keine typische Artenzusammensetzung auf. Im westlichen Bereich des Gebietes fließt der Bach in einem steil eingeschnittenen Tal mit mäßigem Gefälle. Er weist ein gut strukturiertes Bachbett mit Kiesflächen auf. Parallel zum Bach verläuft ein Forstweg. Im westlichen Bereich befinden sich große Teile des Bachlaufes unter Fichtenforst, stellenweise sind Auwaldreste eingestreut. Ein Fischteich sowie eine Wildwiese liegen ebenfalls im Bachtal. Bachlauf sowie Quellen und Auwaldreste weisen eine gute bis mäßig anspruchsvolle Krautschicht mit typischen Arten auf. Die Buchenwälder sind ebenfalls artenreich, die Krautschicht ist allerdings nur schwach ausgeprägt. Das Gebiet ist durch Forstwirtschaft (Auflichtungen) stark beeinträchtigt. Der Bachlauf bildet mit seinen Nebenbächen den Oberlauf des Schlebornbaches und ist Bestandteil eines weit verzweigten, nach Süden entwässernden Bachsystems mit direkter Anbindung zur Ruhr. Damit kommt ihm als wichtiges linienhaftes Element eine besondere Bedeutung im regionalen Biotopverbund von Fließgewässern zu. Die Buchenwälder sind wertvoller Bestandteil der Laubwaldgebiete im nördlichen Raum von Bestwig/Olsberg und somit wichtiger Baustein bei der Vernetzung von Laubwaldgebieten.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (19,98 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Moor- und Bruchwaelder (nicht FFH-LRT) <NAC0> (0,67 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Auenwaelder (nicht FFH-LRT) <NAX0> (1,04 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes mesophiles Wirtschaftsgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NE00> (0,29 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Quellbereiche (nicht FFH-LRT) <NFK0> (0,11 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (1,55 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Felsen (nicht FFH-LRT) <NGA0> (0,30 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fels- und Rohbodenstandorte (nicht FFH) <NGA0-ung.> (0,13 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (19,98 ha)
  • Nadelbaum-Erlenmischwald <AC3> (0,95 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (9,34 ha)
  • Kahlschlagflaeche <AT1> (8,29 ha)
  • Wald, Jungwuchs <AU1> (3,00 ha)
  • Gruenlandbrache <EE0> (0,29 ha)
  • Teich <FF0> (0,17 ha)
  • Quellbach <FM4> (0,07 ha)
  • sekundaere Silikat-Blockschutt- / Feinschutthalde <GB4> (0,13 ha)
  • Erlenwald <yAC0> (0,67 ha)
  • Bachbegleitender Erlenwald <yAC5> (0,09 ha)
  • Sicker-, Sumpfquelle <yFK2> (0,11 ha)
  • Bachoberlauf im Mittelgebirge <yFM1> (1,48 ha)
  • natuerlicher Silikatfels <yGA2> (0,30 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Vergissmeinnicht (Myosotis arvensis)
  • Bitteres Schaumkraut (Cardamine amara)
  • Braunstieliger Streifenfarn (Asplenium trichomanes)
  • Buchenfarn (Phegopteris connectilis)
  • Echte Nelkenwurz (Geum urbanum)
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Europaeische Laerche (Larix decidua (subsp. decidua))
  • Fichte (Picea abies)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Fuchs' Greiskraut (Senecio ovatus)
  • Gegenblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium)
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Gewoehnliches Leinkraut (Linaria vulgaris)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Himbeere (Rubus idaeus)
  • Kriechender Arznei-Baldrian (Valeriana excelsa subsp. excelsa)
  • Nesselblaettrige Glockenblume (Campanula trachelium (subsp. trachelium))
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rippenfarn (Blechnum spicant)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Rote Taubnessel i.w.S. (Lamium purpureum)
  • Ruprechtskraut (Geranium robertianum)
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schoenes Frauenhaarmoos (Polytrichum formosum)
  • Schwanenhals-Sternmoos (Mnium hornum)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Stern-Segge (Carex echinata)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Sumpf-Reitgras (Calamagrostis canescens)
  • Trauben-Eiche (Quercus petraea (subsp. petraea))
  • Trauben-Holunder (Sambucus racemosa)
  • Wald-Bergminze (Calamintha menthifolia)
  • Wald-Erdbeere (Fragaria vesca)
  • Wald-Reitgras (Calamagrostis arundinacea)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
  • Wald-Zwenke (Brachypodium sylvaticum (subsp. sylvaticum))
  • Waldmeister (Galium odoratum)
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
  • Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Zerbrechlicher Blasenfarn (Cystopteris fragilis)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt von Laubwäldern und Bachtälern
Gefährdungen:
  • intensive Forstwirtschaft (FW)
  • Kahlschlag, unsachgemaesser Holzeinschlag (FW)
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
Maßnahmen:
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • kein Kahlschlag
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
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