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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Kattenkopp (HSK-322)

Objektbezeichnung:

NSG Kattenkopp

Kennung:

HSK-322

Ort: Medebach
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 16,33 ha
Offizielle Fläche: 16,34 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2002
Inkraft: 2003
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Unterschutzstellung erfolgt
- zur Erhaltung eines strukturreichen Kulturlandschaftskomplexes mit
und Kleingehoelzen differenzierten Gruenland-Lebensraeumen als Habitat
u.a. von Neuntoeter und Braunkehlchen. Das NSG dient auch der
nachhaltigen Sicherung besonders schutzwuerdiger Lebensraeume
nach Paragraph 62 LG.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4718-0010
Kennung:

BK-4718-0010

Objektbezeichnung:

NSG Kattenkopp

Link zur Karte: BK-4718-0010
Objektbeschreibung: Nach Süden abfallender, leicht querwelliger Grünlandkomplex nördlich von Oberschledorn mit wertvollen Kleingewässer-, Feucht- und Magergrünlandbiotopen sowie ornithologisch bedeutsamen Heckenstrukturen. Im Nordwesten des Gebietes liegt eine feuchte bis vernässte Brachfläche, in der vor etwa 25 Jahren neun Kleingewässer angelegt wurden. Diese sind großteils bis auf Flachwasserbereiche verlandet und mit Röhricht- und Waldsimsenbeständen sowie Kleinseggenriedern zugewachsen. Zwei Flachgewässer weisen noch Schwimmblatt- und Röhrichtvegetation, z.T. auch Unterwasservegetation auf. In der Brache stehen mehrere alte, durchgewachsene Bruchweiden-Stockausschläge. Im Südosten des NSG wird ein Bachgraben von einem quellig vernässten Nassweidestreifen begleitet. Die Nassweide erstreckt sich im nördlichen Teil auch auf den westlichen Talhang. Im abzweigenden Nebental ist der Bach großteils verrohrt, die Talsohle wird hier z.T. von mäßig feuchtem Weidegrünland eingenommen. Auf Talböschungen finden sich kleinflächig bzw. als schmale Streifen teils artenreiche Magerweiden sowie dornstrauchreiche Böschungshecken. Das übrige Grünland wird von Intensivwiesen und Weidegrünland eingenommen. Im Westen am Tennisplatz liegt eine kleine Weihnachtsbaumkultur. Entlang von Wirtschaftswegen befinden sich Heckenfragmente, in denen nach der Vogelkartierung in der Medebacher Bucht 1999/2000 mehrfach der Neuntöter nachgewiesen wurde. In der ausgeräumten Agrarlandschaft nördlich von Oberschledorn kommt den kleinflächigen Feucht- und Magerbiotopen eine große Bedeutung als Refugiallebensraum zu, die Heckenstrukturen sind von hoher ornithologischer Bedeutung. Das NSG ist nicht zuletzt wegen seiner Neuntöterdichte ein wertvoller Verbundbaustein im Vogelschutzgebiet der Medebacher Bucht. Durch eine Extensivierung der Grünlandnutzung sowie eine Anreicherung des zumeist offenen Grünlandkomplexes mit dornstrauchreichen Hecken und Gebüschen ließen sich die Lebensraumqualitäten des Gebietes noch erhöhen.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete flaechige Gebuesche und Baumgruppen <NBB0> (0,05 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete linienfoermige Gehoelzstrukturen und Einzelbaeume <NBD0> (0,10 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Suempfe, Riede und Roehrichte (nicht FFH-LRT) <NCC0> (0,02 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes mesophiles Wirtschaftsgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NE00> (4,90 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Nass- und Feuchtgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NEC0> (0,61 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Magergruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NED0> (0,08 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Stillgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFD0> (0,02 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (0,10 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • Roehrichte (0,02 ha)
  • Seggen- und binsenreiche Nasswiesen (0,41 ha)
  • stehende Binnengewaesser (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (0,01 ha)
  • Suempfe (0,00 ha)
Biotoptypen:
  • Hecke <BD0> (0,10 ha)
  • Baumgruppe <BF2> (0,05 ha)
  • Fettwiese <EA0> (5,72 ha)
  • Fettweide <EB0> (8,99 ha)
  • Nass- und Feuchtweide <EC2> (0,20 ha)
  • Magerweide <ED2> (0,08 ha)
  • Gruenlandbrache <EE0> (0,20 ha)
  • stehendes Kleingewaesser <FD0> (0,01 ha)
  • Bachoberlauf im Mittelgebirge <FM1> (0,10 ha)
  • Weihnachtsbaumkultur <HJ7> (0,32 ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
  • Bodensaures Kleinseggenried <yCC1> (0,00 ha)
  • Roehrichtbestand <yCF0> (0,02 ha)
  • Nass- und Feuchtweide <yEC2> (0,20 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <yEE3> (0,21 ha)
  • stehendes Kleingewaesser <yFD0> (0,01 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Witwenblume (Knautia arvensis)
  • Aufrechter Igelkolben (Sparganium erectum)
  • Bachbunge (Veronica beccabunga (subsp. beccabunga))
  • Besenheide (Calluna vulgaris)
  • Blutwurz (Potentilla erecta (subsp. erecta))
  • Braune Segge (Carex nigra)
  • Breitblaettriger Rohrkolben (Typha latifolia)
  • Brennender Hahnenfuss (Ranunculus flammula (subsp. flammula))
  • Bruch-Weide (Salix fragilis)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Echtes Labkraut (Galium verum (subsp. verum))
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flutender Schwaden Sa. (Glyceria fluitans agg.)
  • Gaensebluemchen (Bellis perennis)
  • Gemeine Braunelle (Prunella vulgaris)
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gemeiner Frauenmantel Sa. (Alchemilla vulgaris agg.)
  • Gewoehnliche Schlehe (Prunus spinosa)
  • Gewoehnliche Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)
  • Gewoehnlicher Hornklee (Lotus corniculatus)
  • Glieder-Binse (Juncus articulatus (subsp. articulatus))
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Herbst-Loewenzahn (Scorzoneroides autumnalis)
  • Hunds-Rose (Rosa canina)
  • Kleine Bibernelle (Pimpinella saxifraga)
  • Kleine Wasserlinse (Lemna minor)
  • Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Rotes Straussgras (Agrostis capillaris)
  • Rotschwingel Sa. (Festuca rubra agg.)
  • Rundblaettrige Glockenblume (Campanula rotundifolia)
  • Schnabel-Segge (Carex rostrata (subsp. rostrata))
  • Schwimmendes Laichkraut (Potamogeton natans)
  • Spitzbluetige Binse (Juncus acutiflorus (subsp. acutiflorus))
  • Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris)
  • Sumpf-Hornklee (Lotus pedunculatus)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht Sa. (Myosotis scorpioides agg.)
  • Sumpf-Wasserstern Sa. (Callitriche palustris agg.)
  • Teich-Schachtelhalm (Equisetum fluviatile)
  • Wald-Ehrenpreis (Veronica officinalis)
  • Weide-Kammgras (Cynosurus cristatus)
  • Weissklee (Trifolium repens (subsp. repens))
  • Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea)
  • Wiesen-Schwingel (Festuca pratensis)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
Tierarten:
  • Wachtel (Coturnix coturnix)
Schutzziele: Erhaltung eines Grünlandkomplexes mit Heckenstrukturen und alten Kleingehoelzen sowie wertvollen Grünland-Lebensräumen als Habitat u.a. vom Neuntöter und der Wachtel
Gefährdungen:
  • Gruenlandbewirtschaftung, zu intensiv (LW)
Maßnahmen:
  • Anlage von Biotopen
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Mahd
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