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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Knaeppchen (HSK-437)

Objektbezeichnung:

NSG Knaeppchen

Kennung:

HSK-437

Ort: Winterberg
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 1,50 ha
Offizielle Fläche: 1,50 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2006
Inkraft: 2008
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Schutzzweck:
- Erhaltung der besonderen Eigenart einer landeskundlich interessanten Diabaskuppe mit auf-
stehendem, wahrscheinlich autochthonenen Buchenbestand als Refugiallebensraum für das
typische Arteninventar des Hainsimsen-Buchenwaldes und wegen der lokalen Besonderheit
dieser Kuppe als Zielpunkt eines Kreuzweges;
- Schutz der besonderen Eigenart und Habitatfunktion von Diabasklippen, die auch dem gesetz-
lichen Biotopschutz unterfallen;
- Sicherung und Wiederherstellung der heimischen Laubholzbestände zur Stärkung der hier
kumulierenden kulturlandschaftlichen Aspekte.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4716-0002
Kennung:

BK-4716-0002

Objektbezeichnung:

NSG Knäppchen

Link zur Karte: BK-4716-0002
Objektbeschreibung: Das NSG umfasst eine alte Buchenwaldinsel mit Felsen und Felsblockflächen auf dem Rücken des Knäppchens im ansonsten fichtendominierten Osten von Winterberg-Silbach. Der teils aufgelichtete Buchenwald befindet sich überwiegend im mittleren Baumholzalter. Vereinzelt finden sich stehende Totholzstämme. Die Krautschicht entspricht dem typischen Hainsimsen-Buchenwald mit örtlichen Übergängen zum basenreicheren Flügel, dem Luzulo-Fagetum galietosum. Daneben kommt die Himbeere als Schlagflurart z.T. frequent vor. Auf dem Bergrücken fallen mehrere bis zu 4 Meter hohe Diabas-Felsköpfe und Blockhalden mit moos-, teils auch farnreichem Bewuchs auf. Der Ostteil des Waldes wird von einer jungen Lärchenaufforstung eingenommen, an dessen Ostrand sich das Ende eines Kreuzweges von Silbach zur Himmelswiese befindet. Das Gebiet repräsentiert mit seinem naturnahen Hainsimsen-Buchenwald mit eingesprengten Felsen ein für das zentrale Rothaargebirge charakteristisches Waldbild. Zusammen mit ähnlich strukturierten Wäldern im Raum Niedersfeld-Silbach ist es im Rahmen des regionalen Biotopverbundes von großer Bedeutung. Die Lärchenaufforstung sollte zurückgenommen und zu einem bodenständigen Buchenwald entwickelt werden.
Lebensraumtypen:
  • Silikatfelsen mit Felsspaltenvegetation <8220> (0,09 ha)
  • Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum) <9110> (0,83 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • natuerl. Felsen, offene natuerl. Block-, Schutt-, Geroellhalden (0,09 ha)
Biotoptypen:
  • Laerchenwald <AS0> (0,48 ha)
  • Kahlschlagflaeche <AT1> (0,08 ha)
  • Buchenwald <xAA0> (0,83 ha)
  • natuerlicher Silikatfels <zGA2> (0,09 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Eichenfarn (Gymnocarpium dryopteris)
  • Gemeiner Tuepfelfarn (Polypodium vulgare)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Harzer Labkraut (Galium saxatile)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Quirl-Weisswurz (Polygonatum verticillatum)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Schoenes Frauenhaarmoos (Polytrichum formosum)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Waldmeister (Galium odoratum)
  • Weiches Kamm-Moos (Ctenidium molluscum)
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt alter Buchenwälder mit Diabas-Felsköpfen und Blockhalden als naturnahe Lebensräume mit vermutlich autochthoner Gehölzvegetation und Refugiallebensraum für das typische Arteninventar des Hainsimsen-Buchenwaldes in einem von Fichtenforsten geprägten Waldraum
Gefährdungen:
  • Kahlschlag, unsachgemaesser Holzeinschlag (FW)
  • nicht einheimische Gehoelze (FW)
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Totholz erhalten
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
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