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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Doernberg (HSK-468)

Objektbezeichnung:

NSG Doernberg

Kennung:

HSK-468

Ort: Bestwig
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 1,10 ha
Offizielle Fläche: 1,10 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2007
Inkraft: 2008
Außerkraft: 9999
Schutzziel: gemaess § 20 LG
- Erhaltung eines Felsbandes mit aufstockendem Buchen-Eichen-Mischwald, das sich als trocke-
ner Sonderstandort in seinen Habitatangeboten für Flora und Fauna von den umgebenden, rel.
stark nivellierten Flächennutzungen abhebt und tlw. seltene und gefährdete Pflanzenarten enthält;
- Sicherung der laubholzbestockten Kuppe als selten gewordener Landschaftsbestandteil, der
wegen der naturräumlich bedingten Standort- bzw. Nutzungsungunst als Relikt naturnaher Pflan-
zengesellschaften in Erscheinung tritt, während solche in der Umgebung weitestgehend durch
bergbauliche sowie land- und forstwirtschaftliche "Sekundärnutzungen" verschwunden sind.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4616-214
Kennung:

BK-4616-214

Objektbezeichnung:

NSG Doernberg

Link zur Karte: BK-4616-214
Objektbeschreibung: Schmales Buchenwaldgebiet um moosreiche Felsstandorte. Das Gebiet liegt am Nordhang des Dörnberges und besteht aus einem schmalen, sich von West nach Ost erstreckenden Band aus Buchenwald. Es grenzt im Süden an Weiden, im Norden an eine Straße und an Weihnachtsbaumkulturen. Der hallenartige Buchenwald besteht aus starkem Baumholz mit mäßig artenreicher Krautschicht. Auf den als GB ausgewiesenen Felsen findet sich lokal Eiche, zum Teil mit Flechten bewachsen. Die Diabasfelsen sind moosreich, mit nach Norden ausstreichenden Felsköpfen. Eine Beeinträchtigung durch Forstwirtschaft ist kaum erkennbar. Das Gebiet stellt im von Fichtenforst und Weihnachtsbaumkulturen dominierten Bereich um Andreasberg ein wichtiges Trittsteinbiotop im lokalen Verbund von Waldlebensräumen dar.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (0,80 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Felsen (nicht FFH-LRT) <NGA0> (0,08 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Eichen-Buchenmischwald <AA1> (0,80 ha)
  • natuerlicher Silikatfels <yGA2> (0,08 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Besen-Gabelzahnmoos (Dicranum scoparium)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Eichenfarn (Gymnocarpium dryopteris)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Hain-Rispengras (Poa nemoralis)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Schoenes Frauenhaarmoos (Polytrichum formosum)
  • Schwanenhals-Sternmoos (Mnium hornum)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Tamarisken Thujamoos (Thuidium tamariscinum)
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
  • Zerbrechlicher Blasenfarn (Cystopteris fragilis)
  • Zypressen-Schlafmoos (Hypnum cupressiforme)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt und naturnahe Bewirtschaftung von Laubwaeldern, Sicherung von Felsklippen
Gefährdungen:
  • intensive Forstwirtschaft (FW)
  • Kahlschlag, unsachgemaesser Holzeinschlag (FW)
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Erhaltung des Kleinreliefs
  • kein Kahlschlag
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
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