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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Tiefe Hohl - Kottensiepen <LP Bestwig> (HSK-478)

Objektbezeichnung:

NSG Tiefe Hohl - Kottensiepen <LP Bestwig>

Kennung:

HSK-478

Ort: Bestwig
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 2,78 ha
Offizielle Fläche: 2,78 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2007
Inkraft: 2008
Außerkraft: 9999
Schutzziel: gemaess § 20 LG
- Erhaltung und Optimierung eines montan geprägten, artenreichen Wiesentalabschnitts mit
typischem Arten- und Biotopinventar, insbesondere mit naturnahen Fließgewässern sowie
wertvollem Feucht- Nass- und Magergrünland;
- Schutz der seltenen und gefährdeten Pflanzenarten des Gebietes;
- Ergänzung der umgebenden NSG-Festsetzung im Landschaftsplan Olsberg zur Vervollstän-
digung des Biotopverbundes innerhalb des betroffenen Siepensystems;
- Erhaltung und Wiederherstellung der hervorragenden Schönheit dieses offenen Talraums im
Übergang von der Waldlandschaft ins Offenland um Grimlinghausen.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4616-0001
Kennung:

BK-4616-0001

Objektbezeichnung:

NSG Tiefe Hohl - Kottensiepen <LP Bestwig>

Link zur Karte: BK-4616-0001
Objektbeschreibung: Das NSG umfasst den unteren, etwa 400 m langen Abschnitt des Kottensiepens mit naturnahen Bachläufen und wertvollem Nassgrünland. Der sich im westlichen Teil verzweigende Bachlauf fließt überwiegend an der südlichen Talkante in einem naturnahen, 1-2 m breiten, feinschotterigen bis grusigen Bett. Die Wasserführung ist gut. Im westlichen Abschnitt begleitet ein kleiner, quellig vernässter Erlen-Auenwald den Kottensiepen. Der von Wildschweinen z.T. stark zerwühlte Auenwald setzt sich im benachbarten NSG fort. Unterhalb eines talquerenden Weges wird der Talraum bis zur Einmündung in das Tal der Tiefen Hohl von einer Pferdeweide eingenommen, die vor allem zum Bach hin in quellig vernässtes, artenreiches Feuchtgrünland übergeht, das z.T. aus der Beweidung herausgenommen wurde (Auszäunung). Die südliche, bis 8 m hohe Talböschung trägt einen teils alten, laubholzreichen Gehölzbestand. Der kurze Abschnitt des Kottensiepens ist mit seinen naturnahen Bachläufen und dem Nassgrünland ein wertvolles Grünlandtal. Er liegt im Übergangsbereich zwischen der bewaldeten Quellregion des Kottensiepens und dem Grünlandtal des Tiefen Hohls. Das NSG ist Teil eines regional bedeutsamen Quellbach- und Grünlandtalsystems um Grimlinghausen. Der Wildschweinbestand sollte dringend reduziert werden, ggfs. sollte der quellvernässte Auenwald abgezäunt werden.
Lebensraumtypen:
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) <91E0> (0,05 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete linienfoermige Gehoelzstrukturen und Einzelbaeume <NBD0> (0,39 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Nass- und Feuchtgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NEC0> (0,61 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (0,09 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • Auwaelder (0,05 ha)
  • Fliessgewaesserbereiche (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (0,09 ha)
  • Seggen- und binsenreiche Nasswiesen (0,48 ha)
Biotoptypen:
  • Gehoelzstreifen <BD3> (0,39 ha)
  • Fettweide <EB0> (1,30 ha)
  • Nass- und Feuchtweide <EC2> (0,13 ha)
  • Gruenlandbrache <EE0> (0,12 ha)
  • Nass- und Feuchtweide <yEC2> (0,15 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <yEE3> (0,33 ha)
  • Bachoberlauf im Mittelgebirge <yFM1> (0,06 ha)
  • Quellbach <yFM4> (0,03 ha)
  • Bachbegleitender Erlenwald <zAC5> (0,05 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Asch-Weide Sa. (Salix cinerea)
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Bitteres Schaumkraut (Cardamine amara)
  • Brennender Hahnenfuss (Ranunculus flammula (subsp. flammula))
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Echtes Lungenkraut (Pulmonaria officinalis)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Fichte (Picea abies)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flutender Schwaden Sa. (Glyceria fluitans agg.)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Gegenblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium)
  • Gemeine Pestwurz (Petasites hybridus (subsp. hybridus))
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gemeiner Beinwell (Symphytum officinale)
  • Gemeiner Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)
  • Gewoehnliche Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Glieder-Binse (Juncus articulatus (subsp. articulatus))
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Hain-Sternmiere (Stellaria nemorum)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Pappel unbestimmt (Populus spec.)
  • Quell-Sternmiere (Stellaria alsine)
  • Quirl-Weisswurz (Polygonatum verticillatum)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Spitzbluetige Binse (Juncus acutiflorus (subsp. acutiflorus))
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris)
  • Sumpf-Helmkraut (Scutellaria galericulata)
  • Sumpf-Hornklee (Lotus pedunculatus)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht Sa. (Myosotis scorpioides agg.)
  • Wasserdost (Eupatorium cannabinum (subsp. cannabinum))
  • Weissklee (Trifolium repens (subsp. repens))
  • Wiesen-Knoeterich (Bistorta officinalis (subsp. officinalis))
  • Winkel-Segge (Carex remota)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt eines Talraumes mit artenreichem Nassgrünland, naturnahen Bachläufen und einem kleinen Auenwald
Gefährdungen:
  • Trittschaeden
Maßnahmen:
  • Erhaltung der Landschaftsstrukturen
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung
  • Wilddichte reduzieren
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