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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Salmorth (KLE-004)

Objektbezeichnung:

NSG Salmorth

Kennung:

KLE-004

Ort: Kleve
Kreis: Kleve
Bezirksregierung: Düsseldorf
Digitalisierte Fläche: 1.056,03 ha
Offizielle Fläche: 1.047,00 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: VO rechtskraeftig
Inkraft seit: 1987
Inkraft: 2006
Außerkraft: 2026
Schutzziel: Schutzzweck
(1) Die in § 2 näher bezeichneten Flächen in der Stadt Kleve im Kreis Kleve werden als
Naturschutzgebiet festgesetzt.
Das Naturschutzgebiet umfasst auch den Bereich des nach der Richtlinie 92/43/EWG
des Rates zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere
und Pflanzen (FFH-Richtlinie) vom 21.05.1992 (Abl. EG Nr. L 305 S. 42) gemeldeten
und in die Erste Liste der EU ? Kommission der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung
der atlantischen biogeografischen Region vom 07.12.2004 (Abl. EG Nr. 387/1
vom 29.12.2004) aufgenommen Gebietes DE-4102-302 "NSG Salmorth, nur Teilfläche".
Weiterhin ist die gesamte Fläche Teil des nach der Richtlinie 79/409/EWG
von der Landesregierung NRW erklärten, mit Erlass des Ministerium für Umwelt und
Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW vom 17. Dezember 2004 -
III-9-616.07.00.04- (MBl. NRW. 2005 S. 66) bekannt gemachten und durch § 48c
Abs. 5 des Landschaftsgesetzes in der Fassung der Änderung vom 01. März 2005
(GV. NRW. S. 191) unter Schutz gestellten europäischen Vogelschutzgebietes DE-
4203-401 "Unterer Niederrhein".

(2) Die Festsetzung erfolgt zur Erhaltung von Lebensstätten und von Lebensgemeinschaften
bestimmter wildwachsender Pflanzen und wildlebender Tierarten,
1. insbesondere zur Erhaltung der Rast- und Äsungsplätze überwinternder Wildgänse,
2. zur Erhaltung der besonderen Eigenart und Schönheit der niederrheinischen
bäuerlichen Kulturlandschaft, die besonders durch Hecken, Feldgehölze und
Kopfbäume, durch Altwasser und Gräben sowie durch Wiesen- und Weidenutzung
geprägt ist und sich durch charakteristische Lebensgemeinschaften auszeichnet,
3. zur Erhaltung der besonderen Eigenart und Schönheit der durch den Rhein geschaffenen
naturräumlichen Strukturen der Flussmarschenlandschaft (Flutrinnen,
Auskolkungen, Altarme, usw.), auch aus erdgeschichtlichen und landeskundlichen
Gründen,
4. zur Erhaltung von für den unteren Niederrhein repräsentativen und aufgrund
von Größe und Ausbildung landesweit bedeutsamen Altarmen und Flutrinnen
des Rheins mit typischer Vegetationszonierung und zahlreichen auentypischen
Strukturen.

(3) Die Festsetzung erfolgt des weiteren zur Bewahrung und Wiederherstellung eines
günstigen Erhaltungszustandes der natürlichen Lebensräume von gemeinschaftlichem
Interesse gem. Art. 4 Abs. 4 i. V. m. Art. 2 Abs. 2 der Richtlinie 92/43/EWG.
Hierbei handelt es sich bei dem FFH-Gebiet DE-4102-302 "NSG Salmorth, nur Teilfläche"
um die folgenden natürlichen Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse gem. Anhang I
der FFH - Richtlinie:
- Nährstoffärmere basenarme Stillgewässer (NATURA-2000-Code: 3130)
- Natürliche eutrophe Seen und Altarme (NATURA-2000-Code: 3150)
- Schlammige Flussufer mit einjähriger Vegetation (NATURA-2000-Code: 3270)
- Artenreiche Mähwiesen des Flach- und Hügellandes (NATURA-2000-Code: 6510)
- Erlen-/ Eschenwald und Weichholzauenwald an Fließgewässern
(NATURA-2000-Code: 91E0, prioritärer Lebensraum)
- Eichen-Ulmen-Eschen-Auenwald am Ufer großer Flüsse (NATURA-2000-Code: 91F0)

sowie Arten von gemeinschaftlichem Interesse gem. Anhang II nach der Richtlinie 92/43/EWG:
mit Angabe der NATURA 2000 - Kennziffer
- Kammmolch (Triturus cristatus), 1166

Weiterhin handelt es sich um folgende Arten von gemeinschaftlichem Interesse nach der
Richtlinie 79/409/EWG des Rates der Europäischen Gemeinschaften zur Erhaltung der
wildlebenden Vogelarten vom 02. April 1979 (Abl. EG Nr. L 103 vom 25.04.1979 S. 1) (Vogel-
schutz-RL) (mit Angabe der NATURA 2000 Kennziffer):
a) Arten des Anhangs I
- Rohrweihe (Circus aeruginosus), A081
- Wachtelkönig (Crex crex), A122
- Blaukehlchen (Luscinia svecica), A272
- Zwergsäger (Mergus albellus), A068
- Kampfläufer (Philomachus pugnax), A151
- Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria), A140
- Bruchwasserläufer (Tringa glareola), A166
- Eisvogel (Alcedo atthis), A229
- Weißwangengans (Branta leucopsis), A045
- Trauerseeschwalbe (Chlidonias niger), A197
- Flussseeschwalbe (Sterna hirundo), A193
- Kornweihe (Circus cyaneus), A082
- Weißstorch (Ciconia ciconia), A031
- Singschwan (Cygnus cygnus), A038
- Zwergschwan (Cygnus columbianus bewickii), A037

b) regelmäßig vorkommende Zugvögel, die nicht in Anhang I aufgeführt sind;
- Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus), A297
- Löffelente (Anas clypeata), A056
- Krickente (Anas crecca), A052
- Pfeifente (Anas penelope), A050
- Knäkente (Anas querquedula), A055
- Schnatterente (Anas strepera), A051
- Bläßgans (Anser albifrons), A041
- Saatgans (Anser fabalis), A039
- Wiesenpieper (Anthus pratensis), A257
- Flußregenpfeifer (Charadrius dubius), A136
- Bekassine (Gallinago gallinago), A153
- Uferschnepfe (Limosa limosa), A156
- Nachtigall (Luscinia megarhynchos),A 271
- Gänsesänger (Mergus merganser), A070
- Großer Brachvogel (Numenius arquata), A160
- Pirol (Oriolus oriolus), A337
- Schwarzkehlchen (Saxicola torquata), A276
- Rotschenkel (Tringa totanus), A162
- Kiebitz (Vanellus vanellus), A142
- Waldwasserläufer (Tringa ochropus), A165
- Braunkehlchen (Saxicola rubetra), A275
- Grünschenkel (Tringa nebularia), A164
- Spießente (Anas acuta), A054
- Tafelente (Aythya ferina), A059
- Wasserralle (Rallus aquaticus), A118
- Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis), A004
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4102-0701
  • BK-4102-903
Kennung:

BK-4102-0701

Objektbezeichnung:

Rindernsche Kolke (Teilgebiet des NSG Salmorth)

Link zur Karte: BK-4102-0701
Objektbeschreibung: Das Gebiet umfasst ein südlich des Banndeichs bei Gut Hogefeld gelegenes Teilgebiet des NSG Salmorth im Bereich einer alten Rheinstrom-Rinne. Zahlreiche Kolke sowie weitere Kleingewässer und Teiche stehen über einen grabenartigen Bachlauf miteinander in Verbindung, die Gewässer sind in eine teilweise durch Hecken, Gebüsche, Einzelbäume, (Kopf-) Baum-Reihen und -Gruppen reich gegliederte, überwiegend beweidete, typische Kulturlandschaft des Unteren Niederrheins eingebunden. Landschaftsprägend sind etwa 11 Kolke, deren Größe zwischen 500 Quadratmetern und 3 Hektar variiert, ergänzt durch mehrere kleinere Blänken (verlandete Kolke) und Teiche. Die meisten Gewässer weisen eine sehr artenreiche Unterwasser- und Schwimmblattvegetation auf, mit Beständen zahlreicher teils stark gefährdeter Arten wie Haar-, Spiegel- und Durchwachsenblättriges Laichkraut, Seekanne, Schwanenblume, Tannenwedel und Wasserfeder. Lediglich ein größeres Abgrabungsgewässer im Süden des Gebiets wird stark beangelt und ist als nicht naturnah einzustufen. Den westlichen Gebietsrand bildet von den Römern erbaute Drusus-Deich, der als erster Versuch einer Rhein-Regulierung gilt. Am Ostrand verläuft ein grabenartig ausgebautes Fließgewässer, der Zweistrom (Tweestrom) , der sich stellenweise durch Unterwasservegetation und Wasserlinsen-Bestände aufzeichnet. Das zumeist stärker reliefierte Grünland mit einigen Gräben wird im Norden intensiv mit Pferden, im Süden etwas extensiver mit Rindern beweidet und ist überwiegend durch Kleingehölze und zwei Feldgehölze gegliedert. Insbesondere ältere Kopfbaumweiden und alte Einzelbäume (v.a. Hybrid-Pappeln, Eichen, Eschen) bieten Höhlenbrütern und Fledermäusen einen wertvollen Lebensraum. Die Bewirtschaftungsintensität ist fast durchgängig zu hoch, an einigen stark zertretenen Kolkrändern können sich wegen starker Beweidung und Viehtritt keine Röhrichte und Seggenrieder entwickeln. Röhrichte, Flutrasen und Feuchtgrünland finden sich kleinflächig vor allem im mittleren Gebietsteil, im Norden fallen einzelne magere Bereiche mit Rotschwingel-Weiden ins Auge, die jedoch nur wenige regelmäßige Magerkeitszeiger aufweisen. Früher nachgewiesene magere Grünlandarten wie der Wiesen-Kümmel (Carum carvi) oder die Wiesen-Gerste (Hordeum secalinum) konnten aktuell nicht bestätigt werden. Vorrangiges Entwicklungsziel ist die Erhaltung und Optimierung der auch kulturhistorisch überaus bedeutsamen Rhein-Auenlandschaft. Die naturnahen und artenreichen Kolke, Blänken und Teiche mit ihren angrenzenden Verlandungsbereichen, mit Röhrichten, Seggenriedern und anschließenden Feuchtgrünlandflächen sollten durch eine Extensivierung der Grünlandnutzung gefördert werden, was auch zu einer Abnahme der Eutrophierungstendenz führen würde, die sich vor allem in den größeren Kolken durch eine Verschiebung von mesotrophen zu eutrophen Bedingungen seit Jahrzehnten zeigt. Eine extensive Grünlandnutzung wird auch zu einer Förderung und Entwicklung von artenreichem, rheinauentypischem Magergrünland führen, welches aktuell im Gebiet nur in artenarmer Ausprägung vorhanden ist. Das Gebiet ist im Verbund mit den übrigen Flächen des NSG Salmorth Teil des Feuchtgebietes internationaler Bedeutung "Unterer Niederrhein" und damit unverzichtbarer Bestandteil des europaweiten Biotopverbundsystems. Es stellt ein bedeutsames Verbundzentrum in der Nord-Südachse des Rheinauenkorridors dar.
Kennung:

BK-4102-903

Objektbezeichnung:

NSG Salmorth (Nördlicher Bereich, siehe Allgemeine Bemerkungen)

Link zur Karte: BK-4102-903
Objektbeschreibung: Das NSG Salmorth ist Bestandteil des international bedeutsames Feuchtgebietes "Unterer Niederrhein". Das gesamte Gebiet ist Teil eines der bedeutendsten Wildgaenserastplaetze (Aesungs- und Schlafplatz fuer bis zu 30000 Wildgaense). Brut-, Rast- und Wintergebiet fuer viele vom Aussterben bedrohte Tierarten (v.a. Wat- und Wasservoegel). Wichtiger Bestandteil des NSG Salmorth ist die gleichnamige Halbinsel mit etwa 900 ha Groesse des insgesamt 1170 ha umfassenden Naturschutzgebietes. Sie liegt auf linksrheinischem Gebiet zwischen Rhein und Griethausener Altrhein und dehnt sich auf etwa 6,5 km Laenge bei einer Breite von durchschnittlich 1,2 -1,5 km aus. Die Strasse zwischen Griethausen und dem in Rheinnaehe gelegenen Fabrikgelaende Spyk grenzt das NSG nach Osten hin ab. Noerdlich bildet der Rhein die natuerliche Grenze des NSG, im Sueden der Griethausener Altrhein. Suedlich des Banndeichs bei Gut Hogefeld schliessen sich die "Rinderschen Kolke" an, eine Kette von Gewaessern, die sich bis zur Ortschaft Rindern zieht. (aktuelle Eigenbeschreibung des Gebietes liegt vor). Das Gebiet wird im Westen vom Drususdeichund im Osten von einem Entwaesserungsgraben begrenzt. Halbinsel Salmorth: Es handelt sich hierbei um eine durch Sommerdeiche geschuetzte Flussmarschlandschaft, die jaehrlich ueber weite Teile vom Rheinhochwasser ueberflutet wird. Der ueberflutete Bereich ist mit sandig-lehmigen sowie tonigen Sedimenten ueberdeckt, wobei gemaess Korngroessenverteilung der Sand groesstenteils in Flussnaehe abgelagert wird, mit zunehmender Entfernung vom Fluss lehmig-tonige Sedimente ueberwiegen. Im Nordwesten der Halbinsel liegt ihr einziger Ort, Schenkenschanz. Die westlich von Schenkenschanz tiefergelegenen Weiden werden vom Hochwasser zuerst betroffen. Auf ihnen sind altrheinwaerts Flutrasen und Nassweiden ausgebildet. Das Gebiet oestlich von Schenkenschanz ist in den hoeher gelegenen Bereichen durch Duengung, Entwaesserung und Bewirtschaftung als intensiv genutzte Fettweide ausgepraegt. In Senken, Mulden und Graeben stehen stellenweise Rohrglanzgras oder Schilfbestaende. Das Gelaende zeigt ein stark welliges Bodenrelief durchzogen von einigen Ost-West-Rinnen, die alle jedoch periodisch austrocknen. Die ehemals feucht-nassen Ost-West-Rinnen sind z.T. Standorte frueherer Flutrasen, die nach Ausgrenzung durch Zaeune brachgefallen sind und sich zu artenarmen Cirsium/Urtica/Agropyron-Bestaenden entwickelt haben. Es ueberwiegt Gruenland, vornehmlich als Maehweide genutzt. Auf forst- und landeseigenen Flaechen Nutzung durch extensive Beweidung gemaess Feuchtwiesenschutzprogramm NRW; hier hat sich die Ackerkratzdistel insbesondere in ueberstauten Bereichen teppichartig ausgebreitet. In den hoeher liegenden insbesondere oestlichen Gebieten herrscht Ackernutzung vor. Einige verstreut liegende Auskolkungen, z.T. mit Baumgruppen und Gruenlandbrachen umgeben. Entlang von Wegen und Graeben stehen noch einige Pappeln und Kopfbaumreihen. Rheinufer: Buhnen, die aus loser Gesteinsschuettung bestehen, sind etwa alle 200 m quer zur Stroemung hin angelegt. Vegetationsbestaende der Spuelsaeume bzw. der Ruderalfluren nehmen oftmals in Verzahnung mit den Flechtstraussgras-Flutrasen die tiefstgelegenen Flussuferbereiche ein. Rohrglanzgrasbestaende dringen flusswaerts in sie ein. Die landeinwaerts folgenden z.T. naturnahen Weidengebuesche umgeben bandartig bis abschnittsweise das Rheinufer. Z.T. aus Uferschutzgruenden neu angepflanzte Salix viminalis-Bestaende, die alle paar Jahre auf den Stock gesetzt werden, um dichter wieder aufzuwachsen. Aus floristisch-vegetationskundlicher Sicht ist dies jedoch problematisch, da dadurch z.B. im Nordwesten eine schuetzenswerte Sandvegetation zerstoert wird. Der Weidengebueschsaum steht auch in engem Kontakt zu Ufer- Hochstauden-Gesellschaften, mit bemerkenswerten Schling- und Rankenpflanzen und etlichen Neophyten. Der hoeher gelegene Silberweiden-Auwald ist auf Einzelexemplare bis allenfalls kleinere Baumgruppen an der Uferabbruchkante zusammengeschrumpft. Eine Hartholzaue fehlt. Auf dem sandigen Uferwallruecken befindet sich ein sporadisch gemaehter Streifen mit wiesenaehnlicher Vegetation trockener Auspraegung und Vorkommen mehrerer gefaehrdeter Pflanzenarten. Am Rande dieses Streifens stehen ein paar Stieleichen. Auf Untersalmorth ist ein relativ breiter Sandstrand ausgebildet, der z.T. von der Wanzensamengesellschaft besiedelt wird. Nordwest(-spitzen)bereich der Halbinsel: Dieser Bereich ist auf ca. 20 ha zur Entwicklung eines standortgerechten Auwalds vorgesehen. Mit den entsprechenden Massnahmen (Entfernung der Pappelforstungen, Gehoelzpflanzungen) wurde bereits begonnen. In dem Bereich befinden sich noch stattliche, vermutlich autochthone Einzelexemplare der heimischen Schwarzpappel. Kolke, z.T. periodisch vornehmlich im Spaetsommer austrocknend, besiedelt von einer ephemeren Schlammpionier- vegetation. Schmal ausgebildete Roehricht-Restbestaende vorhanden. Umgebung von Gruenlandbrachen eingenommen. Bereich noerdlich/nordwestlich von Schenkenschanz: Forstfiskalische Flaechen im Norden und Nordwesten von Schenkenschanz extensiv beweidet, problematische Ausbreitung der Ackerkratzdistel (zum sandig-trockenen Rheinuferwall hin Eryngium campestre und Carduus nutans). Auf eimmal jaehrlich gemaehten Flaechen Agropyron- Bestaende, die wiesenaehnliche Physiognomie aufweisen. Bereich um den Willigenpass: Mehrere unterschiedlich grosse, entlang einer von Nordost nach Suedwesten entwaessernden Flutrinne angeordnete Kolke zwischen Willigenpass und Moewenpool, nur bei hoch anstehendem Hochwasser ueberflutet, im Sommer ausgetrocknet. Die Ufer sind nur z.T. abgesperrt, z.T. stark beweidet. Das angrenzende Gruenland wird groesstenteils intensiv beweidet. Unterwasser- und Schwimmblattvegetation existieren nicht, Roehrichtbestaende mit Glyceria maxima nur stellenweise gut entwickelt. Im Nordwesten der Kolkkette befinden sich relativ artenreiche Wiesen und Weiden wechseltrockener Auspraegung. Im Nordosten vom Willigenpass gelegene Flutrinne ist ausgetrocknet und infolge unterlassener Beweidung mit Ackerkratzdistel- und Brenneselbestaenden bewachsen.. Bereich um den Pitzenhof: Hoehergelegene Bereiche der Halbinsel Salmorth. In Ost-West- Richtung von einigen tiefen Altstromrinnen durchzogen. Von Nordost nach Nordwest hin abfallendes Gelaende. Entlang der Rinnen befinden sich stellenweise Pappel- und Kopfweidenpflanzungen, Heckenpflanzungen kommen nur noch in Restbestaenden vor. Hoeherliegende Bereiche wurden fast ausschliesslich in Acker umgewandelt. Das Biotopinventar der feuchten Rinnen ist durch Duengung, stellenweise abgelagerte Abfallreste und Pestizidbehandlung der Ackerflaechen bedroht. Obersalmorth wird nur bei hoeherem Hochwasser ueberflutet, die Senken und tieferliegenden Bereiche stehen schon frueher unter Wasser (Druckwasser), eine suedlich vom Pitzenhof gelegene Rinne fuehrt nur in einigen tiefen Senken ganzjaehrig Wasser und weist nur schmale Verlandungszonen auf. Zwischen den Wasserflaechen Ruderalvegeation mit Ackerkratzdistel, Brennessel und Quecke. Griethauser Altrhein: wassergefuellte Altstromrinne mit angrenzenden, flach ansteigenden und regelmaessig ueberfluteten Gruenlandflaechen, meist extensiv beweidet, tlw. brachliegend (z.T. dichte Distelbestaende) Ueberflutung schon bei niedrigen Hochwaessern. Nur aeusserst geringer Gehoelzbestand. Altrhein kanalmaessig mit fester Basaltschuettung ausgebaut, ohne bedeutsame Verlandungszonen. Herrenward: Vordeichgelaende zwischen Dueffelward und Wardhausen mit einem groesseren periodisch austrocknenden Kolk, Zentrum von einem Grossseggenried, Roehricht- und Spuelsaumvegetation eingenommen. In Umgebung welliges Mikrorelief, Vegetationskomplex aus Flutrasen verschiedener Auspraegung; ueberstaute Extensivweiden z.T. stark durchsetzt mit Weideunkraeutern; Weidengebueschpflanzung am Altrhein. Artenreiche wiesenaehnliche Bestaende wechseltrockener Auspraegung entlang kaum beweideter Deichflanken. Rindersche Kolke: Am Ostrand der Dueffelt gelegenes Teilgebiet des NSG Salmorth im Bereich des alten Rheinverlaufes. Landschaftspraegende Elemente sind die bei einstigen Deichbruechen durch Ausstrudelungen entstandenen Kolke. Sie werden z.T. als Viehtraenke genutzt, daher eutrophiert und Ufervegetation teilweise durch Viehtritt und -verbiss zerstoert. Es ist eine Gruppe von 9 groesseren und kleineren Kolken, verbunden durch den Zweistrom (Entwaesserungssystem). Die entstehungs- geschichlich nicht natuerlichen Gewaesser gehoeren zu den juengsten des Niederrheins. Abgesehen von anthropogenen Eingriffen sind sie auf Grund staendig erfolgender Unterminierungen bei Hochwasser, verbunden mit immer neuen Ausstrudelungen, in ihrem Bestand gesichert. Die von Norden nach Sueden ausgerichtete Gewaesserkette, begleitet von Pappel- und Kopfbaumreihen, wird umgeben von feuchtem Weideland in welligem Gelaende. Die Gewaesser zeigen z.T. eine artenreich entwickelte Unterwasser- und Schwimmblatt- vegetation und Roehrichtguertel, unterschiedlich in der Breite, aber meist gut ausgebildet. Weiden- Erlen-Eschenguertel ist nur stellenweise vorhanden. Uferraender sind stellenweise infolge Beweidung stark geschaedigt. Die Artenzusammensetzung ist in allen Kolken aehnlich, nur die Bedeckung verschieden. Der westlich die Dueffelt abgrenzende von den Roemern erbaute Drusus-Deich ist als Naturdenkmal ausgewiesen und gilt als erster Versuch, den Rhein zu regulieren. Roehrichte und Grossseggenriede, extensiv genutzte Wiesen und Weiden, Flutrasen und Hecken sind z.T. mosaikartig verzahnt und machen das Gebiet kulturhistorisch besonders wertvoll. Im Gebiet kommen folgende Paragraph 20 c - Biotoptypen vor: - Nass- und Feuchtgruenland (EC2, EE3) - Auenwaelder (AE2, BE1) - Suempfe (CD) - Roehrichte (CF) - natuerliche und naturnahe stehende Gewaesser (FC, FD) - naturnahe und unverbaute Bach- und Flussabschnitte (FO2).
Lebensraumtypen:
  • Natuerliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions <3150> (8,59 ha)
  • Magere Flachland-Maehwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis) <6510> (0,68 ha)
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) <91E0> (10,01 ha)
  • Hartholzauewaelder mit Quercus robur, Ulmus laevis, Ulmus minor, Fraxinus excelsior o. Fraxinus angustifolia (Ulmenion minoris) <91F0> (11,77 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Auenwaelder (nicht FFH-LRT) <NAX0> (0,18 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete flaechige Gebuesche und Baumgruppen <NBB0> (0,24 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete linienfoermige Gehoelzstrukturen und Einzelbaeume <NBD0> (1,08 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Ufergehoelze (nicht FFH-LRT) <NBE0> (1,09 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Hochmoore, Uebergangsmoore und Torfstiche (nicht FFH-LRT) <NCA0> (2,83 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Suempfe, Riede und Roehrichte (nicht FFH-LRT) <NCC0> (0,62 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes mesophiles Wirtschaftsgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NE00> (52,13 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Nass- und Feuchtgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NEC0> (2,03 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Magergruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NED0> (2,68 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Stillgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFD0> (5,17 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (0,80 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • Auwaelder (11,95 ha)
  • Roehrichte (1,59 ha)
  • Seggen- und binsenreiche Nasswiesen (3,08 ha)
  • stehende Binnengewaesser (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (13,76 ha)
  • Suempfe (1,86 ha)
Biotoptypen:
  • Pappelwald <AF0> (1,05 ha)
  • Pappelwald auf Auenstandort <AF2> (10,01 ha)
  • Schlagflur <AT0> (10,01 ha)
  • Aufforstung <AU0> (0,10 ha)
  • Feldgehoelz <BA0> (21,30 ha)
  • Gebuesch, Strauchgruppe <BB0> (10,09 ha)
  • Hecke <BD0> (10,01 ha)
  • Strauchhecke, ebenerdig <BD2> (0,74 ha)
  • Gehoelzstreifen <BD3> (0,64 ha)
  • Ufergehoelz <BE0> (11,10 ha)
  • Weiden-Ufergehoelz <BE1> (20,02 ha)
  • Baumgruppe, Baumreihe <BF0> (10,01 ha)
  • Baumreihe <BF1> (0,88 ha)
  • Baumgruppe <BF2> (0,12 ha)
  • Einzelbaum <BF3> (0,08 ha)
  • Kopfbaumgruppe, Kopfbaumreihe <BG0> (10,01 ha)
  • Kopfbaumreihe <BG1> (0,26 ha)
  • Kopfbaumgruppe <BG2> (0,04 ha)
  • Roehrichtbestand <CF0> (10,01 ha)
  • Silikattrockenrasen <DC0> (10,01 ha)
  • Fettwiese <EA0> (2,86 ha)
  • Fettweide <EB0> (560,19 ha)
  • Nass- und Feuchtweide <EC2> (30,02 ha)
  • Flutrasen <EC5> (0,02 ha)
  • Magerweide <ED2> (32,70 ha)
  • Brachgefallene Fettwiese <EE1> (0,51 ha)
  • Brachgefallene Fettweide <EE2> (20,02 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <EE3> (20,32 ha)
  • Altarm, Altwasser <FC0> (30,02 ha)
  • stehendes Kleingewaesser <FD0> (10,01 ha)
  • Teich <FF0> (3,40 ha)
  • Abgrabungsgewaesser <FG0> (10,01 ha)
  • Bach <FM0> (0,80 ha)
  • Graben <FN0> (10,12 ha)
  • Tieflandfluss <FO2> (30,02 ha)
  • Acker <HA0> (100,08 ha)
  • Hochwasserdamm, Deich <HE0> (10,01 ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
  • Fettwiese, Flachlandausbildung (Glatthaferwiese) <xEA1> (0,68 ha)
  • Eichen-Auenwald <yAB7> (4,58 ha)
  • Weiden-Auenwald <yAE2> (0,18 ha)
  • Grossseggenried <yCD0> (1,86 ha)
  • Roehrichtbestand hochwuechsiger Arten <yCF2> (1,59 ha)
  • Nass- und Feuchtweide <yEC2> (1,10 ha)
  • Flutrasen <yEC5> (1,98 ha)
  • Altwasser (abgebunden) <yFC2> (1,18 ha)
  • Auenkolk, Woye <yFC5> (2,47 ha)
  • stehendes Kleingewaesser <yFD0> (2,16 ha)
  • Blaenke <yFD2> (0,02 ha)
  • Teich <yFF0> (0,51 ha)
  • Weiden-Auenwald <zAE2> (22,84 ha)
  • Eschenwald auf Auenstandort <zAM3> (7,19 ha)
  • Auenkolk, Woye <zFC5> (7,42 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense)
  • Aufrechter Igelkolben (Sparganium erectum)
  • Behaarte Segge (Carex hirta)
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Bitteres Schaumkraut (Cardamine amara)
  • Bittersuesser Nachtschatten (Solanum dulcamara)
  • Blasen-Segge (Carex vesicaria)
  • Braunes Zypergras (Cyperus fuscus)
  • Breitblaettriger Merk (Sium latifolium)
  • Breitblaettriger Rohrkolben (Typha latifolia)
  • Brennender Hahnenfuss (Ranunculus flammula (subsp. flammula))
  • Bruch-Weide (Salix fragilis)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Dreifurchige Wasserlinse (Lemna trisulca)
  • Dreiteiliger Zweizahn (Bidens tripartita (subsp. tripartita))
  • Durchwachsenes Laichkraut (Potamogeton perfoliatus)
  • Echte Nelkenwurz (Geum urbanum)
  • Echte Trauerweide (Salix babylonica)
  • Echte Zaunwinde (Calystegia sepium)
  • Echtes Hirtentaeschel (Capsella bursa-pastoris)
  • Echtes Labkraut Sa. (Galium verum agg.)
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Esels-Wolfsmilch Sa. (Euphorbia esula agg.)
  • Feld-Ahorn (Acer campestre)
  • Feld-Mannstreu (Eryngium campestre)
  • Feld-Ulme (Ulmus minor)
  • Flutender Schwaden Sa. (Glyceria fluitans agg.)
  • Gaense-Fingerkraut (Potentilla anserina)
  • Gelbe Schwertlilie (Iris pseudacorus)
  • Gelbe Teichrose (Nuphar lutea)
  • Gelbe Wiesenraute (Thalictrum flavum)
  • Gemeine Strandsimse (Bolboschoenus maritimus)
  • Gemeine Sumpfsimse (Eleocharis palustris)
  • Gemeiner Froschloeffel (Alisma plantago-aquatica)
  • Gemeiner Froschloeffel Sa. (Alisma plantago-aquatica agg.)
  • Gemeines Ferkelkraut (Hypochaeris radicata (subsp. radicata))
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Gewoehnlicher Reiherschnabel (Erodium cicutarium)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Giersch (Aegopodium podagraria)
  • Gift-Hahnenfuss (Ranunculus sceleratus (subsp. sceleratus))
  • Glieder-Binse (Juncus articulatus (subsp. articulatus))
  • Goldhafer (Trisetum flavescens)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Haarblaettriges Laichkraut (Potamogeton trichoides)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Kalmus (Acorus calamus)
  • Kamm-Laichkraut (Potamogeton pectinatus)
  • Kamm-Laichkraut Sa. (Potamogeton pectinatus agg.)
  • Kleine Wasserlinse (Lemna minor)
  • Kleiner Sauerampfer (Rumex acetosella)
  • Kletten-Labkraut (Galium aparine)
  • Kletten-Labkraut Sa. (Galium aparine agg.)
  • Knick-Fuchsschwanz (Alopecurus geniculatus)
  • Krauses Laichkraut (Potamogeton crispus)
  • Kriechende Quecke (Elymus repens)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi (subsp. flos-cuculi))
  • Mittlerer Breitwegerich (Plantago uliginosa)
  • Nadel-Sumpfsimse (Eleocharis acicularis)
  • Nickende Distel (Carduus nutans)
  • Nickender Zweizahn (Bidens cernua)
  • Nuttalls Wasserpest (Elodea nuttallii)
  • Pappel unbestimmt (Populus spec.)
  • Pfeilkraut (Sagittaria sagittifolia)
  • Polei-Minze (Mentha pulegium)
  • Rauhes Hornblatt (Ceratophyllum demersum)
  • Robinie (Robinia pseudoacacia)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Rosskastanie (Aesculus hippocastanum)
  • Roter Wasser-Ehrenpreis (Veronica catenata)
  • Rotgelber Fuchsschwanz (Alopecurus aequalis)
  • Rotschwingel Sa. (Festuca rubra agg.)
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Schein-Zypergras-Segge (Carex pseudocyperus)
  • Scheinzypresse unbestimmt (Chamaecyparis spec.)
  • Schild-Ehrenpreis (Veronica scutellata)
  • Schilf (Phragmites australis (subsp. australis))
  • Schlammkraut (Limosella aquatica)
  • Schlank-Segge (Carex acuta)
  • Schlehe (Prunus spinosa agg.)
  • Schwanenblume (Butomus umbellatus)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Seekanne (Nymphoides peltata)
  • Silber-Weide (Salix alba (subsp. alba))
  • Spiegelndes Laichkraut (Potamogeton lucens)
  • Spitz-Wegerich (Plantago lanceolata)
  • Spreizender Wasser-Hahnenfuss (Ranunculus circinatus)
  • Spreizendes Wasser-Greiskr. (Senecio erraticus)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Sumpf-Helmkraut (Scutellaria galericulata)
  • Sumpf-Hornklee (Lotus pedunculatus)
  • Sumpf-Schachtelhalm (Equisetum palustre)
  • Sumpf-Sternmiere (Stellaria palustris)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht Sa. (Myosotis scorpioides agg.)
  • Sumpf-Wasserstern Sa. (Callitriche palustris agg.)
  • Tannenwedel (Hippuris vulgaris)
  • Teichlinse (Spirodela polyrhiza)
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Wasser-Knoeterich (aquatischer Form) (Persicaria amphibia (fo. aquatica))
  • Wasser-Knoeterich (terrestrischer Form) (Persicaria amphibia (fo. terrestre))
  • Wasser-Minze (Mentha aquatica)
  • Wasser-Schwaden (Glyceria maxima)
  • Wasser-Sumpfkresse (Rorippa amphibia)
  • Wasserfeder (Hottonia palustris)
  • Wasserfenchel (Oenanthe aquatica)
  • Weiche Trespe (Bromus hordeaceus)
  • Weide-Kammgras (Cynosurus cristatus)
  • Weisses Straussgras (Agrostis stolonifera)
  • Weissklee (Trifolium repens (subsp. repens))
  • Wiesen Knaeuelgras Sa. (Dactylis glomerata agg.)
  • Wiesen-Baerenklau (Heracleum sphondylium)
  • Wiesen-Fuchsschwanzgras (Alopecurus pratensis)
  • Wiesen-Lieschgras Sa. (Phleum pratense agg.)
  • Wiesen-Loewenzahn Sa. (Taraxacum sect. Ruderalia)
  • Wiesen-Schafgarbe Sa. (Achillea millefolium agg.)
  • Wilde Sumpfkresse (Rorippa sylvestris)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Zerbrechliche Armleuchteralge (Chara globularis)
  • Zierliche Wasserlinse (Lemna minuta)
  • Zwerg-Laichkraut (Potamogeton pusillus)
Tierarten:
Schutzziele: Erhaltung und Optimierung des im Deichhinterland gelegenen Rheinauengebietes mit seinen zahlreichen Kolken und naturnahen Kleingewässern als Lebensraum vieler gefährdeter Pflanzenarten und einer außerordentlichen Fülle an gewässer- und auentypischen Pflanzengesellschaften, sowie als Lebensraum zahlreicher gefährdeter Vogelarten, von Libellen und Amphibien, außerdem Optimierung des teils auf stark reliefiertem Gelände befindlichen, teilweise mageren bzw. feuchten Grünlandes mit zahlreichen gliedernden Kleingehölzen als typischem Kulturlandschaftsausschnitt am Unteren Niederrheingemaess LG Paragraph 20
- als Feuchtwiesenschutzgebiet Teil des Feuchtgebietes Unterer
Niederrhein mit internationaler Bedeutung
- Erhalt der naturnahen und typischen Landschaft der Rheinaue mit
ihren durch extensive Nutzung und Ueberschwemmungsdynamik
gekennzeichneten Pflanzenarten und -gesellschaften
- bedeutender Lebensraum fuer ueberwinternde Wildgaense
- Brut-, Rast- und Nahrungsbiotop fuer zahlreiche ueberwiegend
stark gefaehrdete Wiesen-, Wat- und Wasservoegel
Gefährdungen:
  • Abbau Sand und Kies
  • Angelsport, Fischerei
  • Beseitigung alter Baeume
  • Biozideinsatz
  • Duengung
  • Duengung, zu intensiv (LW)
  • Entwaesserung, Wasserentnahme, Wasserregime
  • Eutrophierung
  • Eutrophierung (LW)
  • Fischerei, Teichbau (FI)
  • Freizeitaktivitaeten
  • Gewaesserausbau
  • Gewaesserausbau, Gewaessergestaltung, naturfern (WA)
  • Gewaesserraeumung (WA)
  • Gewaesserunterhaltung (WA)
  • Gewaesserverunreinigung (SP)
  • Gewerbe
  • Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung zu intensiv (LW)
  • Gruenlandbewirtschaftung, Mahd zu intensiv (LW)
  • Gruenlandbewirtschaftung, zu intensive Duengung (LW)
  • Grundwasserabsenkung
  • mangelnde Kopfbaumpflege
  • Muellablagerung
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • nicht einheimische Gehoelze (FW)
  • Pflegeumbruch (LW)
  • Rodung
  • Standortfremde Bepflanzung
  • Strassenbau
  • Trittschaden an Vegetation
  • Uferbefestigung (WA)
  • Ufergestaltung, naturfern (FI)
  • Veraenderung des Kleinreliefs (LW)
  • Veraenderung des Wasserchemismus
  • Verlandung als unerwuenschte Sukzession
  • Verlust wertbestimmender Arten
  • Wassersport (SP)
Maßnahmen:
  • Absperrung, Auszaeunung von Flaechen
  • Beschraenkung der Duengung
  • Beschraenkung der Fischereiausuebung
  • Beseitigung von Gehoelzen
  • Beseitigung von Muell
  • Entschlammung, abschnittsweise
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhaltung der Landschaftsstrukturen
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Erhaltung der Ueberschwemmungsdynamik
  • Erhaltung des Kleinreliefs
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Mahd
  • Gruenland anlegen, wiederherstellen
  • Gruenlandnutzung beibehalten
  • keine Duengung
  • keine Eindeichung
  • keine wegebaulichen Massnahmen
  • Kopfbaumpflege
  • naturnahe Gewaessergestaltung
  • Pflege von Hecken
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
  • Verbesserung der Wasserqualitaet
  • Vermeidung Eutrophierung
  • Wiedervernaessung
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