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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Senne noerdlich Oesterholz (LIP-057)

Objektbezeichnung:

NSG Senne noerdlich Oesterholz

Kennung:

LIP-057

Ort: Schlangen
Kreis: Lippe
Bezirksregierung: Detmold
Digitalisierte Fläche: 17,93 ha
Offizielle Fläche: 14,60 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2004
Inkraft: 2004
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Festsetzung als NSG erfolgt gem. Paragraph 20 LG insbesondere

- Zur Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung landesweit bedeutsamer, an Sandgebiete gebundener Lebensraeume und Lebensstaetten seltener, gefaehrdeter sowie landschaftsraum- typischer Tier und Pflanzenarten. Insbesondere sind hier zu schuetzen und zu foerdern:
- Calluna-Heideflaechen,
- Sandmagerrasen, Silikattrockenrasen,
- Straussgrasrasen,
- Borstgrasrasen-Heideflaechen,
- naturnahe Stillgewaesser
- Aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen und erdgeschichtlichen Gruenden, sowie wegen der biogeografischen Bedeutung,
- Wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart und der hervorragenden Schoenheit des Gebietes,
- Zur Bewahrung oder Wiederherstellung eines guenstigen Erhaltungszustandes der natuerlichen Lebensraeume von gemeinschaftlichem Interesse gem. Art. 4 Abs. 4 i.V.m. Art. 2 Abs. 2 der Richtlinie 92/43/EWG des Rates zur Erhaltung der natuerlichen Lebensraeume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (FFH-Richtlinie) vom 21.05.1992 (ABl. EG Nr. L 305 S.42). Hierbei handelt es sich um die folgenden fuer die Meldung des FFH-Gebietes "Senne mit Stapelager Senne" (DE-4118-301), hier fuer den Bereich des Naturschutzgebietes, ausschlaggebenden natuerlichen Lebensraeume von gemeinschaftlichem Interesse gemaess der FFH-Richtlinie:
- Borstgrasrasen (6230, Prioritaerer Lebensraum),
- trockene Heidegebiete (4030),
- naehrstoffaermere basenarme Stillgewaesser (3130),
- Sandtrockenrasen (2330).
Das Gebiet hat darueber hinaus im Gebietsnetz Natura 2000 und/oder fuer Arten des Anhang II/IV der FFH-Richtlinie Bedeutung fuer
- Kammmolch,
- Grosse Moosjungfer.
- Zum besonderen Schutz und zur Entwicklung der Lebensraeume fuer die folgenden im Gebiet als Teilbereich des Vogelschutzgebietes DE-4118-401 "Vogelschutzgebiet Senne mit Teutoburger Wald" vorkommenden Vogelarten, auf die sich Art. 4 der Richtlinie 79/409/EWG des Rates ueber die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten (Vogelschutz-Richtlinie) vom 2. April 1979 (ABl. EG Nr. L 305 S.1) bezieht:
- Ziegenmelker,
- Kornweihe,
- Neuntoeter,
- Heidelerche,
- Schwarzspecht,
- Braunkehlchen,
- Wespenbussard,
- Rotmilan,
- Wendehals.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4119-387
Kennung:

BK-4119-387

Objektbezeichnung:

Hügelgräberfeld nördlich Oesterholz

Link zur Karte: BK-4119-387
Objektbeschreibung: Das Hügelgräberfeld nördlich Oesterholz zeichnet sind durch zahlreiche Hügelgräberstandorte aus, die sich überwiegend in den Kiefern- und Fichten-, teils auch in Birkenbeständen befinden. Ein archäologischer Lehrpfad, der südlich an diese Fläche angrenzt wurde nicht einbezogen. Bei den Offenlandflächen dominieren intensiver genutzte Wiesen, jedoch haben sich auch noch größere Heide- und Sandtrockenrasenflächen erhalten, die noch typische Arten enthalten (u.a. Heidenelke, Bergsandknöpfchen, Sand-Segge). Am Nordrand befindet sich eine Sandgrube, die bis auf den anstehenden Mergel entsandet worden ist. Auf der Grubensohle wachsen daher Arten dichten Lehm- und Mergelböden, wie der Karthäuser-Lein. In den sandigen Böschungen finden sich ebenfalls noch Reste von Sandtrockenrasen. Das Gebiet grenzt am Nordrand direkt an den Truppenübungsplatz Senne an. Neben der kulturgeschichtlich bedeutsamen Hügelgräberansammlung sind aus landschaftsökologischer Sicht insbesondere die Heiden und Sandtrockenrasen mit ihren typischen Arten hervorzuheben, die hier außerhalb des Truppenübungsplatzes wichtige Trittsteinbiotope dieser sonst seltenen Lebensräume darstellen.
Lebensraumtypen:
  • Trockene europaeische Heiden <4030> (0,38 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Silikattrockenrasen (nicht FFH-LRT) <NDC0> (0,57 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Eichenwald <AB0> (0,54 ha)
  • Eichen-Birkenmischwald <AD1> (6,00 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (1,26 ha)
  • Kiefernwald <AK0> (4,80 ha)
  • Kiefernmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AK1> (0,54 ha)
  • Degenerierte Calluna-Heide <DA2> (0,22 ha)
  • Fettwiese <EA0> (3,11 ha)
  • brachgefallenes Magergruenland <EE4> (4,87 ha)
  • Silikatsteinbruch <GC2> (2,74 ha)
  • Wildacker <HA2> (0,28 ha)
  • Silikattrockenrasen <yDC0> (0,19 ha)
  • Straussgrasrasen <yDC3> (0,38 ha)
  • Calluna-Heide <zDA1> (0,38 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Adlerfarn (Pteridium aquilinum (subsp. aquilinum))
  • Berg-Sandknoepfchen (Jasione montana (subsp. montana))
  • Besenginster (Cytisus scoparius)
  • Besenheide (Calluna vulgaris)
  • Blutwurz (Potentilla erecta (subsp. erecta))
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Dreizahn (Danthonia decumbens)
  • Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum)
  • Faerber-Ginster (Genista tinctoria)
  • Gemeines Ferkelkraut (Hypochaeris radicata (subsp. radicata))
  • Gewoehnliches Ruchgras (Anthoxanthum odoratum)
  • Grosser Klappertopf (Rhinanthus serotinus)
  • Harzer Labkraut (Galium saxatile)
  • Hasen-Klee (Trifolium arvense (subsp. arvense))
  • Heide-Nelke (Dianthus deltoides (subsp. deltoides))
  • Kleiner Sauerampfer (Rumex acetosella subsp. acetosella)
  • Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella)
  • Kriechende Hauhechel (Ononis repens)
  • Lockeraehrige Segge (Carex divulsa)
  • Pfeifengras (Molinia caerulea)
  • Platthalm-Binse (Juncus compressus)
  • Purgier-Lein (Linum catharticum)
  • Rotes Straussgras (Agrostis capillaris)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Sand-Segge (Carex arenaria)
  • Sand-Straussgras (Agrostis vinealis)
  • Schafschwingel Sa. (Festuca ovina agg.)
  • Silbergras (Corynephorus canescens)
  • Spaetbluehende Traubenkirsche (Prunus serotina)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Vielbluetige Hainsimse (Luzula multiflora (subsp. multiflora))
  • Wald-Kiefer (Pinus sylvestris)
Tierarten:
Schutzziele: Erhaltung und Entwicklung eines kulturgeschichtlich bedeutsamen Hügelgräberfeldes einschließlich der Heide- und Sandtrockenrasenflächen durch Offenhalten der Heiden und Sandtrockenrasen und Umwandlung von Nadelholzbeständen in naturnahe Laubholzbestände.
Gefährdungen:
Maßnahmen:
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