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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Lechenstueck (MK-028)

Objektbezeichnung:

NSG Lechenstueck

Kennung:

MK-028

Ort: Plettenberg
Kreis: Maerkischer Kreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 1,51 ha
Offizielle Fläche: 1,50 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1985
Inkraft: 2012
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Festsetzung als Naturschutzgebiet erfolgt

- zur Erhaltung und Entwicklung eines Laub-Mischwaldes auf einer Kalklinse mit historischem
Kalksteinbruch als Lebensraum seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten;

- wegen der landschaftlichen Schönheit und Einzigartigkeit.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4712-0025
Kennung:

BK-4712-0025

Objektbezeichnung:

NSG Schluchtwald Lechenstück

Link zur Karte: BK-4712-0025
Objektbeschreibung: Das Naturschutzgebiet "Schluchtwald Lechenstück", ein rund 1,5 ha großes Schutzgebiet westlich von Schloss Grimminghausen, beherbergt einen kleinen Felskomplex innerhalb eines vorzugsweise von Edellaubhölzern bestockten Hanges. Der Felskomplex besteht aus mitteldevonischem Kalkgestein, er ist der Rest eines historischen Steinbruchs. Der Kalkfelsen Lechenstück fällt mit einer fast 15 m hohen und annähernd senkrechten Wand nach Norden ab. Auf der Kalkfelsaufragung stockt ein differenzierter Buchenmischwald mit Jungwuchs von Berg-Ulme, an den Felsflächen wachsen felstypische Farne. Am Fuße des Felsens ist eine brennesselreiche Hochstaudenflur ausgebildet. Umgeben wird der Felsbiotop von einem Ahorn-Eschen-Mischwald, durchsetzt von Altbäumen und von mit Moosen überzogenen Kleinfelsen. Im Westen des Schutzgebietes stockt ein mit Buchen unterpflanzter Lärchenbestand. Zentraler Schutzgegenstand des NSG "Schluchtwald Lechenstück" ist der markante Kalkfelsen mit den spezifischen Kleinfarnen und dem Buchenmischwald mit Schluchtwald-Tendenz. Im Umfeld des Felskomplexes wachsen vereinzelt kalkholde Pflanzen, vergleichsweise seltene Arten im ansonsten silikatisch geprägten Mittelgebirge. Das NSG Lechenstück ein exponierter Refugialbiotop innerhalb des Biotopverbundelementes "Vosloh-Lechenstück" bei Plettenberg-Grimminghausen mit einer im Naturraum seltenen Kalkflora. Essentiell für den Erhalt der Biotopqualität ist eine naturnahe Bewirtschaftung des Laubwaldes unter Verzicht einer forstlichen Nutzung des Waldes auf und in unmittelbarer Randzone der Felsregion.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (0,86 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Felsen (nicht FFH-LRT) <NGA0> (0,07 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • natuerl. Felsen, offene natuerl. Block-, Schutt-, Geroellhalden (0,07 ha)
Biotoptypen:
  • Eschenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AM1a> (0,86 ha)
  • Laerchenmischwald <AS1> (0,55 ha)
  • Feuchte Hochstaudenflur, flaechenhaft <LB1> (0,04 ha)
  • natuerlicher Kalkfels <yGA1> (0,07 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Berg-Ulme (Ulmus glabra)
  • Braunstieliger Streifenfarn (Asplenium trichomanes)
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Eiche (Quercus spec.)
  • Einbeere (Paris quadrifolia)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Fuchs' Greiskraut (Senecio ovatus)
  • Gegenblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium)
  • Gemeiner Tuepfelfarn (Polypodium vulgare)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Laerche unbestimmt (Larix spec.)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Ruprechtskraut (Geranium robertianum)
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Vielbluetige Weisswurz (Polygonatum multiflorum)
  • Wald-Segge (Carex sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Zweigriffliger Weissdorn (Crataegus laevigata)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt eines naturnahen und markanten Felsbiotops inmitten eines struktur- und artenreichen Laubmischwaldes als herausragendes Biotopelement.
Gefährdungen:
  • nicht bodenstaendige Gehoelze
Maßnahmen:
  • Erhaltung des Kleinreliefs
  • Jagdausuebung beschraenken
  • weiterhin keine Bewirtschaftung
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