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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Wiebelsaat (MK-092)

Objektbezeichnung:

NSG Wiebelsaat

Kennung:

MK-092

Ort: Meinerzhagen
Kreis: Maerkischer Kreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 25,70 ha
Offizielle Fläche: 25,71 ha
Flächenanzahl: 4
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1996
Inkraft: 2001
Außerkraft: 9999
Schutzziel: gemaess LG Paragraph 20,
- zur Erhaltung und Wiederherstellung eines aus ueberwiegend
Gruenlandnutzung gepraegter Mittelgebirgstales als Lebens-
raum gefaehrdeter Tier- und Pflanzengemeinschaften
- zur Erhaltung und Optimierung des Feucht- und Nassgruen-
landes und der naturnahen Laubholzbestockung als Lebensraum
fuer gefaehrdete Tier- und Pflanzengemeinschaften
- zur Erhaltung und Optimierung des naturnahen Bachlaufs der
Wiebelsaat und ihrer Zulaeufe sowie den dazugehoerenden Quell-
bereichen als Lebensraum fuer gefaehrdete Tier- und Pflanzenge-
meinschaften
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4811-0008
  • BK-4811-0180
Kennung:

BK-4811-0180

Objektbezeichnung:

NSG Wiebelsaat

Link zur Karte: BK-4811-0180
Objektbeschreibung:
Kennung:

BK-4811-0008

Objektbezeichnung:

NSG Wiebelsaat - Tal der Wiebelsaat von Lengelscheid bis Neuebruecke (siehe unter Allg. Bemerkungen)

Link zur Karte: BK-4811-0008
Objektbeschreibung: Abschnitt Wiebelsaat-Neuebruecke: Westlich von Wiebelsaat maeandriert der Bach "Wiebelsaat" weitgehend naturnah mit begleitendem Schwarzerlenbestand durch einen groesseren Feuchtgruenlandkomplex. 50 % der Flaeche wird als Weide genutzt, die andere Haelfte ist brachgefallen. In der hochstaudenreichen Brachwiese wachsen grosse Bestaende des Eisenhutblaettrigen Hahnenfusses. Westlich des Gewerbekomplexes Neu-Gruenental fliesst die Wiebelsaat bis zur Planungsgebietsgrenze weiterhin naturnah entlang von Wirtschaftswiesen und durch einen neu gepflanzten Eschenbestand. Abschnitt Lengelscheid-Wiebelsaat: Westlich von Lengelscheid fliesst die Wiebelsaat durch einen Feuchtgruenlandstreifen, der eventuell von Zeit zu Zeit noch gemaeht wird. Aspektbildend sind die Spitzbluetige Binse, die Waldsimse und der Schlangenknoeterich, an nassen Stellen bilden Torfmoose kleine, zusammenhaengende Polster. Hin und wieder kommt die Espe hoch, im trockeneren Bereich bildet der Adlerfarn dichte Herden. Im weiteren Verlauf maeandriert der noch schmale Bach durch ein Gebuesch aus Schwarzerle, Esche, Bergahorn und Sandbirke, bevor er Weidegruenland durchfliesst. Es schliesst sich suedlich ein brachgefallener, binsen- und hochstaudenreicher Feuchtgruenlandbereich an, in dem eine Fischteichanlage liegt. Auch im weiteren Verlauf bis zur Ortschaft Wiebelsaat treten immer wieder groessere zusammenhaengende Flaechen mit brachgefallenem Feuchtgruenland an die Ufer. Aspektbildend sind Binsen, die Hainsimse, Maedesuess und der Eisenhutblaettrige Hahnenfuss. Der weitgehend naturnah maeandrierende Bach wird fast durchgehend von einem Schwarzerlensaum begleitet. 340424 / 566641 - 1,00 ha 340489 / 566648 - 1,60 ha 340524 / 566661 - 6,41 ha a = naturnaher Bach b = naturnaher Bach mit begleitenden Feuchtgruenlandbrachen c = naturnaher Bach mit begleitender Feuchtweide d = naturnaher Bach mit begleitender Feuchtwiese
Lebensraumtypen:
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Erlen-Ufergehoelz <BE2> (0,53 ha)
  • Fettwiese, Flachlandausbildung (Glatthaferwiese) <EA1> (0,42 ha)
  • Teich <FF0> (0,11 ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
  • Nass- und Feuchtwiese <yEC1> (3,18 ha)
  • Nass- und Feuchtweide <yEC2> (0,53 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <yEE3> (5,30 ha)
  • Bachoberlauf im Mittelgebirge <yFM1> (0,53 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Adlerfarn (Pteridium aquilinum (subsp. aquilinum))
  • Bitteres Schaumkraut (Cardamine amara)
  • Braune Segge (Carex nigra)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Eisenhut-Hahnenfuss (Ranunculus aconitifolius)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Fuchs' Greiskraut (Senecio ovatus)
  • Gemeine Pestwurz (Petasites hybridus (subsp. hybridus))
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gewoehnliche Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)
  • Gewoehnliches Ruchgras (Anthoxanthum odoratum)
  • Grau-Segge (Carex canescens)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Hohlzahn unbestimmt (Galeopsis spec.)
  • Kletten-Labkraut (Galium aparine)
  • Kriechender Arznei-Baldrian (Valeriana excelsa subsp. excelsa)
  • Kriechender Guensel (Ajuga reptans)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi (subsp. flos-cuculi))
  • Pfeifengras (Molinia caerulea)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Rohr-Schwingel (Festuca arundinacea)
  • Sauerampfer (Rumex acetosa (subsp. acetosa))
  • Scharfer Hahnenfuss (Ranunculus acris)
  • Spitzbluetige Binse (Juncus acutiflorus (subsp. acutiflorus))
  • Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Labkraut (Galium palustre)
  • Sumpf-Pippau (Crepis paludosa)
  • Sumpf-Veilchen (Viola palustris (subsp. palustris))
  • Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides)
  • Torfmoos unbestimmt (Sphagnum spec.)
  • Wiesen Knaeuelgras (Dactylis glomerata)
  • Wiesen-Baerenklau (Heracleum sphondylium)
  • Wiesen-Fuchsschwanzgras (Alopecurus pratensis)
  • Wiesen-Knoeterich (Bistorta officinalis (subsp. officinalis))
  • Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis var. pratensis)
  • Zitter-Pappel (Populus tremula)
Tierarten:
  • Gartengrasmuecke (Sylvia borin)
  • Rauchschwalbe (Hirundo rustica)
Schutzziele: Erhaltung und Wiederherstellung eines stark gefaehrdeten und
landschaftstypischen Wiesentales als Lebensraum zahlreicher, z.T.
gefaehrdeter Tier- und Pflanzenarten
Gefährdungen:
  • Eutrophierung
  • Fischerei, Teichbau (FI)
  • Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung zu intensiv (LW)
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
Maßnahmen:
  • Beschraenkung der Duengung
  • Beseitigung von Gehoelzen
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Mahd
  • Gruenlandnutzung beibehalten
  • keine Entwaesserung
  • keine Fischteichanlage
  • LB-Ausweisung
  • LSG-Erweiterung
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