Titel:

Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


Logo:

Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


Suche:


Schriftmenü:

Schriftgrösse: ||

Inhalt:

Naturschutzgebiet Klippkes (MK-098)

Objektbezeichnung:

NSG Klippkes

Kennung:

MK-098

Ort: Nachrodt-Wiblingwerde
Kreis: Maerkischer Kreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 45,77 ha
Offizielle Fläche: 39,00 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: VO rechtskraeftig
Inkraft seit: 1999
Inkraft: 2002
Außerkraft: 2022
Schutzziel: Die Unterschutzstellung erfolgt
1.
- Zur Erhaltung und zur Wiederherstellung
a) der artenreichen und stufigen Hangmischwaelder, der zur Lenne hin abfallenden
fels- und klippenreichen Steilhaenge,
b) von Biotopen, die im Anhang I der FFH-Richtlinie aufgefuehrt sind.
Hierbei handelt es sich um folgende Biotope gemaess Anhang I der FFH-Richtlinie:
- Silikatfelsen mit ihrer Pioniervegetation (8230)
- Hainsimsen-Buchenwald (9110)
2. Wegen der wissenschaftlichen und landeskundlichen Bedeutung,
3. Wegen der diesen Bereich des Lennetales mitpraegenden landschaftlichen Schoenheit
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4611-0256
  • BK-4611-0280
Kennung:

BK-4611-0280

Objektbezeichnung:

NSG Klippkes (ausserhalb des FFH-Gebietes)

Link zur Karte: BK-4611-0280
Objektbeschreibung:
Kennung:

BK-4611-0256

Objektbezeichnung:

Klippkes nördlich Nachrodt

Link zur Karte: BK-4611-0256
Objektbeschreibung: Das Gebiet nördlich von Nachrodt umfasst den südlichen Bereich des NSG "Klippkes" und eine Teilfläche des FFH-Gebietes "Schluchtwälder im Lennetal". Der Prallhang der Lenne nördlich von Nachrodt wird von einer steil emporragenden Felswand charakterisiert, die von offenen Felsbereichen und einem z.T. von Krüppelwuchs geprägtem Eichen-Schluchtwald eingenommen wird. Im Westen stockt ein von starkem Baumholz geprägter Buchenwald. Die Krautschicht ist nur sehr spärlich ausgebildet. Mehrere Trampelpfade durchziehen den von NW nach SE langgestreckten Bestand. Nordöstlich grenzt ein circa 40 Meter breiter Streifen eines Buchen-Lärchen- Mischwaldes. Östlich an diesen grenzt ein Kiefernmischwald. Buchen und Eichen bilden den Unterbau. Die östliche Hälfte des Gebietes wird von einem Buchen-Eichenwald geprägt. Die Buche ist neben der ersten auch in der zweiten Baumschicht sowie in der Strauch- und Krautschicht vertreten. Mittel- bis langfristig werden sich diese Bestände zu Hainsimsen-Buchenwäldern entwickeln. Drahtschmiele und Heidelbeere in der Krautschicht kennzecihnen diesen bodensauren Standort. Die teilweise noch mehrstämmigen Eichen und Buchen weisen auf die ehemalige Nutzung als Niederwald hin. Der geologische Untergrund besteht aus Sand-, Schluff- und Tonsteinen der Brandenberg Schichten (Eifelstufe, Mitteldevon). Die Böden sind - abhängig von der morphologischen Lage - tief- bis flachgründige Braunerden. Auf den markant ausgeprägten Riedelhöhen kommen auch Ranker vor. Stellenweise steht auch der entblößte Fels an. Die Standorte können wegen ihrer S-Exposition und der starken Neigung zu starker Aushagerung neigen. Der Komplex aus bodensauren Buchenwäldern, gefährdeten Schlucht- und Hangmischwäldern mit steil aufragenden Felswänden ist in seiner engen Verzahnung und gutem Erhaltungszustand von überregionaler Bedeutung. Naturnahe Waldbewirtschaftung unter Ausrichtung auf die natürliche Waldgesellschaft einschließlich ihrer Nebenbaumarten sowie auf alters- und strukturdiverse Bestände und Förderung der Naturverjüngung aus Arten der natürlichen Waldgesellschaft.
Lebensraumtypen:
  • Silikatfelsen mit Felsspaltenvegetation <8220> (0,60 ha)
  • Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum) <9110> (14,02 ha)
  • Schlucht- und Hangmischwaelder Tilio-Acerion <9180> (1,76 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • natuerl. Felsen, offene natuerl. Block-, Schutt-, Geroellhalden (0,60 ha)
  • Schlucht-, Blockhalden-, Hangschuttwaelder (1,76 ha)
Biotoptypen:
  • Fichtenwald <AJ0> (1,40 ha)
  • Buchenwald <xAA0> (2,68 ha)
  • Buchenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <xAA2> (0,88 ha)
  • Buchen-Eichenmischwald <xAB1> (6,81 ha)
  • Kiefernmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <xAK1> (2,93 ha)
  • Laerchenmischwald <xAS1> (0,72 ha)
  • Eichen-Schlucht- bzw. Hangschuttwald <zAB8> (1,76 ha)
  • natuerlicher Silikatfels <zGA2> (0,60 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Adlerfarn (Pteridium aquilinum (subsp. aquilinum))
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Besenginster (Cytisus scoparius)
  • Besenheide (Calluna vulgaris)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Echte Nelkenwurz (Geum urbanum)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Europaeische Laerche (Larix decidua (subsp. decidua))
  • Geflecktes Johanniskraut Sa. (Hypericum maculatum agg.)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Grosser Dornfarn (Dryopteris dilatata)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Himbeere (Rubus idaeus)
  • Kleines Immergruen (Vinca minor)
  • Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata)
  • Noerdlicher Streifenfarn (Asplenium septentrionale (subsp. septentrionale))
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Salbei-Gamander (Teucrium scorodonia)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schwanenhals-Sternmoos (Mnium hornum)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Schwarzstieliger Streifenfarn Sa. (Asplenium adiantum-nigrum agg.)
  • Sommer-Linde (Tilia platyphyllos)
  • Spitz-Ahorn (Acer platanoides)
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Trauben-Eiche (Quercus petraea (subsp. petraea))
  • Wald-Kiefer (Pinus sylvestris)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Weissdorn unbestimmt (Crataegus spec.)
  • Weisse Fetthenne (Sedum album (subsp. album))
  • Weisse Schwalbenwurz (Vincetoxicum hirundinaria (subsp. hirundinaria))
  • Wiesen Knaeuelgras (Dactylis glomerata)
  • Wiesen-Labkraut (Galium mollugo)
Tierarten:
  • Gruenspecht (Picus viridis)
Schutzziele: Erhaltung und Entwicklung naturnaher Hainsimsen-Buchenwälder durch naturnahe Waldbewirtschaftung. Erhaltung und Förderung eines dauerhaften und ausreichenden Anteils von Alt- und Totholz. Erhaltung und Entwicklung naturnaher Schlucht- und Hangmischwälder sowie typischer Felsstandorte.
Gefährdungen:
  • Freizeitaktivitaeten
  • Trittschaden an Vegetation
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Erhoehung des Laubholzanteils
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Niederwald abschnittsweise auf den Stock setzen
Die Kartenanwendung benötigt Javascript. Falls Sie diese Karte aufrufen möchten, schalten Sie in Ihrem Browser Javascript ein.