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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Wacholderheide Kihlenberg (OE-006)

Objektbezeichnung:

NSG Wacholderheide Kihlenberg

Kennung:

OE-006

Ort: Kirchhundem
Kreis: Olpe
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 4,72 ha
Offizielle Fläche: 4,70 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: VO rechtskraeftig
Inkraft seit: 1938
Inkraft: 2004
Außerkraft: 2024
Schutzziel: Die Unterschutzstellung erfolgt
1. Zur Erhaltung, Herstellung und Wiederherstellung
a) Einer ueberregional bedeutsamen Wacholderheide mit seltenen und gefaehrdeten sowie
landschaftsraumtypischen Tier- und Pflanzenarten,
In ihrer natuerlichen Vergesellschaftung sind insbesondere zu schuetzen:
- Wacholderbestaende auf Zwergstrauchheiden sowie
- lichte Eichenwaelder,

b) Von Lebensraeumen und Vorkommen der wildlebenden Tier- und Pflanzenarten, die in
den Anhaengen I und II der FFH-Richtlinie asufgefuehrt sind. Soweit Lebensraeume oder
Arten bedroht sind und ihre Erhaltung von besonderer Bedeutung ist, sind sie als prioritaer
eingestuft.
Hierbei handelt es sich um folgende Biotope gemaess Anhang I der FFH-Richtlinie:
- Wacholderbestaende auf Zwergstrauchheiden oder Kalktrockenrasen (5310).

2. Aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen und landerskundlichen Gruenden,

3. Wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart und der hervorragenden Schoenheit des Gebietes.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4913-0116
Kennung:

BK-4913-0116

Objektbezeichnung:

NSG Wacholderheide Kihlenberg

Link zur Karte: BK-4913-0116
Objektbeschreibung: Langgestreckter Bergrücken des Kihlenberges zwischen Rehringhausen und Kruberg mit einer Wacholderheide, umgeben von Nadelwald. Die Wacholderheide Kihlenberg besteht aus einem Mosaik aus dichten, zumeist undurchdringlichen Wacholdergebüsch und vergrasten Freiflächen mit Zwergstrauchvegetation. Im Norden ist vor Jahren eine kleiner Fläche abgeschoben worden, die sekundär wieder vergrast. Der Heidekomplex wird überragt und durchsetzt von Traubeneichen mit einem Brusthöhendurchmesser zwischen 0,5 und 0,8 m. Randlich schließen sich die Alt-Eichen zu einem Hain zusammen. Das NSG "Kihlenberg" ist eine der größten und bedeutendsten Wacholderheiden im Naturraum Bergisches Land - Sauerland. Die alten, stattlichen und teilweise tief beasteten (Hude-)Bäume sind markante Baumgestalten. Das Naturschutzgebiet Wacholderheide Kihlenberg ist ein herausragendes Biotopelement im europäischen Schutzgebietssystem NATURA 2.000. Vegetationskontrolle und extensive Beweidung analog der historischen Landnutzung sind Grundlage einer effektiven Heidepflege. Zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für das Heidemanagement sollte ergänzend der angrenzende Fichten-Hochwald zurückgenommen werden.
Lebensraumtypen:
  • Wacholderbestaende auf Zwergstrauchheiden oder Kalkhalbtrockenrasen <5130> (3,74 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Gehoelzstrukturen <NB00-ung.> (0,95 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Magergruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NED0> (0,05 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • Zwergstrauch-, Ginster-, Wacholderheiden (3,74 ha)
Biotoptypen:
  • Baumgruppe <BF2> (0,95 ha)
  • arten- und vegetationsarmes Magergrasland <ED0a> (0,05 ha)
  • Wacholder-Heide <zDA4> (3,74 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Besenheide (Calluna vulgaris)
  • Blutwurz (Potentilla erecta (subsp. erecta))
  • Borstgras (Nardus stricta)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Faulbaum (Frangula alnus (subsp. alnus))
  • Geflecktes Johanniskraut (Hypericum maculatum)
  • Harzer Labkraut (Galium saxatile)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Magerwiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare)
  • Rotes Straussgras (Agrostis capillaris)
  • Rotschwingel Sa. (Festuca rubra agg.)
  • Rundblaettrige Glockenblume (Campanula rotundifolia)
  • Salbei-Gamander (Teucrium scorodonia)
  • Trauben-Eiche (Sa.) (Quercus petraea agg.)
  • Wacholder (Juniperus communis)
  • Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium)
  • Wiesen-Wachtelweizen (Melampyrum pratense)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt einer markanten Wacholderheide mit Hudebäumen als überragendes Biotopelement und bedeutendes Kulturlandschaftsdokument innerhalb des südlichen Sauerlandes.
Gefährdungen:
  • unerwuenschte Sukzession
  • Verbuschung als unerwuenschte Sukzession
Maßnahmen:
  • Erhaltung kulturhistorischer Strukturen
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung
  • Heide wiederherstellen, anlegen, optimieren
  • Jagdausuebung beschraenken
  • keine wegebaulichen Massnahmen
  • Vegetationskontrolle
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