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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Sloopsteene (ST-013)

Objektbezeichnung:

NSG Sloopsteene

Kennung:

ST-013

Ort: Lotte
Kreis: Steinfurt
Bezirksregierung: Münster
Digitalisierte Fläche: 1,47 ha
Offizielle Fläche: 1,47 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: VO rechtskraeftig
Inkraft seit: 1938
Inkraft: 2015
Außerkraft: 2035
Schutzziel: (1) Das in § 1 näher bezeichnete Gebiet wird als Naturschutzgebiet gemäß § 23 BNatSchG ausgewiesen.

(2) Die Unterschutzstellung erfolgt

a) zur Erhaltung, Entwicklung sowie zur Wiederherstellung von Lebensgemeinschaften und Lebensstätten
wildlebender landschaftsraumtypischer Tier- und Pflanzenarten, insbesondere eines naturnahen Buchen-Eichenmischwaldes sowie den Moosgesellschaften silikatreicher Gesteine;

b) zur Sicherung des Naturhaushalts und zur Abwehr schädlicher Einwirkungen und negativer
Veränderungen ökologischer Zusammenhänge;

c) aus wissenschaftlichen, natur- und landeskundlichen Gründen, insbesondere zur Erhaltung
der schutzwürdigen Böden: Böden mit einem hohen bis sehr hohen Biotopentwicklungspotential
(flachgründige Felsböden);

d) wegen der Seltenheit und besonderen Eigenart des Gebietes;

e) als Bestandteil eines Biotopverbundes von landesweiter Bedeutung;

f) zum Erhalt eines landesweit bedeutenden Kulturdenkmals (Megalithgrab).

(3) Die über die Verordnungsdauer hinausgehende langfristige Zielsetzung für das Gebiet ist die
Erhaltung, Sicherung und weitere Entwicklung eines naturnahen Buchen-Eichenmischbestandes
sowie die Sicherung der Megalithgrabanlage.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-3613-0011
Kennung:

BK-3613-0011

Objektbezeichnung:

NSG "Sloopsteene"

Link zur Karte: BK-3613-0011
Objektbeschreibung: Buchen-Eichenmischwald mit Megalithgrabanlage nordöstlich Westerkappeln. In dem Waldgebiet befindet sich eines der besterhaltenen Megalithgrabensembles in Nordrhein-Westfalen. Die Grabanlage wurde vor ca. 4000 Jahren errichtet und besteht aus 22 Träger- und 7 Decksteinen. Das Waldstück hat sich seit seiner Erstbeschreibung in 1989 von einem Drahtschmielen-Eichenmischwald infolge zunehmender Ausdunkelung (Buchen-Unterwuchs) zu einem relativ krautarmen Buchen-Eichenmischwald verändert. In Lichtlücken sind Nährstoffzeiger vorherrschend (Brombeeren). Das Waldgebiet zeichnet sich durch einen naturnahen Buchen- Eichenmischwald und einem landesweit bedeutenden Kulturdenkmal aus, es besitzt eine ergänzende Funktion im Waldbiotop-Verbundsystem.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Feldgehoelze (nicht FFH-LRT) <NBA0> (1,48 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Feldgehoelz aus einheimischen Baumarten <BA1> (1,48 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Brombeere unbestimmt (Rubus spec.)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Faulbaum (Frangula alnus (subsp. alnus))
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Pillen-Segge (Carex pilulifera (subsp. pilulifera))
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schoenes Frauenhaarmoos (Polytrichum formosum)
  • Spaetbluehende Traubenkirsche (Prunus serotina)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Wald-Geissblatt (Lonicera periclymenum)
  • Wald-Kiefer (Pinus sylvestris)
  • Zweiblaettrige Schattenblume (Maianthemum bifolium)
Tierarten:
Schutzziele: Schutz und Erhalt eines naturnahen Buchen-Eichenmischwaldes und eines landesweit bedeutenden Kulturdenkmals (Megalithgrab); ökologische Optimierung durch naturnahe Waldbewirtschaftung und Förderung des Tot- und Altholzanteiles.
Gefährdungen:
  • Beseitigung alter Baeume (FW)
  • Freizeitaktivitaeten
  • intensive Forstwirtschaft (FW)
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Beschraenkung der Freizeitaktivitaeten
  • Erhaltung kulturhistorischer Strukturen
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
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