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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Mettinger Moor (ST-026)

Objektbezeichnung:

NSG Mettinger Moor

Kennung:

ST-026

Ort: Mettingen
Kreis: Steinfurt
Bezirksregierung: Münster
Digitalisierte Fläche: 135,73 ha
Offizielle Fläche: 135,67 ha
Flächenanzahl: 2
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: VO rechtskraeftig
Inkraft seit: 1987
Inkraft: 2011
Außerkraft: 2031
Schutzziel: Die Unterschutzstellung erfolgt

a) Zur Erhaltung und Entwicklung und Wiederherstellung der Lebensgemeinschaften
und Lebensstaetten, insbesondere von seltenen und z. T. stark gefaehrdeten land-
schaftsraumtypischen Pflanzen- und Tierarten in einem der letzten, weitgehend abgetorften,
ehemaligen Hochmoorkomplexen NRW´s und von seltenen, zum Teil gefaehrdeten
Wat- und Wiesenvoegeln, Amphibien, Reptilien und Wirbellosen sowie Pflanzen
und Pflanzengesellschaften des offenen Wassers und des feuchten Gruenlandes,

b) Zur Erhaltung und Entwicklung eines grossflaechigen Feuchtwiesen - Moorwaldbereiches als
landesweit bedeutsames Brut-, Rast- und Ueberwinterungsquartiers fuer zahlreiche,
z.T. stark gefaehrdete Vogelarten,

c) Zum Erhalt der schutzwuerdigen Boeden: Boden mit einem hohen Biotopentwicklungs-
potential (z. B. Hochmoor) und Boeden mit Archivfunktion,

d) Aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, landeskundlichen und erdgeschichtlichen
Gruenden und wegen der biogeographischen Bedeutung,

e) Wegen der Unersetzbarkeit, Seltenheit, besonderen Eigenart und der hervorragenden
Schoenheit des Gebietes,

f) Zur Sicherung des Naturhaushaltes und zur Abwehr schaedlicher Einwirkungen
und negativer Veraenderungen oekologischer Zusammenhaenge,

g) Als Bestandteil eines Biotopverbundes von landes- und europaweiter Bedeutung,
insbesondere als Teil des zu schaffenden europaeischen Netzes NATURA 2000,

h)Zur Bewahrung und Wiederherstellung eines guenstigen Erhaltungszustandes der
natuerlichen Lebensraeume und wildlebenden Pflanzen- und Tierarten von gemein-
schaftlichem Interesse gem.Art.4 Abs.4 i.Verb. mit Art.2 der FFH-Richtlinie. Hierbei
handelt es sich um folgenden natuerlichen Lebensraum von gemeinschaftlichem
Interesse gem.Anhang I der FFH-Richtlinie als massgeblicher Bestandteile des
Gebietes im Sinne des Paragraphen 32 Abs.3 BNatSchG:

- Moorwaelder (91DO, Prioritaerer Lebensraum),
- Feuchte Heidegebiete mit Glockenheide (4010),
- Trockene Heidegebiete (4030),
- Alte bodensaure Eichenwaelder auf Sandebenen (9190).

Ausserdem handelt es sich um Lebensraeume fuer folgende im Schutzgebiet
vorkommende Vogelarten gem. Art. 4 der Vogelschutz-Richtlinie als massgeblicher
Bestandteile des Gebietes im Sinne des Paragraphen 32 Abs.3BNatSchG:
Vogelarten, die im Anhang I der Vogelschutz-Richtlinie aufgefuehrt sind:

- Sumpfohreule (Asio flammeus),
- Kornweihe (Circus cyaneus),
- Rohrweihe (Circus aeruginosus),
- Wiesenweihe (Circus pygargus),
- Kranich (Grus grus),
- Neuntoeter (Lanius Collurio),
- Heidelerche (Lullula arborae),
- Schwarzspecht (Dryocopus martius).

sowie regelmaessig vorkommende Zugvoegel der Vogelschutz-Richtlinie,
die nicht im Anhang I aufgefuehrt sind:

- Krickente (Anas crecca)
- Wiesenpieper (Anthus pratensis),
- Baumpieper ( Anthus trivialis),
- Kuckuck ( Cuculus canorus),
- Bekassine (Gallinago gallinago),
- Kiebitz (Vanellus vanellus),
- Raubwuerger (Lanius excubitor)),
- Pirol (Oriolus oriolus),
- Waldlaubsaenger (Phylloscopus sibilatrix),
- Grosser Brachvogel (Numenius arquata).
- Schwarzkehlchen (Saxicola torquata),

h) Das Gebiet hat darueber hinaus Bedeutung fuer folgende Arten der Fauna und Flora:

- Schlingnatter (Coronella austriaca),
- Moorfrosch (Rana arvalis),
- Mittlerer Sonnentau (Drosera intermedia),
- Schmalblaettriges Wollgras (Eriophorum angustifolium),
- Scheiden-Wollgras (Eriophorum vaginatum),
- Fadenbinse (Juncus filiformis).

Die ueber die Verordnungsdauer hinausgehende langfristige Zielsetzung fuer das Gebiet
ist die Erhaltung, Sicherung und weitere Entwicklung einer charakteristischen, weitgehend
offenen Moorlandschaft mit einem typischen Mosaik aus Moorwaeldern, dystrophen Seen,
feuchten Heidegebieten und Feuchtgruenland sowie Sicherung eines stabilen, landschafts-
typischen Wasser- und Naehrstoffhaushaltes. Zum Schutz der naehrstoffarmen, hochmoor-
typischen Lebensraeume ist eine ausreichende grosse naehrstoffarme Pufferzone durch
die Extensivierung des umliegenden Gruenlandes mit entsprechender Vermeidung von
Eutrophierung anzulegen bzw. erhalten.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-3612-0006
  • BK-3612-902
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