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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Stockemer See (SU-021)

Objektbezeichnung:

NSG Stockemer See

Kennung:

SU-021

Ort: Niederkassel
Kreis: Rhein-Sieg-Kreis
Bezirksregierung: Köln
Digitalisierte Fläche: 55,23 ha
Offizielle Fläche: 55,00 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1991
Inkraft: 1992
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Unterschutzstellung des NSG erfolgt
- Zur Erhaltung von Lebensgemeinschaften oder Lebensstaetten bestimmter wildwachsender Pflanzen
und wildlebender Tierarten,
- Zur Herstellung oder Wiederherstellung von Lebensgemeinschaften oder Lebensstaetten bestimmter
wildwachsender Pflanzen und wildlebender Tierarten, die ehemals in der unverbauten und sich
staendig veraenderten Flussauenlandschaft des Rheins leben konnten.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-5108-0003
Kennung:

BK-5108-0003

Objektbezeichnung:

NSG Stockemer See

Link zur Karte: BK-5108-0003
Objektbeschreibung: Das NSG Stockemer See befindet sich nördlich von Niederkassel-Uckendorf und südlich von Troisdorf-Spich. Die Fläche des NSG beträgt etwa 55 ha und setzt sich zusammen aus einem etwa 23 ha großen renaturiertes Abgrabungsgewässer im Norden, einer etwa 5 ha große in der Renaturierung befindliche Sand- und Kiesgrube im Süden, sowie einem ehemaligen Kalksandsteinwerk im Westen, auf dessen Gelände sich zwei weitere kleinere ehemalige Kiesgruben mit Abgrabungsgewässern befinden. Eine Ackerfläche am südlichen Gebietsrand ist in das NSG einbezogen worden. Das NSG ist durch einen Zaun weitestgehend von den umliegenden Ackerflächen abgetrennt. Die fischereiliche Nutzung des östlichen Abgrabungsgewässers ist einem örtlichen Anglerverein gestattet. Die hinsichtlich der Renaturierung inzwischen weitestgehend wieder hergestellten Kiesgruben besitzen einen hohe Biotopvielfalt und bieten daher inzwischen Lebensraum für diverser Vögel, Amphibien, Fische, Insekten und Säugetiere. Für das früher dokumentierte Vorkommen von Uferschwalben, Flussregenpfeifer, Wechsel- und Kreuzkröten gibt es zur Zeit keine aktuelle Bestätigung (für Wechselkröte LANUV, 2009). Die Blauflügelige Ödlandschrecke konnte 2011 gefunden werden. Im Verbund mit den benachbarten Abgrabungsgewässern stellt die Fläche ein Trittsteinbiotop für gewässerbewohnende Tiere- und Pflanzenarten sowie für Arten der vegetationsarmen Sonderstandorte, dar. Es werden z.Zt. Pflegemaßnahmen wie das Offenhalten von Grasfluren, Zurückdrängen von Gehölzen im Bereich von Kleingewässern u.a. durchgeführt. Größere Maßnahmen (Abbruch von Gebäuden, Renaturierung) sind im Bereich des ehemaligen Kalksandsteinwerkes erforderlich.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Stillgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFD0> (28,73 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Sand- Lehm- oder Loesswaende <NGG0> (5,17 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Feldgehoelz <BA0> (6,61 ha)
  • stehendes Kleingewaesser <FD0> (1,10 ha)
  • Abgrabungsgewaesser <FG0> (27,63 ha)
  • Sand-, Kiesabgrabung <GD1> (5,17 ha)
  • Acker <HA0> (5,50 ha)
  • Fabrikanlage, Werksanlage <SC1> (7,71 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense)
  • Amerikanische Balsam-Pappel (Populus balsamifera agg.)
  • Blauroter Hartriegel (Cornus sanguinea)
  • Brombeere unbestimmt (Rubus spec.)
  • Chinesischer Goetterbaum (Ailanthus altissima)
  • Dornige Hauhechel Sa. (Ononis spinosa agg.)
  • Echte Nelkenwurz (Geum urbanum)
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Essigbaum (Rhus typhina)
  • Feld-Ahorn (Acer campestre)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Fliederspeer (Buddleja davidii)
  • Gebraeuchlicher Steinklee (Melilotus officinalis)
  • Gemeine Nachtkerze (Oenothera biennis)
  • Gemeiner Beinwell (Symphytum officinale)
  • Gemeiner Blutweiderich (Lythrum salicaria)
  • Gemeiner Natterkopf (Echium vulgare)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gruene Teichbinse (Schoenoplectus lacustris)
  • Hahnensporn-Weissdorn (Crataegus crus-galli)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Hunds-Rose (Rosa canina)
  • Igelkolben unbestimmt (Sparganium spec.)
  • Land-Reitgras (Calamagrostis epigejos)
  • Liguster (Ligustrum vulgare)
  • Magerwiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare)
  • Mais (Zea mays)
  • Mehlige Koenigskerze (Verbascum lychnitis)
  • Ohr-Weide (Salix aurita)
  • Pappel unbestimmt (Populus spec.)
  • Robinie (Robinia pseudoacacia)
  • Rosskastanie (Aesculus hippocastanum)
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Sanddorn (Hippophae rhamnoides)
  • Schilf (Phragmites australis (subsp. australis))
  • Schmalblaettriges Greiskraut (Senecio inaequidens)
  • Silber-Weide (Salix alba (subsp. alba))
  • Sommerflieder (Buddleja spec.)
  • Spaetbluehende Traubenkirsche (Prunus serotina)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Tausendblatt unbestimmt (Myriophyllum spec.)
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Wald-Erdbeere (Fragaria vesca)
  • Wasser-Minze (Mentha aquatica)
  • Weide unbestimmt (Salix spec.)
  • Weissdorn unbestimmt (Crataegus spec.)
  • Wilde Karde (Dipsacus fullonum)
Tierarten:
  • Blaufluegelige Oedlandschrecke (Oedipoda caerulescens)
Schutzziele: - Erhaltung von Lebensgemeinschaften oder Lebensstaetten bestimmter
wildlebender Pflanzen und wildlebender Tierarten,
- zur Herstellung oder Wiederherstellung von Lebensgemeinschaften
oder Lebensstaetten bestimmter wildlebender Pflanzen und wildle-
bender Tierarten, die ehemals in der unverbauten und sich staendig
veraendernden Flussauenlandschaft des Rheines leben konnten
Gefährdungen:
Maßnahmen:
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