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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Steinbruch Imhausen (SU-078)

Objektbezeichnung:

NSG Steinbruch Imhausen

Kennung:

SU-078

Ort: Windeck
Kreis: Rhein-Sieg-Kreis
Bezirksregierung: Köln
Digitalisierte Fläche: 18,03 ha
Offizielle Fläche: 18,10 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: VO rechtskraeftig
Inkraft seit: 2003
Inkraft: 2005
Außerkraft: 2025
Schutzziel: Die Unterschutzstellung erfolgt

a) gemaess Paragraph 20 Satz 1 Buchstabe a) sowie Satz 2 LG zur Erhaltung und Wiederherstellung

- der Lebensraeume von Amphibien, Reptilien und Insekten, wie z.B. der in der Roten Liste NRW
gefuehrten Amphibienart Geburtshelferkroete (Alytes obstetricans);
- der vielen dauerhaften und temporaeren, flachen, sonnigen Klein- und Kleinstgewaesser als Lebens-
raum fuer Amphibien, vor allem der ();
- der sonnenexponierten Steilboeschungen als Lebensraum fuer Amphibien und Reptilien, vor allem
der Geburtshelferkroete (Alytes obstetricans);
- der Pioniergesellschaften, der Sukzessionsgebuesche, wie z.B. Birken- und Erlengebuesche sowie
der naturnahen Laubwaldbestaende als abwechslungsreicher Lebensraum mit natuerlicher Entwicklung
im unmittelbaren Umfeld des Steinbruchs;
- der grossen Strukturvielfalt und der zahlreichen, eng verzahnten landschaftsraumtypischen Biotope
mit einem grossen Anteil an Kleinstrukturen, wie z.B. vegetationslose Schutthalden, Totholz, Feucht-
und Trockenbereiche;
- des Steinbruchs als wichtiger Sekundaerlebensraum fuer zahlreiche, zum Teil in ihrem Bestand bedrohte
Tier- und Pflanzenarten, vor allem von Amphibien, Reptilien und Insekten;
- des abwechslungsreichen Mosaiks verschiedenartiger, eng verzahnter Biotope, wie Sukzessionswald,
Gebuesche, Stillgewaesser, Schutthaenge und Brachflaechen in verschiedenen Sukzessionsstadien,
und der dort vorkommenden Lebensgemein-schaften;
- von Tot- und Altholz als Brut- und Horststandorte sowie als Lebensraum fuer Greifvoegel und Hoehlenbrueter;
- des Birkenbaches - auch als Biotopverbindung zwischen dem Irsenbach und dem Steinbruch;
- als Lebens- und Rueckzugsraeume zahlreicher, teilweise in ihrem Bestand bedrohter Tier- und Pflanzenarten
und deren Lebensgemeinschaften, insbesondere von Amphibien und Reptilien;

b) in Ausfuehrung des Paragraph 48 c LG in Verbindung mit der FFH-Richtlinie und der Richtlinie 79/409/EWG
des Rates ueber die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten (Vogelschutz-Richtlinie vom 2. April 1979,
Abl. EG Nr. L 103 S. 1) in der jeweils gueltigen Fassung gemaess Paragraph 20 Satz 1 Buchstabe a) sowie
gemaess Paragraph 20 Satz 2 LG wegen der besonderen Bedeutung des Gebietes

ba) zur Erhaltung folgender wildlebender Tier- und Pflanzenarten gemaess Anhang II der FFH-Richtlinie und
von deren Lebensraeumen:

- ( - 1193);

c) gemaess Paragraph 20 Satz 1 Buchstabe b) LG aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, landes-
kundlichen und erdgeschichtlichen Gruenden des Steinbruchs als Vorkommen natuerlicher Rohstoffe;

d) gemaess Paragraph 20 Satz 1 Buchstabe c) LG wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart und
hervorragenden Schoenheit des Gebietes, insbesondere
- wegen der besonderen Eigenart und Seltenheit der naturnahen Waldbestaende und ihrer vielfaeltigen
Strukturelemente;
- aufgrund der Seltenheit des Vorkommens von in ihrem Bestand bedrohten Tier- und Pflanzenarten.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-5211-156
Kennung:

BK-5211-156

Objektbezeichnung:

NSG Steinbruch Imhausen

Link zur Karte: BK-5211-156
Objektbeschreibung: In Abbau befindlicher Grauwackesteinbruch bei Imhausen. An vier Flachgewässern konnten Larven oder gerade frischmetamorphierte (Artname verdeckt) (15 Tiere) nachgewiesen werden, in einem weiteren Gewässer mehrere adulte Unken. Weiterhin kommt die Geburtshelferkröte vor. Neben großen Flächen mit Rohboden und Bergematerialschüttungen befinden sich im Südwesten Bereiche, die Vorwaldstadien und Besenginsterbestände bereits aufweisen. Diese Flächen setzen sich auf Rheinland Pfälzischen Gebiet fort. Am Rande des Gebietes fließt der Birkenbach. Er wird gesäumt von Erlen-Gebüsch.
Lebensraumtypen:
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Nadelbaum-Erlenmischwald <AC3> (0,45 ha)
  • Vorwald, Pionierwald <AU2> (1,50 ha)
  • Erlen-Ufergehoelz <BE2> (0,15 ha)
  • brachgefallenes Magergruenland <EE4> (0,60 ha)
  • stehendes Kleingewaesser <FD0> (0,15 ha)
  • Bachmittellauf im Mittelgebirge <FM2> (0,15 ha)
  • Steinbruch <GC0> (12,01 ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Besenginster (Cytisus scoparius)
  • Fichte (Picea abies)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi (subsp. flos-cuculi))
  • Pappel unbestimmt (Populus spec.)
  • Rainfarn (Tanacetum vulgare)
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Wiesen-Margerite Sa. (Leucanthemum vulgare agg.)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
Tierarten:
  • Geburtshelferkroete (Alytes obstetricans)
  • ()
Schutzziele: Erhalt einer stabilen Population der (Artname verdeckt), durch den Erhalt der geeigneten vorhandenen Laich- und Landhabitate.
Gefährdungen:
  • Abbau Gesteine
  • Aufschuettung
  • Gewerbe, Flaechenverbrauch
  • Muellablagerung
  • unerwuenschte Sukzession
Maßnahmen:
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhaltung der Landschaftsstrukturen
  • Erhaltung des Kleinreliefs
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